USA verlagern Wettervorhersage bis Ende 2027 in die Google Cloud

Auch Wettervorhersagen werden künftig vermehrt aus der Cloud kommen. Die US NOAA hat jetzt angekündigt, dass man die Infra­struktur von Google für den Betrieb und die Erstellung von Wetter­modellen nutzen will. Die Cloud soll die großen Supercomputer zunehmend ersetzen.
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NOAA setzt voll auf kommerzielle Partner

Staatliche Stellen in den USA und Großbritannien machen sich mit der Verlagerung der Berechnungen für die Erstellung von Wettervorhersagen zu kommerziellen Cloud-Anbietern immer stärker von Technologiekonzernen wie Google abhängig. Jetzt hat die US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) einen entsprechenden Schritt angekündigt.

Bis Ende 2027 soll das sogenannte Weather and Climate Operational Supercomputing System, das vom nationalen Wetterdienst der Vereinigten Staaten betrieben wird, vollständig in die Google Cloud verlagert werden. Dabei wandert auch die Software für die Erstellung der Wetterdaten des Wetterdienstes zur Analyse in Googles Rechenzentren.

Langsamer Abschied von großen Supercomputern

Die NOAA hat dafür nach eigenen Angaben entsprechende Verträge mit Google als kommerziellem Anbieter von Cloud-Services geschlossen. Bisher betreibt die Firma General Dynamics im Auftrag der NOAA eine Reihe von dedizierten Supercomputern, um Wettermodelle zu erstellen und Vorhersagen zu liefern.

Zuletzt handelte es sich dabei um die in Rechenzentren in den Bundesstaaten Virginia und Arizona betriebenen Systeme "Dogwood" und "Cactus" aus der Entwicklung von HP Enterprise Cray, die eine Leistung von fast 14 PetaFLOPS für Wettervorhersagen liefern. Mit der Verlagerung der Berechnungen in die Cloud will die NOAA vor allem schneller neue Vorhersagen liefern können, um so auf extreme Wetterlagen zu reagieren.

Bei Bedarf könnten Cloud-Systeme größere Rechenkapazitäten zur Verfügung stellen, um so zum Beispiel während der Hurrikan-Saison mehr Berechnungen anzustellen. Zusätzlich will man die KI-Tools von Google DeepMind nutzen, um die eigenen Fähigkeiten bei der Vorhersage des Wetters mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz zu verbessern.

Google will für die Bedürfnisse der NOAA auf die sogenannten Google Cloud H4D VMs setzen, die auf Epyc-Prozessoren von AMD laufen. Die Instanzen können wie eine Art Virtual Machine betrieben werden, weil sie unter einem Hypervisor laufen, der Googles Networking- und Orchestration-Werkzeuge integriert. Auf diese Weise ist die Synchronisation zur Erledigung großer Rechenaufträge ähnlich wie bei Supercomputern möglich, heißt es.

Zusammenfassung
  • US-Wetterbehörde NOAA verlagert Berechnungen in die Google Cloud
  • Bis Ende 2027 soll das gesamte Vorhersagesystem dorthin wandern
  • Bisher betreibt General Dynamics dafür dedizierte Supercomputer
  • Die Cloud wird für flexiblere Rechenkapazitäten genutzt werden
  • Zusätzlich sollen KI-Tools von Google DeepMind zum Einsatz kommen

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