MS Teams bekommt neue Funktion, die in Zeiten von KI nicht fehlen darf

KI-generierte Deepfakes werden zu einem wachsenden Problem, da Betrüger zunehmend auch Live-Videostreams fälschen. Daher plant Microsoft jetzt eine neue Funktion für Teams, die Anwender vor künstlich erzeugten Audio- und Videoinhalten warnen soll.
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  • Microsoft rüstet Teams gegen manipulierte Video- und Audiostreams
  • Eine neue Schnittstelle bindet spezialisierte Erkennungsdienste Dritter ein
  • Warnhinweise in der Oberfläche informieren Besprechungsorganisatoren
  • Microsoft selbst entwickelt keine eigene Technologie zur Deepfake-Erkennung
  • Kriminelle und betrügerische Bewerber nutzen zunehmend generative KI-Tools
  • Die weltweite Einführung auf allen gängigen Plattformen startet im November

Deepfakes als Risiko in Meetings

Microsoft hat in den letzten Wochen wieder fleißig an neuen Funktionen für Teams gearbeitet. Die Software erhielt eine Wiederherstellungsoption, führt in Zukunft Alters-Cheks durch und bietet Schutz vor externen Bots in Meetings. Ein weiterer Sicherheitsmechanismus, der in Zeiten von KI und Deepfakes nicht fehlen darf, wird bald ebenfalls implementiert.

So soll Microsofts Kooperations- und Videokonferenz-Plattform eine neue Schutzfunktion erhalten, die gefälschte Audio- und Videostreams erkennt und im Zweifelsfall Alarm schlägt. Nutzer sollen so vor Betrügern und Täuschungsversuchen geschützt werden.


Integriertes Warnsystem

Dazu planen die Entwickler aus Redmond die Einführung einer Schnittstelle für spezialisierte Drittanbieter. Die Provider sollen Lösungen bereitstellen, die den laufenden Video- und Audiostream während einer Konferenz analysieren. Sobald die Systeme synthetische oder manipulierte Medien registrieren, leiten sie entsprechende Warnsignale an die Konferenz-Teilnehmer weiter. Dann blendet die Software entsprechende Warnungen und Steuerungselemente in der Bedienoberfläche ein, sodass Meeting-Organisatoren umgehend reagieren können.

Wie Microsoft in einem Eintrag in der AI at Work Roadmap betont, stellt das Unternehmen selbst keine eigene Erkennungstechnologie bereit. Stattdessen beschränkt sich der Konzern auf die reine Plattformintegration entsprechender externer Dienste.

Die rasante Entwicklung generativer KI-Modelle hat es in den vergangenen Jahren vereinfacht, nahezu lebensechte Fälschungen zu produzieren. Neben kriminellen Netzwerken greifen auch immer mehr Bewerber auf solche Werkzeuge zurück. Sie versuchen, in Vorstellungsgesprächen Fähigkeiten vorzutäuschen, die sie in der Realität nicht besitzen. Bisher bot die Plattform keinen Mechanismus zum Schutz vor synthetischen Medieninhalten.

Weltweiter Start im November

Der weltweite Start der neuen Sicherheitsfunktion ist für November 2026 vorgesehen. Die Neuerung soll für PCs, Mac, iOS und Android zur Verfügung stehen. Die Plattformintegration wird dabei global für alle Anwender ausgerollt.

Völlig unklar bleibt derzeit noch, welche konkreten Drittanbieter ihre Erkennungsdienste für Teams bereitstellen werden. Ebenso offen ist die Frage, ob Administratoren die Werkzeuge über zentrale Verwaltungsrichtlinien einrichten müssen oder ob sie als Erweiterung über den integrierten Store der Software bezogen werden können.

Nutzt ihr Teams beruflich und hattet schon einmal einen Vorfall mit einem Deepfake? Was haltet ihr von der Integration von Drittanbieterdiensten zum Schutz? Sagt es uns in den Kommentaren.

Download Microsoft Teams - Slack-Konkurrent für Office 365 Siehe auch:
Felix Krauth

Redakteur für Windows & Hardware

War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

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