Der Aufstieg von Temu: Verliert Amazon seinen Spitzenplatz?
In westlichen Ländern ist Amazon der unangefochtene Platzhirsch im Bereich E-Commerce. Doch das chinesische Unternehmen Pinduoduo holt auf. Auch mithilfe von Temu wird der Online-Händler die Amerikaner bald überholen, was das weltweite Warenvolumen angeht.
Neue Zahlen der deutschen Datenanalysten von ECDB zeigen jetzt allerdings, dass Amazon seinen Spitzenplatz wohl schon bald einbüßen könnte. Denn ein chinesischer Konkurrent verzeichnet eine enorme Wachstumsrate.
Während sich Amazons Wachstum in den letzten Jahren verlangsamt hat, geht die Entwicklung bei Temu und seinem Mutterkonzern PDD weiter steil nach oben. So verzeichnete die chinesische Plattform im Jahr 2023 einen Rekordumsatz von 34,9 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 90 Prozent. Infografik: Amazon sitzt die chinesische Konkurrenz im Nacken
Mit einem für 2024 prognostizierten Bruttowarenvolumen von 661 Milliarden US-Dollar läge PDD nur noch etwa 13,5 Prozent hinter Amazon. Geht die Entwicklung weiter wie bisher, könnte PDD seinen US-Konkurrenten schon 2025 überholen. Noch im Jahr 2019 war das Bruttowarenvolumen von Amazon mehr als doppelt so groß wie das von PDD.
Ist es die richtige Strategie von Amazon, ein Billig-Segment nach Vorbild von Temu einzuführen? Oder schadet sich der US-Konzern damit langfristig nur selbst? Immerhin ist Amazon unter anderem für schnellen Versand und einen unkomplizierten Warenumtausch bekannt und beliebt.
Siehe auch:
Amazon büßt Vorsprung ein
Gerade hatte Amazon den nach eigenen Angaben erfolgreichsten Prime Day aller Zeiten mit "Rekordumsätzen und mehr verkauften Artikeln während der zweitägigen Veranstaltung als bei jedem vorherigen Prime-Day". Doch auch ohne spezielle Rabatt-Events ist Amazon schon lange die unangefochtene E-Commerce-Plattform Nummer eins mit dem höchsten Bruttowarenvolumen in den westlichen Ländern.Neue Zahlen der deutschen Datenanalysten von ECDB zeigen jetzt allerdings, dass Amazon seinen Spitzenplatz wohl schon bald einbüßen könnte. Denn ein chinesischer Konkurrent verzeichnet eine enorme Wachstumsrate.
Temu-Mutterkonzern bald neuer Platzhirsch
Die Rede ist von der chinesischen Plattform Pinduoduo (PDD). Zu ihr gehört auch der in Deutschland besser bekannte Online-Marktplatz Temu. Der startete hierzulande im April 2023 und erfreut sich seitdem steigender Beliebtheit. Das liegt laut ECDB vor allem an den extrem niedrigen Preisen, aber auch an der Gestaltung des Shops. "Die Plattform verfügt über unterhaltsame Funktionen wie Gamification, Gruppenkäufe und soziale Empfehlungen, die die Nutzer dazu bringen, mehr Zeit auf Temu zu verbringen als auf anderen bekannten Shopping-Plattformen", so die Datenanalysten.Während sich Amazons Wachstum in den letzten Jahren verlangsamt hat, geht die Entwicklung bei Temu und seinem Mutterkonzern PDD weiter steil nach oben. So verzeichnete die chinesische Plattform im Jahr 2023 einen Rekordumsatz von 34,9 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 90 Prozent. Infografik: Amazon sitzt die chinesische Konkurrenz im Nacken
Mit einem für 2024 prognostizierten Bruttowarenvolumen von 661 Milliarden US-Dollar läge PDD nur noch etwa 13,5 Prozent hinter Amazon. Geht die Entwicklung weiter wie bisher, könnte PDD seinen US-Konkurrenten schon 2025 überholen. Noch im Jahr 2019 war das Bruttowarenvolumen von Amazon mehr als doppelt so groß wie das von PDD.
Amazons neue Strategie
Als Reaktion auf diese Entwicklung hat Amazon bereits angekündigt, ebenfalls ein neues Discount-Segment anbieten zu wollen. Um Kosten zu sparen, sollen Waren ähnlich wie bei Temu direkt von den Herstellern verschickt werden. Kunden bekämen Waren dann zwar billiger, würden aber auch Wochen darauf warten, wenn die Produkte etwa aus China versendet werden.Ist es die richtige Strategie von Amazon, ein Billig-Segment nach Vorbild von Temu einzuführen? Oder schadet sich der US-Konzern damit langfristig nur selbst? Immerhin ist Amazon unter anderem für schnellen Versand und einen unkomplizierten Warenumtausch bekannt und beliebt.
Zusammenfassung
- Amazon feierte den erfolgreichsten Prime-Day seiner Geschichte
- Chinesischer Konkurrent Pinduoduo könnte Amazon bald überholen
- Temu, Teil von PDD, gewinnt in Deutschland an Beliebtheit
- PDD verzeichnete 2023 einen Umsatz von 34,9 Milliarden USD
- PDD könnte Amazon bis 2025 im Bruttowarenvolumen überholen
- Amazon plant Einführung eines Discount-Segments nach Temu-Vorbild
- Temu lockt Kunden mit niedrigen Preisen und Gamification
Siehe auch:
- Amazon: Arbeiten mit 100% Ökostrom! - Mitarbeiter: Das ist eine Lüge!
- Comeback des Echo Spot: Amazon enthüllt Smart-Wecker vor Prime Day
- Die EU will mehr über Amazons Empfehlungssystem wissen
- Amazon baut Top-Secret-Rechenzentrum für die Regierung Australiens
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Thema:
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