Regierung in UK: Homeoffice macht produktiver und loyaler

Mit der neuen Regierung in Großbritannien wird auch die Arbeit aus dem Homeoffice gestärkt. Dies und flexible Arbeitszeiten würden letztlich zu höherer Produktivität und einer loyalen Belegschaft führen, erklärte Wirtschaftsminister Jonathan Reynolds.
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Labour unterstützt Heimarbeit

Die jetzt regierende Labour-Partei plant die Einführung eines umfassenden Arbeitsrechtsgesetzes, das unter anderem ein "Recht auf Abschalten" außerhalb der Arbeitszeiten, ein Verbot von Null-Stunden-Verträgen und die Möglichkeit für Arbeitnehmer beinhaltet, ihre Arbeitszeit auf weniger Tage zu komprimieren. Die Pläne stoßen jedoch bei Arbeitgeberverbänden auf Widerstand, da sie steigende Personalkosten und den Wegfall von Überstunden befürchten.

Reynolds kritisierte gegenüber der BBC den früheren Tory-Minister Sir Jacob Rees-Mogg, der die Kultur des Homeoffice sowohl im öffentlichen Dienst als auch in der Privatwirtschaft beenden wollte. "Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist diese Haltung ziemlich bizarr", sagte Reynolds.


Unterstützung erhielt er dabei von der Professorin Efpraxia Zamani von der Durham University Business School. Diese unterstrich die Vorteile flexibler Arbeitsmodelle, insbesondere für Frauen. So könnten Frauen in ländlichen Gebieten durch Homeoffice auf einen größeren Arbeitsmarkt zugreifen und Beruf und Pflegeaufgaben besser vereinbaren.

Es gibt auch Nachteile

Allerdings warnte sie auch vor den Nachteilen: "Von Frauen wird oft erwartet, dass sie während der Arbeit von zu Hause auch den Haushalt erledigen und Kinder betreuen. Das fragmentiert den Arbeitstag erheblich." Zudem könnte das Arbeiten von zu Hause die Karrierechancen beeinträchtigen, da remote arbeitende Personen leicht übersehen würden.

Reynolds betonte auch die Bedeutung der persönlichen Präsenz im Büro, besonders in der Anfangszeit einer Anstellung, um von erfahrenen Kollegen zu lernen. Zwar sei noch unklar, wie lange die Probezeiten künftig dauern sollten, doch er plädiert dafür, dass zwei Jahre zu lang seien.

Zusammenfassung
  • Neue Regierung in Großbritannien fördert Homeoffice
  • Labour-Partei will umfassendes Arbeitsrechtsgesetz einführen
  • Recht auf Abschalten und Verbot von Null-Stunden-Verträgen geplant
  • Arbeitgeberverbände befürchten höhere Personalkosten
  • Wirtschaftsminister Reynolds kritisiert Ex-Minister Rees-Mogg
  • Professorin Zamani betont Vorteile des Homeoffice für Frauen
  • Nachteile: Homeoffice kann Karrierechancen beeinträchtigen

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