US-Geheimdienstchefin nutzte jahrelang dasselbe schwache Passwort
Die für US-Nachrichtendienste hauptverantwortliche Tulsi Gabbard hat jahrelang dasselbe schwache Passwort für mehrere Online-Konten verwendet. Das leicht zu knackende Passwort enthielt einen Begriff, der wohl eine persönliche Bedeutung für die Politikerin hat.
Die Daten zeigen, dass Gabbard während ihrer Zeit im Kongress (2013-2021) ein identisches Passwort für mehrere persönliche Accounts verwendete. Betroffen waren unter anderem ihr Gmail-Konto, LinkedIn, Dropbox sowie Konten bei MyFitnessPal und dem inzwischen eingestellten E-Commerce-Anbieter HauteLook. Hinweise auf eine Verwendung des Passworts bei Regierungskonten gibt es allerdings nicht.
Wie Wired berichtet, enthielt das betreffende Passwort den Begriff "shraddha", der möglicherweise eine persönliche Bedeutung für Gabbard hat. Ehemalige Mitglieder der Science of Identity Foundation, einer Abspaltung der Hare-Krishna-Bewegung, vermuten laut einem früheren Bericht des Wall Street Journal, dass Gabbard bei ihrer angeblichen Initiation in die Gruppe den Namen "Shraddha Dasi" erhalten haben könnte. Der Begriff "Shraddha" stammt aus dem Sanskrit und bezeichnet im Hinduismus eine Zeremonie zum Gedenken an verstorbene Vorfahren, kann aber auch "Glaube" oder "Vertrauen" bedeuten. Infografik: Ein sicheres Passwort wählen
Gabbards Sprecherin Olivia Coleman wies die Vorwürfe zurück: "Die Datenlecks, auf die Sie sich beziehen, ereigneten sich vor fast zehn Jahren, und die Passwörter wurden seitdem mehrfach geändert." Zudem dementierte Gabbards Team jegliche Verbindung zur Science of Identity Foundation und bezeichnete entsprechende Berichte als "voreingenommene Lügen und Verleumdungen".
Als Direktorin der nationalen Geheimdienste beaufsichtigt Gabbard 18 US-Nachrichtendienste mit einem Gesamtbudget von rund 100 Milliarden Dollar (etwa 88,5 Milliarden Euro). Sie ist gesetzlich die wichtigste Beraterin des Präsidenten und des Nationalen Sicherheitsrats in geheimdienstlichen Angelegenheiten - und damit verantwortlich für den Schutz sensibelster Informationen der US-Regierung.
Gabbard, die 2020 als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten antrat, wechselte später ins Lager der Republikaner und wurde von Präsident Trump zur Geheimdienstkoordinatorin ernannt. Vor ihrer politischen Karriere diente sie im Irakkrieg und erreichte den Rang eines Majors in der Nationalgarde von Hawaii.
Was haltet ihr von diesem Fall? Macht ihr euch Sorgen um die Cybersicherheit hochrangiger Regierungsbeamter? Teilt eure Meinung in den Kommentaren - nutzt ihr selbst für jeden Dienst ein anderes Passwort?
Siehe auch:
Sicherheitslücken bei US-Geheimdienstchefin
Die Direktorin der US-Geheimdienste (Director of National Intelligence), Tulsi Gabbard, stand in der Vergangenheit offenbar nicht für vorbildliche Cybersicherheit, ganz im Gegenteil. Wie aus durchgesickerten Daten hervorgeht, nutzte die ehemalige Kongressabgeordnete über mehrere Jahre hinweg dasselbe schwache Passwort und das auch gleich mehreren Online-Konten. Die Praktik steht im klaren Widerspruch zu grundlegenden Sicherheitsempfehlungen und wirft Fragen zur grundsätzlichen Kompetenz der obersten Geheimdienstkoordinatorin auf - wohlgemerkt ist Fachkompetenz in der Trump-Regierung nicht gerade ein Muss.Die Daten zeigen, dass Gabbard während ihrer Zeit im Kongress (2013-2021) ein identisches Passwort für mehrere persönliche Accounts verwendete. Betroffen waren unter anderem ihr Gmail-Konto, LinkedIn, Dropbox sowie Konten bei MyFitnessPal und dem inzwischen eingestellten E-Commerce-Anbieter HauteLook. Hinweise auf eine Verwendung des Passworts bei Regierungskonten gibt es allerdings nicht.
Wie Wired berichtet, enthielt das betreffende Passwort den Begriff "shraddha", der möglicherweise eine persönliche Bedeutung für Gabbard hat. Ehemalige Mitglieder der Science of Identity Foundation, einer Abspaltung der Hare-Krishna-Bewegung, vermuten laut einem früheren Bericht des Wall Street Journal, dass Gabbard bei ihrer angeblichen Initiation in die Gruppe den Namen "Shraddha Dasi" erhalten haben könnte. Der Begriff "Shraddha" stammt aus dem Sanskrit und bezeichnet im Hinduismus eine Zeremonie zum Gedenken an verstorbene Vorfahren, kann aber auch "Glaube" oder "Vertrauen" bedeuten. Infografik: Ein sicheres Passwort wählen
Gabbards Sprecherin Olivia Coleman wies die Vorwürfe zurück: "Die Datenlecks, auf die Sie sich beziehen, ereigneten sich vor fast zehn Jahren, und die Passwörter wurden seitdem mehrfach geändert." Zudem dementierte Gabbards Team jegliche Verbindung zur Science of Identity Foundation und bezeichnete entsprechende Berichte als "voreingenommene Lügen und Verleumdungen".
Wiederholte Sicherheitsbedenken
Die Passwort-Enthüllung ist nicht der erste Sicherheitsvorfall, in den Gabbard verwickelt ist. Im März 2025 geriet sie mit anderen Regierungskolleg*innen in die Schlagzeilen, als der Chefredakteur des Magazins The Atlantic versehentlich zu einer Signal-Gruppe hinzugefügt wurde, in der über Militäroperationen im Jemen diskutiert wurde.Als Direktorin der nationalen Geheimdienste beaufsichtigt Gabbard 18 US-Nachrichtendienste mit einem Gesamtbudget von rund 100 Milliarden Dollar (etwa 88,5 Milliarden Euro). Sie ist gesetzlich die wichtigste Beraterin des Präsidenten und des Nationalen Sicherheitsrats in geheimdienstlichen Angelegenheiten - und damit verantwortlich für den Schutz sensibelster Informationen der US-Regierung.
Gabbard, die 2020 als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten antrat, wechselte später ins Lager der Republikaner und wurde von Präsident Trump zur Geheimdienstkoordinatorin ernannt. Vor ihrer politischen Karriere diente sie im Irakkrieg und erreichte den Rang eines Majors in der Nationalgarde von Hawaii.
Was haltet ihr von diesem Fall? Macht ihr euch Sorgen um die Cybersicherheit hochrangiger Regierungsbeamter? Teilt eure Meinung in den Kommentaren - nutzt ihr selbst für jeden Dienst ein anderes Passwort?
Zusammenfassung
- US-Geheimdienstchefin nutzte jahrelang schwaches Passwort für Konten
- Tulsi Gabbard verwendete gleichen Begriff für mehrere Online-Dienste
- Passwort enthielt möglicherweise persönlich bedeutsamen Sanskrit-Begriff
- Gabbards Team weist Vorwürfe zurück und dementiert religiöse Verbindung
- Früherer Sicherheitsvorfall: Versehentliche Aufnahme in Signal-Gruppe
- Als Direktorin beaufsichtigt Gabbard 18 US-Nachrichtendienste
- Gabbard wechselte von den Demokraten zu den Republikanern
Siehe auch:
- China wirft US-Geheimdienst NSA gezielte Angriffe auf IT-Systeme vor
- US-Geheimdienstchefin stellt sich bei Krypto-Attacke vor Apple
- FBI & Partner zerschlagen Botnetz russischer Geheimdienst-Helfer
- US-Geheimdienste wollen Hosen mit integrierter Videokamera
- VirusTotal verliert Nutzerdaten von Behörden und Geheimdiensten
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