Europa meldet sich zurück:
Erster großer Ariane 6-Test erfolgreich
Die Entwicklung der neuen europäischen Trägerrakete Ariane 6 befindet sich auf Kurs. Gestern konnte auf der für den Launcher vorgesehenen Startrampe ein entscheidender Test erfolgreich durchgeführt werden, der einen baldigen Jungfernflug möglich macht.
Die Entwicklung der Ariane 6 dauerte entsprechend lang. Ein Ariane 6-Testträger führte nun aber auf der Startrampe des europäischen Weltraumbahnhofs in Kourou in Französisch-Guayana eine umfassende Startprobe durch. Der Höhepunkt bestand darin, das Vulcain 2.1-Triebwerk etwa sieben Minuten lang feuern zu lassen - so lange, wie es bei einem operativen Start brennen würde.
"Dieser Meilenstein ist das Ergebnis jahrelanger Entwicklung, Planung, Vorbereitung, Konstruktion und harter Arbeit einiger der besten Raumfahrtingenieure Europas", sagte Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). "Wir sind wieder auf dem Weg, Europas autonomen Zugang zum Weltraum zu sichern. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten!"
Das Vulcain 2.1-Triebwerk hat während des gestrigen Tests fast 165 Tonnen Treibstoff - superkalten flüssigen Sauerstoff und flüssigen Wasserstoff - verbrannt, wie die ESA mitteilte. Entsprechend dicht war das Gelände des Raumhafens in Wasserdampfwolken gehüllt. Der erste richtige Teststart soll nun im kommenden Jahr folgen.
Siehe auch:
- Ariane 6-Trägerraketenentwicklung läuft planmäßig.
- Erfolgreicher Test für baldigen Jungfernflug durchgeführt.
- Ariane 6 folgt der zuverlässigen Vorgängerin Ariane 5.
- Startprobe mit Vulcain 2.1-Triebwerk in Kourou erfolgt.
- ESA-Direktor Aschbacher lobt die Ingenieurleistung.
- Ariane 6 hat Kern- und Oberstufe plus Feststoffraketen.
- Test verbrennt 165 Tonnen Treibstoff für Triebwerkstest.
Sieben Minuten Vollgas
Die Erwartungen und Ansprüche an die Ingenieure bei Arianespace sind hoch. Denn sie sollen immerhin den Nachfolger zur Ariane 5 fertigstellen - die wahrscheinlich die zuverlässigste Rakete in der Geschichte der Raumfahrt war: Konzipiert für die schwersten Lasten, hat sie nahezu alle Missionen erfolgreich in den Weltraum befördert.Die Entwicklung der Ariane 6 dauerte entsprechend lang. Ein Ariane 6-Testträger führte nun aber auf der Startrampe des europäischen Weltraumbahnhofs in Kourou in Französisch-Guayana eine umfassende Startprobe durch. Der Höhepunkt bestand darin, das Vulcain 2.1-Triebwerk etwa sieben Minuten lang feuern zu lassen - so lange, wie es bei einem operativen Start brennen würde.
Ariane 6: Erster massiver Test des Triebwerks
"Dieser Meilenstein ist das Ergebnis jahrelanger Entwicklung, Planung, Vorbereitung, Konstruktion und harter Arbeit einiger der besten Raumfahrtingenieure Europas", sagte Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). "Wir sind wieder auf dem Weg, Europas autonomen Zugang zum Weltraum zu sichern. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten!"
165 Tonnen Treibstoff
Die Ariane 6 ist der europäische Schwerlasttransporter der nächsten Generation. Die Rakete besteht aus einer Kernstufe, die von einem einzigen Vulcain 2.1-Triebwerk angetrieben wird, sowie einer Oberstufe mit einem kleineren Vinci-Triebwerk. Die Rakete ist außerdem mit zwei oder vier Feststoffraketen ausgestattet, die ihren Schub beim Start erhöhen.Das Vulcain 2.1-Triebwerk hat während des gestrigen Tests fast 165 Tonnen Treibstoff - superkalten flüssigen Sauerstoff und flüssigen Wasserstoff - verbrannt, wie die ESA mitteilte. Entsprechend dicht war das Gelände des Raumhafens in Wasserdampfwolken gehüllt. Der erste richtige Teststart soll nun im kommenden Jahr folgen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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