Amazon: Arbeiten mit 100% Ökostrom! - Mitarbeiter: Das ist eine Lüge!
Amazon möchte sich aktuell damit schmücken, eine besonders umweltfreundliche Energieversorgung auf die Beine gestellt zu haben. Laut Mitarbeitern vor Ort ist das aber schlicht Greenwashing mit stark geschönten Zahlen.
Dem widerspricht eine Gruppe von Mitarbeitern, die sich intern für mehr Klimaschutz einsetzen, aber deutlich. Laut eines Berichtes der Organisation "Amazon Employees for Climate Justice" würden nur 22 Prozent der Rechenzentren des Unternehmens in den USA tatsächlich mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben. Auf die 100 Prozent kommt man demnach bestenfalls, wenn man sehr geschickt rechnet.
Ein Problem besteht darin, dass Amazon, wie viele andere Unternehmen auch, sogenannte Renewable Energy Credits (RECs) kauft. Hinter diesen steht die Annahme, dass die generierten Einnahmen in den Bau neuer Solar- oder Windkraftwerke investiert werden, die dann die benötigte Strommenge erzeugen. Dies ist allerdings oft genug nicht der Fall. Es kommt immer wieder vor, dass RECs auf bereits vorhandene Anlagen oder Baupläne angerechnet werden, wodurch es dann im gesamten Mix überhaupt keine positiven Effekte gibt.
Bei Großaufträgen kommt es so schnell zu problematischen Effekten. Ein neues Datenzentrum in Virginia wird in der Praxis beispielsweise vom dortigen Versorger Dominion Energy versorgt. Um den neuen Großabnehmer ausreichend beliefern zu können, hat dieser sogar die Stromproduktion seiner fossil befeuerten Kraftwerke wieder signifikant hochgefahren.
Siehe auch:
Problem mit RECs
Amazons Marketing-Abteilung hat sich gerade damit gebrüstet, dass die elektrische Energie, die der Konzern in seinem operativen Geschäft inklusiver der Datenzentren verbraucht wurde, im letzten Jahr zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen kam. Damit habe das Unternehmen sein Ziel bereits sieben Jahre verfrüht erreicht.Dem widerspricht eine Gruppe von Mitarbeitern, die sich intern für mehr Klimaschutz einsetzen, aber deutlich. Laut eines Berichtes der Organisation "Amazon Employees for Climate Justice" würden nur 22 Prozent der Rechenzentren des Unternehmens in den USA tatsächlich mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben. Auf die 100 Prozent kommt man demnach bestenfalls, wenn man sehr geschickt rechnet.
Amazon wirbt mit angeblich 100% Strom-Nutzung aus Erneuerbaren
Ein Problem besteht darin, dass Amazon, wie viele andere Unternehmen auch, sogenannte Renewable Energy Credits (RECs) kauft. Hinter diesen steht die Annahme, dass die generierten Einnahmen in den Bau neuer Solar- oder Windkraftwerke investiert werden, die dann die benötigte Strommenge erzeugen. Dies ist allerdings oft genug nicht der Fall. Es kommt immer wieder vor, dass RECs auf bereits vorhandene Anlagen oder Baupläne angerechnet werden, wodurch es dann im gesamten Mix überhaupt keine positiven Effekte gibt.
Praxis sieht anders aus
Die Untersuchung durch die Amazon-Mitarbeiter kam zu dem Ergebnis, dass beispielsweise 68 Prozent der von Amazon gekauften RECs ungebündelt sind, die mit ihnen verbundenen Einnahmen sind also nicht zweckgebunden für den Ausbau der Erneuerbaren. Hinzu kommt, dass das Management auch nicht darauf achte, bei welchem Anbieter konkret Strom gekauft wird und welche Auswirkungen das hat.Bei Großaufträgen kommt es so schnell zu problematischen Effekten. Ein neues Datenzentrum in Virginia wird in der Praxis beispielsweise vom dortigen Versorger Dominion Energy versorgt. Um den neuen Großabnehmer ausreichend beliefern zu können, hat dieser sogar die Stromproduktion seiner fossil befeuerten Kraftwerke wieder signifikant hochgefahren.
Zusammenfassung
- Amazon präsentiert sich als umweltfreundlich, Mitarbeiter widersprechen
- Mitarbeiter kritisieren Greenwashing bei Amazons Energieversorgung
- Amazon behauptet, 100% erneuerbare Energien für Betrieb genutzt zu haben
- Tatsächlich nutzen nur 22% der US-Rechenzentren erneuerbare Quellen
- Amazon kauft Renewable Energy Credits, oft ohne echten Umweltnutzen
- 68% der RECs sind ungebündelt und fördern nicht den Ausbau Erneuerbarer
- Neues Datenzentrum in Virginia führt zu mehr fossiler Stromproduktion
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