Empörung über Musk nach "Stalin, Hitler und Mao waren keine Mörder"

Der Tech-Milliardär Elon Musk sorgt erneut für einen Skandal: Auf der Plattform X teilte er einen Beitrag, der Hitler, Stalin und Mao von Massenmorden freispricht und die Schuld an Genoziden "Staats­be­diens­te­ten" gab. Nach heftiger Kritik löschte er den Post.

Neue Kontroverse um Elon Musk

Der Tech-Milliardär und Trump-Berater Elon Musk hat auf seiner Plattform X einen höchst umstrittenen Beitrag geteilt. Darin wurde behauptet, nicht Hitler, Stalin und Mao seien für Millionen von Toten verantwortlich gewesen, sondern deren Angestellte im öffentlichen Dienst. Der Post erreichte etwa eine halbe Million Nutzer, bevor Musk ihn nach massiver Kritik wieder löschte.

Wie die New York Times schreibt, steht der Vorfall in direktem Zusammenhang mit Musks Rolle als Leiter der "Department of Government Efficiency". In dieser Position führt er einen Kampf gegen Bundesangestellte, denen er Betrug vorwirft und zum Jobwechsel rät.

Gewerkschaften reagieren empört

Lee Saunders, Präsident der Gewerkschaft American Federation of State, County and Municipal Employees (AFSCME), wies Musks indirekte Behauptungen (und einen Repost kann und muss man so sehen) entschieden zurück:

Amerikas Beschäftigte im öffentlichen Dienst - unsere Krankenpfleger, Lehrer, Feuerwehrleute und Bibliothekare - haben sich dafür entschieden, unsere Gemeinden sicher, gesund und starkzumachen, statt reich zu werden. Sie sind nicht, wie der vermögendste Mann der Welt andeutet, Völkermörder.
Lee Saunders, AFSCME-Präsident

Wie die New York Times berichtet, steht der Vorfall wenig überraschend in direktem Zusammenhang mit Musks Rolle als Quasi-Leiter der Quasi-Behörde "Department of Government Efficiency" (Doge). In dieser Position führt er einen Kampf gegen Bundesangestellte, denen er Betrug vorwirft und zum Jobwechsel rät.

Antisemitismus-Vorwürfe

Die Anti-Defamation League bezeichnete den Beitrag als "zutiefst verstörend". Es sei unverantwortlich, wenn jemand mit einer so großen Reichweite - Musk hat über 219 Millionen Follower - derartige Rhetorik verbreite, die die Ernsthaftigkeit dieser Themen untergrabe.

Bereits im Januar hatte Musk bei einer Rede auf einer Konferenz der rechtsextremen Alternative für Deutschland erklärt, es gebe "offen gesagt zu viel Fokus auf vergangene Schuld". Zudem machte er beim Amtsantritt von Donald Trump eine Geste, die mehr als nur ein wenig einem Nazi-Gruß ähnelte. Musks Verhalten zieht auch wirtschaftliche Konsequenzen nach sich: Der Tesla-Aktienkurs ist seit Dezember um etwa 50 Prozent eingebrochen.

Was denkt ihr über Musks Verhalten? Ist er tatsächlich völlig durchgeknallt und nach rechts abgedriftet oder ist das teilweise "nur" Provokation? Teilt eure Meinung zu diesem aktuellen Fall in den Kommentaren mit uns.

Zusammenfassung
  • Elon Musk teilt kontroversen Beitrag auf X über Hitler, Stalin und Mao
  • Post gibt 'Staatsbediensteten' Schuld an Genoziden statt Diktatoren
  • Musk löscht Beitrag nach heftiger Kritik, erreichte eine halbe Million Nutzer
  • Vorfall steht in Zusammenhang mit Musks Rolle als Regierungsberater
  • Gewerkschaftspräsident weist Musks indirekte Behauptungen zurück
  • Anti-Defamation League bezeichnet Musks Verhalten als unverantwortlich
  • Tesla-Aktienkurs seit Dezember um etwa 50 Prozent eingebrochen

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