50-Prozent-Zölle: Trump droht der EU mit Eskalation des Handelskrieges
Die EU gerät erneut ins Visier von US-Präsident Donald Trump, denn der droht ab 1. Juni mit einem 50-Prozent-Zoll auf alle europäischen Waren. Die Verhandlungen seien "festgefahren", so Trump. Brüssel bereitet nun Gegenmaßnahmen vor, die Finanzmärkte zittern.
Die Ankündigung traf die Finanzmärkte umgehend hart. Die wichtigsten europäischen Aktienindizes in Deutschland und Frankreich brachen um fast drei Prozent ein. Besonders stark betroffen waren Aktien deutscher Automobilhersteller wie Porsche, Mercedes und BMW, die um mehr als vier Prozent nachgaben.
Die EU hat bereits umfangreiche Gegenmaßnahmen vorbereitet. Anfang Mai stellte die Europäische Kommission ein Paket mit möglichen Zöllen auf US-Importe im Wert von bis zu 95 Milliarden Euro vor. Diese Maßnahmen würden amerikanische Weine, Bourbon und andere Spirituosen, Fisch, Flugzeuge, Autos und Autoteile, Chemikalien, elektrische Ausrüstung, Gesundheitsprodukte und Maschinen betreffen.
"Die EU zieht Verhandlungen vor, aber nicht um jeden Preis. Wir bereiten uns daher weiterhin auf jedes Szenario vor", hatte EU-Handelskommissar Šefčovič in einer Erklärung betont. Doch die bisherigen Verhandlungen gestalten sich schwierig. Trump wirft der EU vor, sie habe "mächtige Handelsbarrieren, Mehrwertsteuern, lächerliche Unternehmensstrafen, nicht monetäre Handelsbarrieren, Währungsmanipulationen und unfaire und ungerechtfertigte Klagen gegen amerikanische Unternehmen" geschaffen.
Der Handelskonflikt zwischen den USA und der EU schwelt bereits seit Monaten. Im April hatte Trump bereits Zölle von zehn Prozent auf die meisten Importe aus der EU verhängt, die nach einer 90-tägigen Pause auf 20 Prozent ansteigen sollten. Zudem gelten bereits 25-prozentige Zölle auf Stahl und Aluminium sowie Autos aus der EU.
Experten befürchten, dass ein eskalierender Handelskonflikt zwischen den USA und der EU die Weltwirtschaft erheblich belasten könnte. Die Europäische Kommission schätzt, dass US-Zölle derzeit etwa 70 Prozent des EU-Warenhandels mit den USA betreffen und dieser Anteil nach weiteren US-Untersuchungen zu Pharmazeutika, Halbleitern, kritischen Mineralien und Lastwagen auf 97 Prozent steigen könnte.
Was haltet ihr von Trumps Zolldrohungen? Glaubt ihr, die EU sollte nachgeben oder hart bleiben? Teilt eure Meinung in den Kommentaren und lasst uns wissen, wie ihr die Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft einschätzt.
Siehe auch:
EU unter Druck: Trump droht mit 50-Prozent-Zoll
Die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und den USA stehen - nicht zum ersten Mal - vor einer schweren Belastungsprobe. US-Präsident Donald Trump hat am Freitag überraschend angekündigt (er sprach allerdings von "empfehlen"), ab dem 1. Juni einen pauschalen Zoll von 50 Prozent auf alle Importe aus der EU zu erheben. In einem Post auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social begründete Trump den Schritt damit, dass die Gespräche mit der EU "nirgendwo hinführen" würden.Die Ankündigung traf die Finanzmärkte umgehend hart. Die wichtigsten europäischen Aktienindizes in Deutschland und Frankreich brachen um fast drei Prozent ein. Besonders stark betroffen waren Aktien deutscher Automobilhersteller wie Porsche, Mercedes und BMW, die um mehr als vier Prozent nachgaben.
Die Europäische Union, die in erster Linie gegründet wurde, um die USA im Handel auszunutzen, ist echt schwierig im Umgang. Ihre starken Handelsbarrieren, Mehrwertsteuern, lächerlichen Unternehmensstrafen, nicht monetären Handelsbarrieren, Währungsmanipulationen, unfairen und ungerechtfertigten Klagen gegen amerikanische Unternehmen und vieles mehr haben zu einem Handelsdefizit mit den USA von mehr als 250.000.000 Dollar pro Jahr geführt, eine Zahl, die völlig inakzeptabel ist. Unsere Gespräche mit ihnen führen zu nichts! Deshalb schlage ich vor, ab dem 1. Juni 2025 einen pauschalen Zoll von 50 Prozent auf die Europäische Union zu erheben. Wenn das Produkt in den USA hergestellt wird, gibt es keinen Zoll. Danke fürs Lesen!Laut Reuters kommt die Drohung zu einem kritischen Zeitpunkt. Die EU-Handelskommission hatte erst kürzlich einen neuen Verhandlungsvorschlag an die USA übermittelt, um die Gespräche wiederzubeleben. EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič und sein US-Amtskollege Jamieson Greer sollten am Freitagnachmittag telefonieren, um den Stand der Verhandlungen zu bewerten. Trumps Ankündigung erfolgte nur wenige Stunden vor diesem geplanten Gespräch.
Die EU hat bereits umfangreiche Gegenmaßnahmen vorbereitet. Anfang Mai stellte die Europäische Kommission ein Paket mit möglichen Zöllen auf US-Importe im Wert von bis zu 95 Milliarden Euro vor. Diese Maßnahmen würden amerikanische Weine, Bourbon und andere Spirituosen, Fisch, Flugzeuge, Autos und Autoteile, Chemikalien, elektrische Ausrüstung, Gesundheitsprodukte und Maschinen betreffen.
"Die EU zieht Verhandlungen vor, aber nicht um jeden Preis. Wir bereiten uns daher weiterhin auf jedes Szenario vor", hatte EU-Handelskommissar Šefčovič in einer Erklärung betont. Doch die bisherigen Verhandlungen gestalten sich schwierig. Trump wirft der EU vor, sie habe "mächtige Handelsbarrieren, Mehrwertsteuern, lächerliche Unternehmensstrafen, nicht monetäre Handelsbarrieren, Währungsmanipulationen und unfaire und ungerechtfertigte Klagen gegen amerikanische Unternehmen" geschaffen.
Der Handelskonflikt zwischen den USA und der EU schwelt bereits seit Monaten. Im April hatte Trump bereits Zölle von zehn Prozent auf die meisten Importe aus der EU verhängt, die nach einer 90-tägigen Pause auf 20 Prozent ansteigen sollten. Zudem gelten bereits 25-prozentige Zölle auf Stahl und Aluminium sowie Autos aus der EU.
Experten befürchten, dass ein eskalierender Handelskonflikt zwischen den USA und der EU die Weltwirtschaft erheblich belasten könnte. Die Europäische Kommission schätzt, dass US-Zölle derzeit etwa 70 Prozent des EU-Warenhandels mit den USA betreffen und dieser Anteil nach weiteren US-Untersuchungen zu Pharmazeutika, Halbleitern, kritischen Mineralien und Lastwagen auf 97 Prozent steigen könnte.
Was haltet ihr von Trumps Zolldrohungen? Glaubt ihr, die EU sollte nachgeben oder hart bleiben? Teilt eure Meinung in den Kommentaren und lasst uns wissen, wie ihr die Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft einschätzt.
Zusammenfassung
- Trump droht mit 50-Prozent-Zoll auf EU-Importe ab dem 1. Juni 2025
- Finanzmärkte reagieren mit Einbrüchen, besonders Automobilaktien fallen
- Trump wirft der EU unfaire Handelspraktiken und ein hohes Defizit vor
- EU bereitet Gegenmaßnahmen mit möglichen Zöllen von bis zu 95 Mrd. Euro vor
- Der Handelskonflikt schwelt bereits seit Monaten mit bestehenden Zöllen
- Experten befürchten erhebliche Belastungen für die Weltwirtschaft
Siehe auch:
- Trump droht Apple: iPhone-Produktion in den USA oder 25% Strafzölle
- "Das will ich nicht!": Trump schimpft über iPhone-Fertigung in Indien
- Katar-Jumbo: Trump sieht kein Problem, Umrüstung wäre ein Albtraum
- Trump feuert Chefin der Copyright-Behörde, weil sie KI-skeptisch war
- iPhones werden teurer: "Neue Features" statt Trump-Zölle als Ausrede
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