SSD-Ausfälle: Windows-11-Update macht Speicherlaufwerke unlesbar

Das neueste Windows 11 Patchday-Update KB5063878 sorgt erneut für Probleme. Nutzer berichten über SSD-Ausfälle, die beim Schreiben größerer Datenmengen auftreten können und die Speicherlaufwerke komplett unzugänglich machen.
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Neue Probleme mit Windows 11-Update

Das Windows-11-Update zum Patch-Day im August KB5063878 wurde letzte Woche ausgerollt und brachte einige neue Funktionen für das Betriebssystem mit. Gleichzeitig sorgte die Aktualisierung aber auch für Schwierigkeiten. So schlugen etwa Update-Versuche über WSUS massenhaft fehl. Jetzt scheint zudem noch ein weiteres ernstes Problem hinzuzukommen.

So kommt es nach dem Update bei einigen SSDs während großer Schreibvorgänge zu Ausfällen. Jedoch scheinen nicht alle Nutzer und Speicherlaufwerke gleichermaßen betroffen zu sein.


SSD-Ausfälle bei großen Datenübertragungen

Das Problem tritt laut Windows-Nutzern (via NichePCGamer) auf, wenn kontinuierlich große Datenmengen von etwa 50 GB oder mehr auf die SSD geschrieben werden. In solchen Situationen wurden vermehrt Ausfälle beobachtet. Nach einem Neustart erkennt Windows die SSD möglicherweise gar nicht mehr, wodurch die Partition unzugänglich wird.

Besonders betroffen sind SSDs mit Phison-Controllern, aber auch andere Modelle zeigen Probleme. Die Liste der bisher als betroffenen identifizierten Laufwerke umfasst unter anderem:

  • Corsair Force MP600
  • SSDs mit Phison PS5012-E12-Controller
  • Kioxia Exceria Plus G4
  • Fikwot FN955
  • SSD mit InnoGrit-Controller
  • Maxio SSD
  • Kioxia M.2 SSD
  • SanDisk Extreme Pro M.2 NVMe 3D

Mögliche Ursachen

Die genaue Ursache könnte laut Spekulationen in einer Regression auf Treiber- oder Kernel-Ebene liegen, die mit dem Update eingeführt wurde. Diese führt wohl zu einer fehlerhaften Behandlung längerer sequenzieller Schreibvorgänge, was letztendlich zu einem Controller-Lockup führt und das Laufwerk für das Betriebssystem unlesbar macht.

Phison-Controller sind eventuell besonders anfällig für dieses Problem, da sie wohl eine spezifische Firmware-Architektur verwenden, die mit den Änderungen in KB5063878 kollidiert. Der PS5012-E12-Controller, der in vielen Gaming-SSDs verbaut ist, zeigt momentan die häufigsten Ausfälle.

Übergangslösungen und Schutzmaßnahmen

Das Ausmaß des Problems ist bisher nicht geklärt. Momentan gibt es nur wenige Berichte darüber. Dennoch sollten Besitzer der oben aufgelisteten SSD-Modelle als Vorsichtsmaßnahme vorerst wohl auf längere Schreibvorgänge verzichten oder zumindest regelmäßige Backups auf einem nicht betroffenen Laufwerk oder in der Cloud anlegen.

Einige Anwender berichten, dass zumindest das Deaktivieren des Write-Cachings in den Laufwerkseigenschaften das Problem temporär mildern kann. Microsoft hat bisher keine offizielle Stellungnahme zu diesem Problem veröffentlicht.

Wiederkehrendes Muster bei Windows-Updates

Dieses Problem zeigt ein bekanntes Muster bei Windows-Updates: Während Patches alte Probleme beheben sollen, führen sie manchmal neue und unerwartete Schwierigkeiten ein. Das August-Update sollte ursprünglich anhaltende Leistungsprobleme lösen, die Gamer monatelang frustriert hatten, doch jetzt steht wohl erst einmal die Behebung der vermeintlichen SSD-Probleme im Fokus.

Historisch gesehen sind SSD-bezogene Bugs nach Windows-Updates nichts völlig Neues. Bereits 2019 verursachte ein Windows 10-Update ähnliche Schwierigkeiten mit NVMe-Laufwerken, die erst nach mehreren Wochen vollständig behoben wurden.

Habt ihr bereits Probleme mit dem neuesten Windows 11-Update erlebt? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Windows-11-Update KB5063878 verursacht anscheinend SSD-Ausfälle
  • Probleme treten bei großen Schreibvorgängen ab circa 50 GB auf
  • Besonders SSDs mit Phison-Controllern sind von den Ausfällen betroffen
  • Nach Neustart werden betroffene Laufwerke möglicherweise nicht mehr erkannt
  • Die Ursache liegt vermutlich in fehlerhafter Behandlung sequenzieller Schreibvorgänge
  • Deaktivieren des Write-Cachings kann das Problem möglicherweise mildern
  • Microsoft hat bislang keine offizielle Stellungnahme veröffentlicht

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