Absatzflaute, Lager voll: Teslas parken notdürftig an Flughäfen und Malls

Schon seit einiger Zeit produziert das Unternehmen von Elon Musk deutlich mehr Fahrzeuge, als es verkauft. Deshalb muss Tesla zehntausende Autos auf öffentlichen Parkflächen notlagern. Das Ausmaß ist auf Satellitenbildern gut zu erkennen.
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Überschuss in der Produktion

Die Zeiten, in denen Käufer eines Teslas auf ihr Auto warten mussten, sind schon länger vorbei. Die Verkaufszahlen beim E-Autobauer gehen zurück. Im vergangenen Quartal hat Elon Musks Unternehmen 433.371 Fahrzeuge produziert. Von denen konnte es aber nur 386.810 Exemplare tatsächlich verkaufen. Insgesamt ergibt sich also eine Differenz von etwa 47.000 Autos. Damit ist der Überschuss doppelt so hoch wie noch vor einem Jahr.

Lagerkapazitäten sind erschöpft

Das hat anscheinend zu einem Lagerungsproblem bei Tesla geführt. Denn die zu viel produzierten Fahrzeuge müssen bis zu ihrem Verkauf schließlich irgendwo untergebracht werden. Mittlerweile scheinen die Parkflächen um viele der Gigafactorys beinahe komplett gefüllt zu sein, wie Satellitenbilder der Fabrik in Austin, Texas, aus dem März zeigen. Und so lagert Tesla die überschüssigen Autos einem Bericht von Jalopnik zufolge schon auf Parkplätzen alter Einkaufszentren wie der Chesterfield Mall bei St. Louis, Missouri. Infografik Elektromobilität: Die USA sind Teslas wichtigster AbsatzmarktElektromobilität: Die USA sind Teslas wichtigster Absatzmarkt Doch auch in Deutschland werden Teslas notdürftig verräumt. Vom Werk des Autobauers in Grünheide aus fahren schon seit Sommer des vergangenen Jahres täglich etliche mit Neuwagen beladene Sattelschlepper zum nahegelegenen Regionalflugplatz, berichtet der rbb. Dort werden die Fahrzeuge notdürftig abgestellt.

"Der Hauptgrund für diese Entwicklung war ein Anstieg der Lagerbestände, der auf eine Diskrepanz zwischen den Bauphasen zurückzuführen ist", sagt Teslas CFO Vaibhav Taneja. Gleichzeitig bleibt er aber optimistisch: "Wir erwarten, dass sich der Lagerbestand im zweiten Quartal umkehrt [...]."

Rückläufiger Absatzmarkt

Trotz mehrerer Preissenkungen war es Tesla in den vergangenen Monaten nicht gelungen, mehr Autos zu verkaufen. Hierzulande hat das größtenteils auch mit der Ende 2023 abrupt beendeten Förderung für E-Autos - dem sogenannten Umweltbonus - zu tun. Seitdem tun sich neben Tesla auch andere Autobauer schwer, ihre Elektrofahrzeuge an den Mann zu bringen.

Zusammenfassung
  • Tesla produzierte im letzten Quartal einen Fahrzeugüberschuss von etwa 47.000 Autos
  • Lagerungsproblem: Parkflächen an Gigafactorys sind fast voll
  • Überschüssige Autos werden etwa auf Parkplätzen alter Einkaufszentren gelagert
  • In Deutschland werden Teslas auf einem Regionalflugplatz abgestellt
  • Grund: Anstieg der Lagerbestände durch Diskrepanz zwischen Bauphasen
  • Beendete E-Auto-Förderung führte zudem zu rückläufigen Absatzzahlen in Deutschland

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