Neuer Browserkrieg? - Konflikt zwischen Apple und Google spitzt sich zu
Aktuelle Entwicklungen könnten in einem neuen Browser-Krieg münden. Ein solcher bahnt sich jetzt zwischen Apple und Google an, die sich den Markt derzeit weitgehend aufteilen. Der Auslöser kommt allerdings von Außen.
Unter diesen kommt derzeit Microsofts Edge auf einen etwas herausstechenden Anteil von 5,3 Prozent, während andere bekannte Marken wie Firefox, Opera und Samsung Internet allesamt deutlich unter der 3-Prozent-Marke liegen. Diese Unterschiede sind natürlich vor allem der enormen Dominanz der mobilen Plattformen Android und iOS geschuldet.
Apple und Google verband in den letzten Jahren vor allem auf dem iPhone eine innige, wenn auch etwas komplizierte Partnerschaft. Google zahlt hohe Summen, um die eigene Suchmaschine als Standard-Einstellung im Safari unterzubringen und somit faktisch alle anderen Anbieter von Websuchen von Apples mobiler Plattform fernzuhalten.
Das zugrundeliegende Abkommen wird allerdings von Kartellwächtern inzwischen gerichtlich angegriffen. Es könnte passieren, dass die Kooperation in der bestehenden Form zukünftig nicht mehr erlaubt ist. Google versucht daher bereits, die eigene Position auf iOS auszubauen.
Apple hat darauf inzwischen reagiert und versucht, seine eigenen Vorzüge gegen den Konkurrenten ins Feld zu führen: In einer neuen Kampagne stellt das Unternehmen einmal mehr den stärkeren Schutz der Privatsphäre in den Mittelpunkt. Den Höhepunkt stellt ein neuer Werbeclip dar, in dem dargestellt wird, wie Nutzer des Chrome (der Name wird zwar nicht genannt, aber einen anderen Browser gibt es ja faktisch nicht) bei der Nutzung ihres Smartphones nach Hitchcock-Manier verfolgt werden.
Die Botschaft ist im Grunde klar: Nur die Nutzung des Safari-Browsers soll letztlich davor schützen, bis ins Detail überwacht zu werden. Doch auch hier ist es am Ende nicht so einfach. Denn die bevorzugte Suchmaschine ist auch unter den Safari-Usern die Google-Suche, denn an diese kommt eben bis heute kein Konkurrent im Hinblick auf Qualität an.
Siehe auch:
Chrome und Safari dominieren
Google beherrscht mit Chrome aktuell den Browser-Markt. Das Unternehmen kommt nach Daten von StatCounter derzeit auf einen Anteil von fast 66 Prozent. Apple liegt mit Safari auf Platz 2 und kommt auf einen Nutzungsanteil von rund 18 Prozent. Damit hat bereits Safari mehr Nutzer, als alle sonstigen Browser-Anbieter zusammengenommen.Unter diesen kommt derzeit Microsofts Edge auf einen etwas herausstechenden Anteil von 5,3 Prozent, während andere bekannte Marken wie Firefox, Opera und Samsung Internet allesamt deutlich unter der 3-Prozent-Marke liegen. Diese Unterschiede sind natürlich vor allem der enormen Dominanz der mobilen Plattformen Android und iOS geschuldet.
Apple und Google verband in den letzten Jahren vor allem auf dem iPhone eine innige, wenn auch etwas komplizierte Partnerschaft. Google zahlt hohe Summen, um die eigene Suchmaschine als Standard-Einstellung im Safari unterzubringen und somit faktisch alle anderen Anbieter von Websuchen von Apples mobiler Plattform fernzuhalten.
Das zugrundeliegende Abkommen wird allerdings von Kartellwächtern inzwischen gerichtlich angegriffen. Es könnte passieren, dass die Kooperation in der bestehenden Form zukünftig nicht mehr erlaubt ist. Google versucht daher bereits, die eigene Position auf iOS auszubauen.
Google will mehr
Der Google-Browser ist derzeit nur auf etwa 30 Prozent der iPhones installiert. Das erklärte Ziel des Unternehmens ist es, diesen Wert auf mindestens 50 Prozent auszubauen. Das würde bedeuten, dass Google noch einmal rund 300 Millionen Nutzer zusätzlich für seinen Browser gewinnen könnte - und damit für die Datensammlung für seine lukrativen Werbevermarktungs-Netzwerke.Apple hat darauf inzwischen reagiert und versucht, seine eigenen Vorzüge gegen den Konkurrenten ins Feld zu führen: In einer neuen Kampagne stellt das Unternehmen einmal mehr den stärkeren Schutz der Privatsphäre in den Mittelpunkt. Den Höhepunkt stellt ein neuer Werbeclip dar, in dem dargestellt wird, wie Nutzer des Chrome (der Name wird zwar nicht genannt, aber einen anderen Browser gibt es ja faktisch nicht) bei der Nutzung ihres Smartphones nach Hitchcock-Manier verfolgt werden.
Apple sagt: Safari schützt vor gefährlichen Überwachungs-Schwärmen
Die Botschaft ist im Grunde klar: Nur die Nutzung des Safari-Browsers soll letztlich davor schützen, bis ins Detail überwacht zu werden. Doch auch hier ist es am Ende nicht so einfach. Denn die bevorzugte Suchmaschine ist auch unter den Safari-Usern die Google-Suche, denn an diese kommt eben bis heute kein Konkurrent im Hinblick auf Qualität an.
Zusammenfassung
- Neuer Browser-Krieg zwischen Apple und Google zeichnet sich ab
- Google dominiert mit Chrome den Markt mit 66 Prozent Anteil
- Apple Safari liegt mit 18 Prozent auf Platz zwei der Browser
- Microsofts Edge erreicht immerhin 5,3 Prozent Marktanteil
- Google zahlt für Suchmaschinen-Platzierung in Safari auf iPhones
- Kartellrechtliche Bedenken gegen Google-Apple Abkommen
- Google plant, seinen iOS-Anteil auf 50 Prozent zu steigern
- Apple betont Datenschutz in neuer Werbekampagne gegen Chrome
Siehe auch:
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Christian Kahle
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