Zotac-Mutterfirma warnt: Selbst günstige Grafikkarten immer knapper

Die ohnehin durch Nvidias Fokus auf das höchst einträgliche KI-Ge­schäft angespannte Lage bei Desktop-Grafikkarten dürfte sich in der zweiten Jahreshälfte weiter verschärfen. Davon geht das Mut­ter­unternehmen der GPU-Marken Zotac, Inno3D und Manli aus.
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Lage verschlechtert sich in H2/2026 weiter

Die in Singapur ansässige Firma PC Partner Group steht hinter den bekannten Marken Zotac, Inno3D und Manli, die wiederum unter anderem diverse PC-Produkte und vor allem Grafikkarten mit Nvidia-Prozessoren anbieten. Für die zweite Jahreshälfte zeichnet PC Partner in einer Stellungnahme anlässlich der Veröffentlichung seiner jüngsten Geschäftszahlen ein äußerst düsteres Bild.

Das Unternehmen erklärte darin (PDF) laut dem Portal VideoCardz, dass der PC-Markt weiterhin vor sehr großen Herausforderungen stehe, weil es auch künftig bedeutsame Probleme bei der Verfügbarkeit vieler Komponenten gebe, die zu stark steigenden Kosten führen, während dadurch gleichzeitig die Nachfrage der Verbraucher sinkt.

Preise steigen, Verkäufe brechen ein

In der ersten Jahreshälfte habe man bereits einen drastischen Rückgang der Verkäufe von Grafikkarten gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 verzeichnet. In der zweiten Jahreshälfte 2026 werde sich die Lage wahrscheinlich weiter verschlechtern. Neben den weiter steigenden Preisen erwartet PC Partner nach eigenen Angaben, dass gerade bei Einsteiger-GPUs noch stärkere Engpässe zu erwarten sind, wegen der die durchschnittlichen Verkaufspreise weiter ansteigen dürften.

Für PC Partner und seine Marken hat die Lage im GPU-Markt drastische Folgen. Während die Umsätze aus dem Verkauf von Grafikkarten der Marken Zotac, Inno3D und Manli in der ersten Jahreshälfte 2026 um 9,2 Prozent sanken, fielen die Stückzahlen um 18,4 Prozent. Gleichzeitig stiegen die durchschnittlichen Verkaufspreise um 10,7 Prozent.

Das Unternehmen begründet dies vor allem mit der Verknappung der verfügbaren Grafikchips und einer mangelnden Verfügbarkeit von Grafikspeicher und anderen Komponenten. PC Partner leidet außerdem darunter, dass man länger auf CPUs für Mini-PCs, Speicher und andere Bauteile warten muss, was den Verkauf derartiger Geräte schwächt.

Zusammenfassung
  • Der Grafikkarten-Hersteller PC Partner Group erwartet eine schwere Krise
  • Ein Mangel an Komponenten treibt die Preise hoch und senkt die Nachfrage
  • Besonders bei günstigen Einsteiger-Grafikkarten drohen neue Engpässe
  • Im ersten Halbjahr brachen die Verkaufszahlen der GPUs bereits stark ein
  • Gleichzeitig stiegen die durchschnittlichen Verkaufspreise um zehn Prozent
  • Auch die Produktion von Mini-PCs leidet unter Lieferengpässen bei CPUs

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