Europa hat wieder eine Schwerlastrakete:
Ariane 6 soll morgen starten
Die European Space Agency (ESA) hat im vergangenen Juli nach 117 Missionen die Ariane 5 in den Ruhestand geschickt und seither hat die europäische Weltraumagentur keine eigene Rakete, um schwere Lasten ins All zu befördern. Doch das ändert sich ab morgen.
Für die ESA war das nicht nur im Hinblick auf PR unangenehm, es war auch ein signifikanter wirtschaftlicher Faktor, da die ESA auf Alternativen wie SpaceX ausweichen musste und auch selbst keine kommerziellen Starts durchführen konnte. Doch morgen soll diese Durstphase enden, denn die Ariane 6 soll ihren Jungfernflug feiern.
Hersteller ArianeGroup wird die neue, 62 Meter hohe Rakete wie üblich vom Raumfahrtzentrum im südamerikanischen Französisch-Guayana starten. Das neue Launchpad befindet sich einige wenige Kilometer von jenem, von dem sich die Ariane 5 auf den Weg ins All machte. Gelingt der erste Start, dann wird die ESA es zunächst langsam angehen. Denn für dieses Jahr sind zwei Starts geplant, das soll in Zukunft aber signifikant steigen.
Die zweistufige Rakete verwendet eine Kombination aus flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff in beiden Stufen, ähnlich wie die Space Launch System Rakete der NASA. In der ersten Stufe schafft ein Booster einen Schub von 3500 kN. Das Startfenster öffnet sich morgen um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit, der Launch wird natürlich übertragen, und zwar auf ESA Web TV.
Siehe auch:
Ariane 6: Start später als geplant
Ariane 5 war fast drei Jahrzehnte das "Arbeitspferd" der ESA und die leistungsfähigste europäische Trägerrakete. Ihre Geschichte endete im vergangenen Juli und eigentlich sollte der Übergang zur Nachfolgerin Ariane 6 nahtlos sein. Doch auch der ESA sind Verzögerungen nicht fremd und das bedeutete, dass die Ariane 6 nicht wie geplant fertiggestellt werden konnte.Für die ESA war das nicht nur im Hinblick auf PR unangenehm, es war auch ein signifikanter wirtschaftlicher Faktor, da die ESA auf Alternativen wie SpaceX ausweichen musste und auch selbst keine kommerziellen Starts durchführen konnte. Doch morgen soll diese Durstphase enden, denn die Ariane 6 soll ihren Jungfernflug feiern.
Die ESA stellt die Ariane 6 in einem Erklärvideo näher vor
Hersteller ArianeGroup wird die neue, 62 Meter hohe Rakete wie üblich vom Raumfahrtzentrum im südamerikanischen Französisch-Guayana starten. Das neue Launchpad befindet sich einige wenige Kilometer von jenem, von dem sich die Ariane 5 auf den Weg ins All machte. Gelingt der erste Start, dann wird die ESA es zunächst langsam angehen. Denn für dieses Jahr sind zwei Starts geplant, das soll in Zukunft aber signifikant steigen.
Modulare Rakete
Die Ariane 6 zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie modular aufgebaut ist. Das betrifft vor allem die Triebwerke, denn je nach Bedarf (lies: Nutzlast) kann die Schwerlastrakete mit zwei oder vier Triebwerken ausgestattet werden. Bei Flug morgen (Verschiebungen sind aber natürlich immer möglich) kommt die "kleinere" Variante zum Einsatz.Die zweistufige Rakete verwendet eine Kombination aus flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff in beiden Stufen, ähnlich wie die Space Launch System Rakete der NASA. In der ersten Stufe schafft ein Booster einen Schub von 3500 kN. Das Startfenster öffnet sich morgen um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit, der Launch wird natürlich übertragen, und zwar auf ESA Web TV.
Zusammenfassung
- ESA schickte Ariane 5 nach 117 Missionen in den Ruhestand
- Ariane 6 soll Verzögerungen überwinden und morgen starten
- ESA musste auf SpaceX ausweichen, da eigene Rakete fehlte
- Neue Rakete Ariane 6 startet vom Raumfahrtzentrum Französisch-Guayana
- Erster Start der Ariane 6 mit zwei Triebwerken geplant
- Ariane 6 nutzt flüssigen Wasserstoff und Sauerstoff als Treibstoff
- Startfenster für Jungfernflug öffnet sich morgen um 20 Uhr
Siehe auch:
- Ariane 6: Termin für Jungfernflug der neuen Rakete steht endlich fest
- ESA hat genug: Ariane verliert Monopol für europäische Raumflüge
- Europa meldet sich zurück: Erster großer Ariane 6-Test erfolgreich
- Neue ESA-Rakete Ariane 6: Teuer, aber endlich auf Erfolgskurs
- Letzter Ariane 5-Start - Europa hat keine funktionierende Rakete mehr
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