Schlammschlacht: Trump rächt sich an Musk, will seinen Tesla verkaufen
Nur einen Tag nach der öffentlichen Auseinandersetzung zwischen Donald Trump und Elon Musk reagiert der US-Präsident auf gewohnt trotzige Weise. So will er seinen erst vor drei Monaten erworbenen Tesla Model S wieder verkaufen, um es Musk heimzuzahlen.
Um alle Spuren und Verbindungen zu Musk zu kappen, erwägt Trump keine 24 Stunden nach dem öffentlichen Schlagabtausch nun, sein erst im März erworbenes Tesla Model S wieder abzustoßen. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Weißen Hauses bestätigte, dass der Präsident überlegt, das Fahrzeug zu verkaufen oder sogar zu verschenken.
Der rote Tesla, der für etwa 80 000 Dollar (rund 70 000 Euro) gelistet ist, war Teil einer fragwürdigen Werbeaktion auf dem Rasen des Weißen Hauses. Damals hatte Trump in Anwesenheit von Musk mehrere Tesla-Modelle begutachtet und sich für das rote Model S entschieden. Aufgrund von Sicherheitsprotokollen durfte der Präsident das Fahrzeug allerdings nicht selbst fahren - es sollte stattdessen von Mitarbeitern des Weißen Hauses genutzt werden.
Die Beziehung zwischen dem Präsidenten und dem vermögendsten Mann der Welt hat sich seitdem jedoch dramatisch verschlechtert. Trump bezeichnete den Milliardär infolge seiner Kritik als "verrückt" und drohte: "Der einfachste Weg, Geld in unserem Haushalt zu sparen, Milliarden und Abermilliarden Dollar, ist, Elons staatliche Subventionen und Verträge zu kündigen."
Die Trennung von seinem Tesla wäre ein für Trump typisches trotziges Vorgehen, mit dem er es seinem Kritiker heimzahlen will. Sollte er sich tatsächlich zum Verkauf entschließen, könnte es jedoch schwierig werden, einen guten Preis zu erzielen, denn die Preise für gebrauchte Model S sind im vergangenen Jahr stärker gefallen als bei jedem anderen Modell.
Ob Trump tatsächlich seine Drohung wahrmacht und staatliche Verträge mit Musks Unternehmen kündigt, bleibt abzuwarten. Neben Tesla könnte besonders SpaceX betroffen sein, das Milliarden-Dollar-Verträge mit der US-Regierung hat. Für beide Seiten steht viel auf dem Spiel. Der Tesla auf dem Parkplatz des Weißen Hauses steht nun als Symbol für die zerbrochene Zweckallianz.
Was haltet ihr von diesem öffentlichen Zerwürfnis zwischen Trump und Musk? Welcher der beiden Männer wird als 'Sieger' aus dem Streit hervorgehen? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
Öffentlicher Streit zweier Egozentriker
Die vermeintliche Freundschaft zwischen Donald Trump und Elon Musk nimmt dieser Tage ein spektakuläres Ende. Nachdem Musk das Haushaltsgesetz des US-Präsidenten als "widerliche Abscheulichkeit" kritisiert hatte, wurde vom Weißen Haus direkt scharf zurückgeschossen.Um alle Spuren und Verbindungen zu Musk zu kappen, erwägt Trump keine 24 Stunden nach dem öffentlichen Schlagabtausch nun, sein erst im März erworbenes Tesla Model S wieder abzustoßen. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Weißen Hauses bestätigte, dass der Präsident überlegt, das Fahrzeug zu verkaufen oder sogar zu verschenken.
Der rote Tesla, der für etwa 80 000 Dollar (rund 70 000 Euro) gelistet ist, war Teil einer fragwürdigen Werbeaktion auf dem Rasen des Weißen Hauses. Damals hatte Trump in Anwesenheit von Musk mehrere Tesla-Modelle begutachtet und sich für das rote Model S entschieden. Aufgrund von Sicherheitsprotokollen durfte der Präsident das Fahrzeug allerdings nicht selbst fahren - es sollte stattdessen von Mitarbeitern des Weißen Hauses genutzt werden.
Autokauf als Zeichen der Unterstützung
Wie die New York Times berichtet, war der Autokauf im März ein deutliches Zeichen der Unterstützung für Musk, dessen Unternehmen immer noch unter wirtschaftlichem Druck steht. Tesla-Aktien waren schon damals im Sinkflug und das Unternehmen wurde zur Zielscheibe von Protesten, nachdem Musk sich als Leiter der sogenannten "Department of Government Efficiency" (DOGE) für drastische Kürzungen im Staatsapparat eingesetzt hatte. "Ich denke, er wurde von einer sehr kleinen Gruppe von Menschen sehr unfair behandelt", sagte Trump damals über Musk.Die Beziehung zwischen dem Präsidenten und dem vermögendsten Mann der Welt hat sich seitdem jedoch dramatisch verschlechtert. Trump bezeichnete den Milliardär infolge seiner Kritik als "verrückt" und drohte: "Der einfachste Weg, Geld in unserem Haushalt zu sparen, Milliarden und Abermilliarden Dollar, ist, Elons staatliche Subventionen und Verträge zu kündigen."
Aktienkurs bricht dramatisch ein
Der Streit wirkte sich unmittelbar auf den Aktienkurs von Tesla aus. Am Donnerstag fiel die Aktie um 14 Prozent, wodurch etwa 150 Milliarden Dollar an Unternehmenswert vernichtet wurden. Für Musk persönlich bedeutete das einen Vermögensverlust von rund 34 Milliarden Dollar - der zweitgrößte Tagesverlust in der Geschichte des Bloomberg-Milliardärs-Index.Die Trennung von seinem Tesla wäre ein für Trump typisches trotziges Vorgehen, mit dem er es seinem Kritiker heimzahlen will. Sollte er sich tatsächlich zum Verkauf entschließen, könnte es jedoch schwierig werden, einen guten Preis zu erzielen, denn die Preise für gebrauchte Model S sind im vergangenen Jahr stärker gefallen als bei jedem anderen Modell.
Zweckgemeinschaft statt echter Freundschaft
Der aktuelle Streit offenbart, dass die viel beachtete Allianz zwischen Trump und Musk weniger auf persönlicher Zuneigung als auf gegenseitigem Nutzen beruhte. Musk hatte etwa 275 Millionen Dollar für Trumps Wahlkampf ausgegeben und wurde dafür mit der Leitung des DOGE belohnt. Trump profitierte von Musks finanzieller Unterstützung und technologischem Know-how, während Musk Einfluss auf die Regierungspolitik erhielt.Ob Trump tatsächlich seine Drohung wahrmacht und staatliche Verträge mit Musks Unternehmen kündigt, bleibt abzuwarten. Neben Tesla könnte besonders SpaceX betroffen sein, das Milliarden-Dollar-Verträge mit der US-Regierung hat. Für beide Seiten steht viel auf dem Spiel. Der Tesla auf dem Parkplatz des Weißen Hauses steht nun als Symbol für die zerbrochene Zweckallianz.
Was haltet ihr von diesem öffentlichen Zerwürfnis zwischen Trump und Musk? Welcher der beiden Männer wird als 'Sieger' aus dem Streit hervorgehen? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Trump erwägt Verkauf seines im März gekauften Tesla Model S
- Nach Musks Kritik am Haushaltsgesetz kam es zum öffentlichen Streit
- Der 80.000 Dollar teure rote Tesla war Teil einer Werbeaktion
- Tesla-Aktien fielen nach dem Streit um 14 Prozent
- Musk verlor dadurch etwa 34 Milliarden Dollar an persönlichem Vermögen
- Trump droht mit Kündigung staatlicher Verträge und Subventionen
Siehe auch:
- Keine Astronauten mehr? Zwischen Trump und Musk eskaliert es hart
- Musk nennt Trumps Haushaltsgesetz "widerliche Abscheulichkeit"
- Überraschung bei der NASA: Trump stoppt Elon Musks Wunschkandidat
- Trump 'bestraft' Apple-CEO: iPhone-Zoll wohl als Rache für Reiseabsage
- 50-Prozent-Zölle: Trump droht der EU mit Eskalation des Handelskriegs
Thema:
Teslas Aktienkurs unter Elon
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