Musk dreht frei: Tesla-Proteste seien bezahlt - Inhaftierungen gefordert

Während die Tesla-Aktie abstürzt und die Proteste zunehmen, sucht Elon Musk die Schuldigen. Ohne Beweise zu liefern, behauptet er, die Demon­stran­ten seien bezahlt. Außerdem fordert er die Inhaftierung angeblicher Geldgeber.
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Tesla-Aktie im Sinkflug, Musk sucht Schuldige

Die Tesla-Aktie befindet sich auf Talfahrt. Neben schwächelnden Verkaufszahlen - das Unternehmen wird in Kürze voraussichtlich die schlechtesten Quartalszahlen seit 2022 vermelden - belastet auch Musks umstrittene Rolle in der Trump-Administration als inoffizieller Mitarbeiter des "Department of Government Efficiency" (DOGE) das Unternehmen. Zudem kommen jetzt auch noch die zunehmenden Proteste gegen den Konzern.

Unbewiesene Vorwürfe gegen Demonstranten

Anstatt sich mit der inhaltlichen Kritik auseinanderzusetzen, greift Musk zu einer bekannten Taktik. Er diffamiert seine Kritiker. "Basierend auf den Videos, die ich bisher gesehen habe, scheint die größte Angst der bezahlten Tesla-'Protestierer' zu sein, sich richtige Arbeit besorgen zu müssen", schrieb er am Sonntag auf seiner Plattform X. Für seine Behauptung, die Demonstranten seien bezahlt, liefert er allerdings wieder einmal keinerlei Belege.


Wie Electrek berichtet, basieren Musks "Beweise" für seine Behauptungen auf fragwürdigen Annahmen. So interpretiert er etwa die Tatsache, dass Demonstranten nach dem offiziellen Ende der Aktion in kurzer Zeit alle nach Hause gingen, als Indiz für bezahlte Akteure - obwohl dies einfach bedeuten könnte, dass die Protestierenden sich an gesetzliche Auflagen halten. Die Tesla Takedown-Bewegung, gegen die er schießt, begann im Februar auf Bluesky und hat mittlerweile weltweit Anhänger gefunden.

Muster von unbelegten Anschuldigungen

Doch die Protestierenden sind nicht die Einzigen, gegen die Musk schwerwiegende Vorwürfe ohne Belege erhebt. So beschuldigt er seinen ehemaligen Geschäftspartner Reid Hoffman, die Proteste zu finanzieren - eine Behauptung, die dieser entschieden zurückweist. Vor drei Wochen sagte Musk außerdem, auch die Spendenplattform ActBlue würde für die Proteste gegen Tesla bezahlen.

Eskalation statt Dialog

Statt einen Dialog zu suchen, fordert Musk inzwischen sogar die Verhaftung derjenigen, die angeblich hinter den Protesten stehen. "Es ist Zeit, diejenigen zu verhaften, die die Attacken finanzieren", schrieb er, ohne Beweise für illegale Aktivitäten vorzulegen. Präsident Trump hat bereits sein Vorhaben angekündigt, Vandalismus gegen Tesla-Eigentum als "Inlands-Terrorismus" einzustufen, der mit Bundesverfolgung und harten Gefängnisstrafen geahndet werden soll.

Zusammenfassung
  • Tesla-Aktie auf Talfahrt wegen schwacher Verkaufszahlen und Protesten
  • Musk beschuldigt Demonstranten ohne Beweise, bezahlt zu sein
  • Musks 'Beweise' basieren auf fragwürdigen Annahmen und Interpretationen
  • Musk fordert Verhaftung angeblicher Geldgeber der Proteste
  • 'Tesla Takedown'-Bewegung gewinnt weltweit an Unterstützern
  • Trump plant, Vandalismus gegen Tesla als 'Inlands-Terrorismus' einzustufen

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