IBM: Rückkehr zur Büro-Pflicht zielt auf Kündigung älterer Mitarbeiter ab

IBM forciert die Rückkehr ins Büro und setzt offenbar gezielt ältere Mitarbeiter unter Druck. Das Unternehmen verlangt von lang­jäh­rigen Remote-Arbeitern, an bestimmte Standorte umzuziehen oder zu kündigen. Kritiker sehen darin eine versteckte Kündigungswelle.
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Umzug oder Kündigung: IBMs harte Linie

Der IT-Gigant IBM verschärft seinen Kurs bei der Rückkehr ins Büro und gerät dabei in die Kritik. Laut Insidern zielt die neue "Co-Location"-Strategie des Unternehmens besonders auf ältere und damit entsprechend teurere Mitarbeiter ab. Die Anweisung lautet: Umzug an einen der acht strategischen Standorte in den USA oder eben Kündigung.

Seit 2024 müssen bei IBM bereits Manager und Führungskräfte mindestens drei Tage pro Woche im Büro erscheinen. Nun weitet das Unternehmen diese Politik schrittweise auf alle Mitarbeiter aus. Betroffen sind sowohl Angestellte, die während der Corona-Pandemie ins Homeoffice wechselten, als auch jene, die seit 15 oder mehr Jahren von zu Hause aus arbeiten.

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Wie The Register berichtet, sehen viele Betroffene in der Maßnahme eine versteckte Entlassungswelle. Ein IBM-Mitarbeiter erklärte gegenüber dem Portal: "Dieses Programm soll die Leute nicht nur zurück ins Büro bringen, sondern Teams mit gemeinsamen Arbeitsfunktionen am selben Ort zusammenführen. IBM hat kürzlich allen US-Mitarbeitern vorgeschrieben, sich an strategischen Standorten zusammenzufinden oder zu kündigen." Infografik Arbeitswelt: In diesen Branchen ist Homeoffice am meisten verbreitetArbeitswelt: In diesen Branchen ist Homeoffice am meisten verbreitet

Keine Unterstützung bei Umzügen

Bemerkenswert ist auch, dass IBM trotz des Drucks zum Wechsel des Arbeitsortes keinerlei finanzielle Unterstützung für Umzüge anbietet. Das steht im Gegensatz zu früheren Zeiten, als der Konzern den Spitznamen "I've Been Moved" ("Ich wurde versetzt") trug und Umzüge seiner Mitarbeiter auch großzügig unterstützte.

Die acht strategischen Standorte, an denen sich die IBM-Mitarbeiter in den USA nun konzentrieren sollen, befinden sich in New York, Illinois, Texas und North Carolina. In New York City hat das Unternehmen kürzlich ein neues Vorzeige-Büro eröffnet, das jetzt mit Leben gefüllt werden soll.

Interne Diskussionen und Spekulationen

In inoffiziellen IBM-Diskussionsforen wie Reddit teilen viele Mitarbeiter die Einschätzung, dass es sich bei der Co-Location-Strategie um eine verdeckte Entlassungswelle handelt. Ein Nutzer schrieb: "Denkt daran, das Ziel der Co-Location ist es, dass ihr kündigt. Es ist statistisch bekannt, dass die Mehrheit der Menschen nicht umziehen und stattdessen gehen wird. Das ist es, was sie von euch hoffen."

Laut eines Insiders soll es auf Führungsebene eine Debatte darüber gegeben haben, ob man einen klassischen Stellenabbau oder das Co-Location-Programm durchführen solle. Man entschied sich für Letzteres, vermutlich weil es eine breitere Gruppe von Mitarbeitern betrifft und somit die gewünschten Einsparungen bringen könnte. IBM selbst bestreitet jegliche systematische Diskriminierung, sei es aufgrund des Alters oder anderer Faktoren. Das Unternehmen verweist stattdessen auf die Vorteile der Büroarbeit für Kommunikation und Teamzusammenarbeit.

Was denkt ihr über IBMs Vorgehen? Seht ihr die Rückkehr ins Büro als notwendig für bessere Zusammenarbeit an oder eher als Strategie zur Kostensenkung? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • IBM forciert Rückkehr ins Büro, besonders für langjährige Mitarbeiter
  • Umzug an einen von acht strategischen US-Standorten oder Kündigung
  • Kritiker sehen darin versteckte Kündigungswelle für ältere Angestellte
  • Keine finanzielle Unterstützung für Umzüge seitens IBM
  • Debatte über klassischen Stellenabbau vs. Co-Location-Programm
  • IBM bestreitet Altersdiskriminierung, betont Vorteile der Büroarbeit
  • Mitarbeiter in Foren vermuten gezielte Strategien zur Kostensenkung

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