RTX 5090 knackt Passwörter in Minuten:
So schützen sich Nutzer
Wie schnell knackt moderne Hardware Passwörter? Neue Simulationen mit der RTX 5090 liefern alarmierende Ergebnisse. Gleichzeitig zeigen die Berechnungen auch, welche Fehler Nutzer bei der Passwortwahl unbedingt vermeiden sollten.
Das Cybersicherheitsunternehmen Hive Systems testet seit 2020 regelmäßig die Grenzen des Passwort-Knackens. In der jüngsten Aktualisierung seines sogenannten Password Tables zeigt das Unternehmen, wie lange es unter Einsatz der neuesten Hardware dauert, um unterschiedlich starke Passwort-Hashes per Brute-Force-Methode zu entschlüsseln. Die Ergebnisse sind alarmierend und zeigen eindrucksvoll die kritischen Fehler auf, die Nutzer bei der Passwortwahl unbedingt vermeiden sollten.
Im Vergleich zu 2024 hat sich die Zeit zum Knacken von Passwörtern mit den neuen Grafikprozessoren um fast 20 Prozent verringert. Für ein Passwort aus acht Kleinbuchstaben benötigen die Chips gerade einmal drei Wochen. Andere Ergebnisse sind noch erschreckender. So würde das Knacken eines achtstelligen Passworts, das nur aus Ziffern besteht, mit den zwölf GPUs nur 15 Minuten dauern. Mit einer Kombination aus Ziffern und Buchstaben springt die Zeitspanne schon auf 62 Jahre. Fügt man Sonderzeichen hinzu, wächst sie auf 164 Jahre ununterbrochener Rechenarbeit.
Passwörter knacken mit 12 RTX 5090-GPUs
Im Vergleich zur Geforce RTX 4090 bietet Nvidias neueste GPU-Generation damit eine Leistungssteigerung von 33 Prozent. Allerdings gewinnt eine einzelne Geforce RTX 5090 bei zunehmend komplexen Passwörtern einen erheblichen Vorteil und wird bei Passwörtern mit Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen doppelt so schnell.
Selbst wenn jemand viel Geld ausgeben und eine Armee von Hochleistungsgrafikkarten einsetzen würde - etwa die 10.000 A100 Tensor Core GPUs von Nvidia, mit denen OpenAI angeblich ChatGPT-3 trainiert hat - wäre ein starkes Passwort sicher. Ein zehnstelliges Passwort mit Groß- und Kleinbuchstaben würde mehr als ein durchschnittliches Menschenleben, nämlich 112 Jahre, zum Knacken benötigen. Für ein vierzehnstelliges Passwort mit Sonderzeichen, Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben würden selbst mit der genannten GPU-Rechenleistung 52 Milliarden Jahre benötigt.
Auch wenn der Password Table 2025 die Zeit angibt, die maximal für das Knacken der Passwörter benötigt wird, ist er dennoch eine aufschlussreiche Erinnerung daran, dass komplexe, längere Passwörter stets sicherer sind als die typischen schwachen Passwörter, die viele Nutzer immer noch verwenden.
Was denkt ihr über diese Entwicklung? Nutzt ihr bereits einen Passwortmanager, oder habt ihr eine andere Strategie für sichere Passwörter? Teilt eure Erfahrungen und Tipps gerne in den Kommentaren!
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Siehe auch:
Unzureichende Passwörter
In seinem letzten Sicherheitsreport 2024 meldete Microsoft über 600 Millionen tägliche Angriffe auf die Passwörter seiner Nutzer. Daher drängt das Unternehmen auf eine passwortlose Zukunft mit Passkeys und macht bei immer weiteren seiner Dienste Multi-Faktor-Authentifizierung zur Pflicht, wie zuletzt bei Azure. Trotzdem nutzen viele Privatpersonen immer noch kurze und einfache Passwörter - selbst die US-Geheimdienstchefin. Das wird allerdings immer gefährlicher, wie eine neue Untersuchung jetzt zeigt.Das Cybersicherheitsunternehmen Hive Systems testet seit 2020 regelmäßig die Grenzen des Passwort-Knackens. In der jüngsten Aktualisierung seines sogenannten Password Tables zeigt das Unternehmen, wie lange es unter Einsatz der neuesten Hardware dauert, um unterschiedlich starke Passwort-Hashes per Brute-Force-Methode zu entschlüsseln. Die Ergebnisse sind alarmierend und zeigen eindrucksvoll die kritischen Fehler auf, die Nutzer bei der Passwortwahl unbedingt vermeiden sollten.
Dramatischer Geschwindigkeitszuwachs beim Knacken
Hive Systems verwendet für die Berechnungen in der 2025er-Studie zwölf Nvidia Geforce RTX 5090-Grafikkarten als Grundlage. Die Chips stellen derzeit die leistungsstärksten Consumer-GPUs dar und bieten enorme Rechenleistung. Im Vorjahr nutzte das Unternehmen noch zwölf Einheiten des Vorgängermodells RTX 4090.Im Vergleich zu 2024 hat sich die Zeit zum Knacken von Passwörtern mit den neuen Grafikprozessoren um fast 20 Prozent verringert. Für ein Passwort aus acht Kleinbuchstaben benötigen die Chips gerade einmal drei Wochen. Andere Ergebnisse sind noch erschreckender. So würde das Knacken eines achtstelligen Passworts, das nur aus Ziffern besteht, mit den zwölf GPUs nur 15 Minuten dauern. Mit einer Kombination aus Ziffern und Buchstaben springt die Zeitspanne schon auf 62 Jahre. Fügt man Sonderzeichen hinzu, wächst sie auf 164 Jahre ununterbrochener Rechenarbeit.
Passwörter knacken mit 12 RTX 5090-GPUs
Im Vergleich zur Geforce RTX 4090 bietet Nvidias neueste GPU-Generation damit eine Leistungssteigerung von 33 Prozent. Allerdings gewinnt eine einzelne Geforce RTX 5090 bei zunehmend komplexen Passwörtern einen erheblichen Vorteil und wird bei Passwörtern mit Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen doppelt so schnell.
Sicherheit durch Länge und Komplexität
Nutzer mit einem 13-stelligen Passwort aus Zahlen sowie Groß- und Kleinbuchstabenbefinden sich laut Hive Systems in der grünen Zone. Es würde derzeit 56 Milliarden Jahre dauern, um ein entsprechendes Passwort zu knacken.Selbst wenn jemand viel Geld ausgeben und eine Armee von Hochleistungsgrafikkarten einsetzen würde - etwa die 10.000 A100 Tensor Core GPUs von Nvidia, mit denen OpenAI angeblich ChatGPT-3 trainiert hat - wäre ein starkes Passwort sicher. Ein zehnstelliges Passwort mit Groß- und Kleinbuchstaben würde mehr als ein durchschnittliches Menschenleben, nämlich 112 Jahre, zum Knacken benötigen. Für ein vierzehnstelliges Passwort mit Sonderzeichen, Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben würden selbst mit der genannten GPU-Rechenleistung 52 Milliarden Jahre benötigt.
Passwortmanager nutzen
Die Lektion daraus? Passwortlänge und Zeichenvielfalt - besonders Sonderzeichen - sind nach wie vor entscheidend. Da Consumer-GPUs immer schneller werden, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, einen Passwortmanager wie 1Password oder Bitwarden zu verwenden und sich nicht mehr auf Passwörter mit weniger als zwölf Zeichen zu verlassen.Auch wenn der Password Table 2025 die Zeit angibt, die maximal für das Knacken der Passwörter benötigt wird, ist er dennoch eine aufschlussreiche Erinnerung daran, dass komplexe, längere Passwörter stets sicherer sind als die typischen schwachen Passwörter, die viele Nutzer immer noch verwenden.
Was denkt ihr über diese Entwicklung? Nutzt ihr bereits einen Passwortmanager, oder habt ihr eine andere Strategie für sichere Passwörter? Teilt eure Erfahrungen und Tipps gerne in den Kommentaren!
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Zusammenfassung
- Hive Systems nutzt zwölf RTX 5090 GPUs für Passwort-Cracking-Tests 2025
- Achtstelliges Passwort aus Ziffern wird in nur 15 Minuten geknackt
- Mit Kombination aus Ziffern und Buchstaben steigt die Knackzeit auf 62 Jahre
- Im Vergleich zu 2024 ist die Knackzeit um fast 20 Prozent gesunken
- 13-stellige Passwörter aus Zahlen und Groß-/Kleinbuchstaben gelten als sicher
- Passwortlänge und Zeichenvielfalt bleiben entscheidend für Sicherheit
- Passwortmanager werden für sichere Kennwörter mit mehr als 12 Zeichen empfohlen
Siehe auch:
- US-Geheimdienstchefin nutzte jahrelang dasselbe schwache Passwort
- Passwortlose Zukunft: Microsoft stellt neue Konten auf Passkeys um
- Passwort-Irrsinn: Sicherheitsrisiko Windows Remote-Desktop-Protokoll
- Bösartige Chrome-Erweiterungen können Passwortmanager imitieren
- BSI deckt Sicherheitslücken in beliebten Passwortmanagern auf
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