Amazon-Kunde bestellt 2 SSDs, erhält aber 20 und darf sie alle behalten
Ein Reddit-Nutzer erlebt ein verfrühtes Weihnachtswunder. Denn statt zwei bestellter High-End-SSDs lieferte Amazon gleich zwei ganze Kartons mit insgesamt 20 Laufwerken. Der Warenwert ist vor dem Hintergrund der aktuellen Speicherkrise enorm.
Der Vorfall ereignete sich im direkten Umfeld des Weihnachtsgeschäfts 2025. Der Kunde hatte ursprünglich rund 500 Dollar (etwa 424 Euro) für zwei 2-TB-Modelle der Samsung 9100 Pro investiert. Durch den Fehler in der Logistikkette hält er nun Ware in den Händen, die laut dem aktuellen Preis auf der deutschen Amazon-Seite einen Wert von 5580 Euro besitzt. Auf Rückfrage beim Kundensupport wurde dem Käufer bestätigt, dass er die überschüssige Ware behalten dürfe.
In den USA stützt sich dies auf Regelungen der Federal Trade Commission (FTC) bezüglich unverlangt zugesendeter Waren, die rechtlich als Geschenke betrachtet werden. Oft verzichten Händler wie Amazon auch aus rein wirtschaftlichen Gründen auf die komplexe Rückabwicklung, wenn die Lagerbestände nicht kritisch sind.
Technisch lassen sich solche Fehler in hochautomatisierten Logistikzentren durchaus erklären. Hersteller wie Samsung liefern ihre SSDs oft in sogenannten "Master Cartons" an Händler, die jeweils zehn Einzelverpackungen enthalten. Wenn im Wareneingang der Barcode des Außenkartons fälschlicherweise als Einzelartikel im System hinterlegt wird, kommissionieren Mitarbeiter statt einer einzelnen SSD den gesamten Karton.
Der betroffene Nutzer 1trollzor1 steht nun vor der Wahl, die überschüssigen Laufwerke zu verkaufen oder für ein extremes technisches Projekt zu nutzen. Unter dem Beitrag auf Reddit wird etwa der Aufbau eines All-Flash-NAS vorgeschlagen. Ein solches System würde die Bandbreite eines typischen 10-Gigabit-Heimnetzwerks zwar vollständig saturieren, aber auch erhebliche Anforderungen an die Stromversorgung und Kühlung stellen. Angesichts der aktuell hohen Preise für entsprechenden Speicher wäre ein Weiterverkauf vermutlich die rationalere, wenn auch langweiligere Option.
Was meint ihr: Handelt es sich um pures Glück oder eine gut inszenierte Geschichte? Würdet ihr die SSDs behalten oder weiterverkaufen? Wir freuen uns auf eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
Logistikfehler mit Folgen
In der IT-Welt sorgen Versandfehler großer Online-Händler gelegentlich für Aufsehen. Das ist auch in einem aktuellen Fall so. Denn ein Kunde bestellte regulär zwei Exemplare der Samsung 9100 Pro NVMe SSD, erhielt jedoch stattdessen zwei komplette Verkaufskartons. Der Inhalt summierte sich auf insgesamt 20 Speicherlaufwerke der neuesten Generation. Da Amazon laut Angaben des Kunden auf eine Rücksendung verzichtet, beläuft sich der unverhoffte Gewinn in einer Zeit, in der die Speicherpreise am Weltmarkt drastisch anziehen, auf mehrere Tausend Euro.Der Vorfall ereignete sich im direkten Umfeld des Weihnachtsgeschäfts 2025. Der Kunde hatte ursprünglich rund 500 Dollar (etwa 424 Euro) für zwei 2-TB-Modelle der Samsung 9100 Pro investiert. Durch den Fehler in der Logistikkette hält er nun Ware in den Händen, die laut dem aktuellen Preis auf der deutschen Amazon-Seite einen Wert von 5580 Euro besitzt. Auf Rückfrage beim Kundensupport wurde dem Käufer bestätigt, dass er die überschüssige Ware behalten dürfe.
In den USA stützt sich dies auf Regelungen der Federal Trade Commission (FTC) bezüglich unverlangt zugesendeter Waren, die rechtlich als Geschenke betrachtet werden. Oft verzichten Händler wie Amazon auch aus rein wirtschaftlichen Gründen auf die komplexe Rückabwicklung, wenn die Lagerbestände nicht kritisch sind.
Technisch lassen sich solche Fehler in hochautomatisierten Logistikzentren durchaus erklären. Hersteller wie Samsung liefern ihre SSDs oft in sogenannten "Master Cartons" an Händler, die jeweils zehn Einzelverpackungen enthalten. Wenn im Wareneingang der Barcode des Außenkartons fälschlicherweise als Einzelartikel im System hinterlegt wird, kommissionieren Mitarbeiter statt einer einzelnen SSD den gesamten Karton.
Hardware im Überfluss
Der materielle Wert des Fehlers ist besonders aufgrund der technischen Spezifikationen immens. Bei der Samsung 9100 Pro handelt es sich um eine High-End-SSD mit PCIe-5.0-Schnittstelle. Diese Laufwerke erreichen sequenzielle Lesegeschwindigkeiten von bis zu 14.800 Megabyte pro Sekunde. Für normale Endanwender sind diese Transferraten im Alltag kaum spürbar, für Enthusiasten und professionelle Workstations stellen sie jedoch das aktuelle Leistungsmaximum dar.Der betroffene Nutzer 1trollzor1 steht nun vor der Wahl, die überschüssigen Laufwerke zu verkaufen oder für ein extremes technisches Projekt zu nutzen. Unter dem Beitrag auf Reddit wird etwa der Aufbau eines All-Flash-NAS vorgeschlagen. Ein solches System würde die Bandbreite eines typischen 10-Gigabit-Heimnetzwerks zwar vollständig saturieren, aber auch erhebliche Anforderungen an die Stromversorgung und Kühlung stellen. Angesichts der aktuell hohen Preise für entsprechenden Speicher wäre ein Weiterverkauf vermutlich die rationalere, wenn auch langweiligere Option.
Zweifel an "1trollzor1"
Bei alledem steht jedoch die Glaubwürdigkeit der ganzen Geschichte infrage. Der Post löste auf Reddit sofort eine Mischung aus ungläubigem Staunen und Skepsis aus. Dass Amazon einem Kunden Artikel mit geringem Wert überlässt, ist zwar nicht ungewöhnlich, bei über 5000 Euro jedoch verwunderlich. Auch der Benutzername des Reddit-Mitglieds lässt viele Beobachter vermuten, dass es sich hierbei um einen Scherz ("Troll") handeln könnte. Kritiker merken zudem an, dass solche Geschichten leicht zu inszenieren sind, indem man Kartons fotografiert, zu denen man etwa im gewerblichen Umfeld Zugang hat.Was meint ihr: Handelt es sich um pures Glück oder eine gut inszenierte Geschichte? Würdet ihr die SSDs behalten oder weiterverkaufen? Wir freuen uns auf eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Reddit-Nutzer erhielt 20 statt 2 bestellte Samsung 9100 Pro SSDs
- Amazon verzichtete auf Rücksendung der Ware im Wert von über 4200 Euro
- Fehler entstand vermutlich durch Verwechslung von Einzelartikel und Masterkarton
- High-End-SSDs mit PCIe-5.0-Schnittstelle erreichen 14.800 MB pro Sekunde
- Nutzer kann überschüssige Laufwerke verkaufen oder für spezielle Projekte nutzen
- Glaubwürdigkeit der Geschichte wird trotz vorgelegter Bestellbilder teils angezweifelt
Siehe auch:
- Windows 11: Riesiger SSD-Boost dank Registry-Hack - aber mit Risiko
- Samsung dementiert Ende von SATA-SSDs - Gerüchte angeblich 'falsch'
- Speicherkrise eskaliert unaufhaltsam: Samsung gibt SATA-SSDs wohl auf
- Samsung bringt Portable SSD T7 mit Gehäuse aus Smartphone-"Abfall"
- Kein Archiv-Medium: SSDs ohne Stromversorgung verlieren Daten
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