FritzOS 8.50 ist fertig: Diese Nutzer bekommen es als Erste, das ist neu

Wie schützt die FritzBox 7690 mit dem neuen FritzOS 8.50 das Heimnetzwerk vor Tracking? Das Update integriert dafür erstmals eigene DNS-Filterlisten direkt auf dem Router. Obendrein priorisiert die Software wichtige Anwendungen vollautomatisch.

    FritzOS 8.50 bringt neue DNS-Filter

    Das FritzOS 8.50 ist nach der Labor-Testphase ab sofort startklar. Die erste FritzBox, die damit ausgestattet wird, ist das Wi-Fi-7-Modell FritzBox 7690. Eine wichtige Änderung ist, dass Anwender jetzt direkt in der FritzBox DNS-Filterlisten speichern und nutzen können.

    Der neue Filter für das Domain-Name-System blockiert Server von Werbetreibenden, Tracker und Phishing-Seiten auf allen Geräten im Heimnetzwerk. Ruft ein Smartphone oder Computer eine gesperrte Adresse auf, stoppt der Router die Anfrage automatisch. Nutzer können dafür öffentlich verfügbare Filterlisten einsetzen. Das funktioniert über die WLAN-Verbindung sowie per kabelgebundenem LAN.

    Bessere Priorisierung im Netz

    Wie der Hersteller Fritz mitteilt, priorisiert der Router künftig echtzeitrelevante Anwendungen wie Videokonferenzen oder Online-Spiele vollautomatisch. Die Funktion wird in den kommenden Wochen für ausgewählte Modelle eingeführt.

    Zuvor funktionierte das nur für komplette Geräte, jetzt wird pro Anwendung priorisiert. Die Benutzeroberfläche, die standardmäßig im Browser über fritz.box oder die lokale IP-Adresse 192.168.178.1 erreichbar ist, zeigt eine aktive Priorisierung am jeweiligen Netzwerkgerät an. Nachvollziehen lässt sie sich dort noch bis zu 24 Stunden später.

    Die Failsafe-Funktion wird erweitert. Modelle für den 4G- und 5G-Mobilfunk können das Internet nun über ein vorgeschaltetes Glasfasermodem beziehen. Fällt das Festnetz aus, springt der Mobilfunk ein. Zur besseren Übersicht dient der neue Smart Check in der MyFritzApp. Er analysiert den Zustand des Routers und warnt beispielsweise vor einer fehlenden Verbindung zu einem FritzRepeater.

    Smart Home und Telefonie

    Für das Smart Home gibt es neue Automatisierungen. Zonenbasierte Auslöser auf dem Smartphone, sogenannte Geofences, ermöglichen es, Smart-Home-Routinen mit mehreren Auslösern zu versehen. So startet ein Ablauf erst, wenn alle Bewohner das Haus verlassen haben. Intelligente Steckdosen wie die FritzSmart Energy 200 schalten sich bei Überschreitung einer festgelegten Leistung nach einer bestimmten Dauer ab. AVM FritzBox 7690Doe 7690 bekommt das große Update als erstes. Das Update, das auch einen neuen Einrichtungsassistenten für den Wechsel von DSL auf Glasfaser beim selben Anbieter enthält, wird in den kommenden Wochen für weitere aktuelle Modelle erwartet. Vorabversionen bekamen unter anderem:

    • Glasfaser-Router wie die Modelle 5690 Pro und 5590
    • DSL-Geräte wie die Varianten 7590 AX und 7530 AX
    • Kabel-Router der Serien 6690, 6670 und 6660

    Das Update bringt viele praktische Funktionen für den Alltag mit. Habt ihr FritzOS 8.50 schon auf eurem Router installiert? Teilt eure ersten Eindrücke gerne mit uns in den Kommentaren!
    Welche Router erhalten das Update?
    Der Roll-out von FritzOS 8.50 startet laut Hersteller zunächst exklusiv für das Wi-Fi-7-Modell FritzBox 7690. Bei aktivierter Auto-Update-Funktion wird die Firmware automatisch installiert, alternativ lässt sie sich über die Benutzeroberfläche manuell anstoßen.

    Weitere aktuelle Modelle sollen in den nächsten Wochen folgen. Als ziemlich sichere Kandidaten gelten Geräte, die bereits Labor-Vorabversionen erhalten haben. Dazu zählen unter anderem Router wie die 7590 AX, 5590 Glasfaser, 6690 Cable sowie verschiedene Mobilfunk-Modelle.
    Wie funktioniert der neue DNS-Filter?
    Mit dem Update können Sie direkt in der FritzBox Filterlisten für das Domain-Name-System (DNS) hinterlegen. Dies wirkt wie ein netzwerkweiter Adblocker, der Werbung, Tracker sowie Schadsoftware und Phishing-Seiten auf allen verbundenen LAN- und WLAN-Geräten blockiert.

    Sobald ein Gerät im Heimnetz versucht, eine auf den öffentlich verfügbaren Listen gesperrte Adresse aufzurufen, wird diese Anfrage automatisch vom Router gestoppt.
    Laufen Videokonferenzen jetzt stabiler?
    Das Update führt eine automatische Priorisierung für echtzeitrelevante Anwendungen ein, die laut Fritz in den kommenden Wochen für ausgewählte Modelle kommt. Während die FritzBox bisher nur komplette Endgeräte priorisieren konnte, erkennt sie nun gezielt den Datenverkehr von Videokonferenzen oder Online-Spielen und behandelt diesen bevorzugt.

    Das soll verhindern, dass parallel laufende datenintensive Anwendungen im Netzwerk etwa Videokonferenzen im Home-Office beeinträchtigen. Zur besseren Kontrolle können Sie in der Benutzeroberfläche eine aktive Priorisierung noch bis zu 24 Stunden später nachvollziehen.
    Wie hilft das Update bei Netzausfällen?
    Eine wesentliche Neuerung betrifft den sogenannten Fritz-Failsafe-Ausfallschutz für Mobilfunk-Modelle (4G und 5G). Diese Router können ihren Internetzugang nun primär über einen LAN-Anschluss beziehen, indem sie beispielsweise hinter ein Glasfasermodem geschaltet werden.

    Fällt diese kabelgebundene Festnetzverbindung durch eine Störung aus, greift der Ausfallschutz. Die Mobilfunkverbindung übernimmt dann vorübergehend die Internetversorgung im Heimnetz.
    Was bringt das Update fürs Smart Home?
    FritzOS 8.50 ermöglicht deutlich komplexere Automatisierungen. Zonenbasierte Auslöser auf dem Smartphone (Geofences) lassen sich nun für Routinen mit mehreren Bedingungen verknüpfen. So können Sie festlegen, dass eine Routine erst startet, wenn die letzte Person mit ihrem Smartphone das Haus verlassen hat.

    Ein weiteres Highlight für Nutzer der FritzBox 5690 Pro: Der Router fungiert nach dem Update als Matter-Bridge. Damit lassen sich alle Fritz-Smart-Home-Geräte und kompatible Geräte anderer Hersteller, die an der Box angemeldet sind, in bestehende Ökosysteme wie Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa integrieren und per Sprache steuern.
    Was bietet der neue Smart Check der App?
    Der neue Smart Check ist direkt auf dem Startbildschirm der MyFritzApp integriert und fasst den aktuellen Zustand des Routers übersichtlich zusammen. Er deckt Themenbereiche wie WLAN, Sicherheit und Smart Home ab.

    Die App warnt Anwender proaktiv vor Problemen und liefert konkrete Handlungsempfehlungen. Der Smart Check weist beispielsweise auf fehlende Mesh-Verbindungen zu Repeatern hin oder gibt Tipps, wie sich ungewünschte Anrufe zu Sonderrufnummern blockieren lassen.
    Zusammenfassung
    • FritzOS 8.50 erscheint als Erstes für das Routermodell FritzBox 7690
    • Integrierte DNS-Filter blockieren Tracker sowie Werbung im Heimnetz
    • Echtzeitanwendungen wie Videokonferenzen werden gezielt priorisiert
    • Ein erweiterter Failsafe-Modus sichert Festnetzausfälle per Funk ab
    • Neue Geofencing-Optionen erlauben vielseitigere Smart-Home-Abläufe
    • Die MyFritzApp analysiert über den Smart Check den Zustand des Routers

    Siehe auch:
    Nadine Juliana Dressler

    Redakteurin für Windows & Netzwerke

    Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.

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