Russische Superwaffe Sarmat:
Test war ein spektakulärer Fehlschlag

Russlands hat erneut seine Interkontinentalrakete Sarmat getestet, doch das ging gründlich schief: Satellitenbilder zeigen einen riesigen Krater an der Abschussrampe. Der Vorfall ist ein Rückschlag für Moskaus nukleare Aufrüstungspläne und auch die Putin-Propaganda.
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WinFuture/KI-generiert

Fehlstart mit verheerenden Folgen

Russlands modernste Interkontinentalrakete RS-28 Sarmat, im Westen auch als "Satan II" bekannt, ist offenbar bei einem Teststart spektakulär explodiert. Wie Ars Technica berichtet, zeigen kommerzielle Satellitenbilder vom Wochenende einen etwa 60 Meter breiten Krater an der Stelle, wo sich zuvor der unterirdische Abschusssilo auf dem Weltraumbahnhof Plessezk befand.

Der genaue Zeitpunkt des Vorfalls ist noch unklar. Russland hatte für vergangene Woche Warnungen an Piloten herausgegeben, bestimmte Lufträume zu meiden - ein typisches Vorgehen im Vorfeld von Raketentests. Diese Warnungen wurden am Donnerstag wieder zurückgezogen, was wiederum ein Hinweis ist, dass der Test vorbei ist. Experten vermuten, dass die Explosion entweder während des Betankens der Rakete oder beim anschließenden Startversuch erfolgte. Sarmat-Krater (Maxar Technologies)Aufnahmen von Maxar Technologies zeigen den riesigen Krater

Peinlicher Rückschlag für Moskau

Für Russland ist der Fehlschlag äußerst peinlich. Die Sarmat-Rakete gilt als Prestigeprojekt und soll das Rückgrat der reaktivierten nuklearen Abschreckung bilden. Mit einer Reichweite von über 18.000 Kilometern und der Fähigkeit, bis zu 16 nukleare Sprengköpfe zu tragen, hatte Präsident Putin sie als "einzigartiges Waffensystem" angepriesen.

Ein erfolgreicher Flugtest fand bisher nur im April 2022 statt. Seither gab es allerdings gleich mehrere Fehlschläge und dieses werfen Fragen zur technischen Zuverlässigkeit und zum Entwicklungsstand der Rakete auf.

Laut George Barros, einem Analysten und Russland-Experten Institute for the Study of War, sei am Startsilo ein großer, etwa 62 Meter breiter Krater sichtbar, dazu kommen umfangreiche Schäden an der Startrampe und der Umgebung. Das deute darauf hin, dass die Rakete kurz nach der Zündung oder beim Start explodierte.

Die 35 Meter lange RS-28 Sarmat soll die alternden R-36M-Raketen aus Sowjetzeiten ersetzen. Neben konventionellen Sprengköpfen kann (oder besser gesagt könnte) "Satan II" auch Hyperschall-Gleitflugkörper transportieren. Die wiederholten Fehlschläge deuten jedoch darauf hin, dass Russland weiterhin technische Schwierigkeiten bei der Entwicklung hat.

Fakten zur Sarmat-Rakete:

  1. Die Entwicklung begann bereits 2009
  2. Sie ist der Nachfolger der R-36M, auch bekannt als SS-18 "Satan"
  3. Der Spitzname "Satan II" wurde ihr vom Westen verliehen
  4. Die 208 Tonnen Gewicht erreichen nicht ganz die 211 Tonnen des Vorgängers
  5. Sie ist Teil eines größeren russischen Modernisierungsprogramms für strategische Waffen

Zusammenfassung
  • Russlands Sarmat-Rakete explodierte bei Teststart
  • Der Vorfall hinterließ einen 60 Meter breiten Krater
  • Fehlschlag ist Rückschlag für nukleare Aufrüstungspläne
  • Putin hatte die Rakete als "einzigartiges Waffensystem" gelobt
  • Bisher nur ein erfolgreicher Flugtest im April 2022
  • Technische Zuverlässigkeit der Rakete wird infrage gestellt
  • Sarmat soll alte R-36M-Raketen ersetzen und kann Hyperschall-Gleitflugkörper tragen

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