Highlight
Chinas Seitenhieb: Mitteilung zu Exportkontrollen nicht in Word lesbar
Im anhaltenden Handelskonflikt zwischen den USA und China hat Peking in der vergangenen Woche nicht nur Exportbeschränkungen für Seltene Erden-Metalle verkündet. Die Mitteilung selbst war auch als symbolischer Seitenhieb auf die US-Techbranche verfasst.
Aufgrund unterschiedlicher Dateistrukturen sind WPS-Dokumente ohne vorherige Konvertierung nicht mit Microsoft Word kompatibel. Bislang hatte das Handelsministerium seine Bekanntmachungen in Word-Formaten veröffentlicht, berichtete die Hongkonger Tageszeitung South China Morning Post.
Dieser Schritt fällt in eine Zeit zunehmender technologischer Entkopplung beider Großmächte. Während Washington den Zugang chinesischer Firmen zu Hightech-Produkten einschränkt, setzt Peking verstärkt auf technologische Eigenständigkeit. US-Präsident Donald Trump drohte nach Chinas Ankündigung neuer Exportauflagen sogar mit einem Stopp von Softwareexporten "jeglicher Art und Bedeutung".
Diese Strategie zeigte im Sommer 2024 Wirkung: Als ein fehlerhaftes Update des US-Unternehmens CrowdStrike weltweit zu massiven Störungen von Microsofts Windows-Systemen führte, blieben chinesische Institutionen weitgehend unberührt, denn viele hatten bereits auf heimische Lösungen umgestellt.
In diesem Umfeld konnte WPS Office seine Marktposition weiter ausbauen. Auch andere Tech-Konzerne wie Huawei, Alibaba, Tencent oder NetEase investieren in eigene E-Mail- und Cloud-Dienste. Westliche Anbieter wie Adobe oder der Citrix-Eigentümer Cloud Software haben sich dagegen aus dem chinesischen Markt weitgehend zurückgezogen.
Siehe auch:
Eigene Office-Software
Die offiziellen Dokumente des chinesischen Handelsministeriums ließen sich erstmals nicht mehr mit gängiger US-amerikanischer Textverarbeitungssoftware öffnen. Stattdessen wurden die Mitteilungen ausschließlich im Format des chinesischen Programms WPS Office bereitgestellt. Dabei handelt es sich um eine Software des Pekinger Unternehmens Kingsoft, das als direkte Alternative zu Microsoft Office gilt.Aufgrund unterschiedlicher Dateistrukturen sind WPS-Dokumente ohne vorherige Konvertierung nicht mit Microsoft Word kompatibel. Bislang hatte das Handelsministerium seine Bekanntmachungen in Word-Formaten veröffentlicht, berichtete die Hongkonger Tageszeitung South China Morning Post.
Dieser Schritt fällt in eine Zeit zunehmender technologischer Entkopplung beider Großmächte. Während Washington den Zugang chinesischer Firmen zu Hightech-Produkten einschränkt, setzt Peking verstärkt auf technologische Eigenständigkeit. US-Präsident Donald Trump drohte nach Chinas Ankündigung neuer Exportauflagen sogar mit einem Stopp von Softwareexporten "jeglicher Art und Bedeutung".
Gezielte Umstellung
Bereits seit Jahren arbeitet die chinesische Regierung daran, ihre Abhängigkeit von westlicher Informationstechnologie zu verringern. Besonders in Behörden, Staatsunternehmen, Forschungseinrichtungen und sicherheitsrelevanten Branchen sollen ausländische Programme schrittweise ersetzt werden. Die Aufsichtsbehörde für Staatsvermögen hatte 2022 festgelegt, dass bis spätestens 2027 sämtliche staatlichen Betriebe vollständig auf inländische Software umstellen müssen.Diese Strategie zeigte im Sommer 2024 Wirkung: Als ein fehlerhaftes Update des US-Unternehmens CrowdStrike weltweit zu massiven Störungen von Microsofts Windows-Systemen führte, blieben chinesische Institutionen weitgehend unberührt, denn viele hatten bereits auf heimische Lösungen umgestellt.
In diesem Umfeld konnte WPS Office seine Marktposition weiter ausbauen. Auch andere Tech-Konzerne wie Huawei, Alibaba, Tencent oder NetEase investieren in eigene E-Mail- und Cloud-Dienste. Westliche Anbieter wie Adobe oder der Citrix-Eigentümer Cloud Software haben sich dagegen aus dem chinesischen Markt weitgehend zurückgezogen.
Zusammenfassung
- Chinas Handelsministerium veröffentlicht Exportbeschränkungen im WPS-Format
- Dokumente nicht mehr mit US-amerikanischer Textverarbeitungssoftware lesbar
- Symbolischer Affront im Kontext des Handelskonflikts zwischen China und USA
- Peking forciert technologische Unabhängigkeit von westlichen IT-Lösungen
- Chinesische Staatsunternehmen müssen bis 2027 auf inländische Software umstellen
- WPS Office vom chinesischen Unternehmen Kingsoft als Microsoft-Alternative
- Beim weltweiten CrowdStrike-Ausfall blieben chinesische Institutionen verschont
Siehe auch:
Thema:
Beliebte Word-Downloads
Videos zum Thema Microsoft Word
Office Home & Student im Preisvergleich
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Media Markt & Saturn: 10 echte Top-Angebote zum Wochenstart
- Bei über 2000 Grad: Forscher erzeugen das verrückteste Eis aller Zeiten
- Microsoft Excel: Neues Update legt Kopieren und Einfügen lahm
- Apples Foldable-Plan: iPhone Duo Max, iPhone Duo Mini & iPhone Duo SE
- Happy SIM haut raus: 75 GB und zwei Gratis-Monate unter 10 Euro
- Intel One Mono: Open-Source-Schriftart für Entwickler gerettet
- Haltbarkeit von ferroelektrischen Speichern wurde 100-fach erhöht
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
Datenspuren '26 - die 23.te Ausgabe seit 2004
d-hubs - Gestern 23:35 Uhr -
"Windows 11 macht mich langsam wahnsinnig aber was macht ihr aben
Doodle - Gestern 13:36 Uhr -
Die LibreOffice Conference :: 8 Konferenz-Tracks,
d-hubs - Vorgestern 23:29 Uhr -
Immich v 3.2.0 :: mit mittlerweile weit mehr als 2.000 Beiträgern
d-hubs - Vorgestern 08:50 Uhr -
CPU Lüfter für AMD Ryzen 9 5900x
landbastler - 11.09. 19:38 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen