Tesla-Fahrer kratzt an Katastrophe, weil Full Self-Driving Zug übersieht
Seit Jahren spricht Elon Musk davon, dass Teslas Selbstfahrfunktion kurz davor sei, vollständige Autonomie zu erreichen. Doch die Realität ist eine andere, denn Unfälle, bei denen Full Self-Driving (FSD) eine Rolle spielt, sind und bleiben keine Seltenheit. So wie in diesem Fall.
Nun zeigt sich, wie gefährlich es sein kann, wenn man sich zu sehr auf Tesla und die Versprechen von Musk verlässt: Denn ein Tesla-Besitzer schreibt, dass sein Model 3 fast mit einem fahrenden Zug an einem Bahnübergang zusammengestoßen sei. Craig Doty II schrieb zum ersten Mal Mitte Mai über den Unfall und veröffentlichte auch Videos, die auch schnell viral gegangen sind.
Das Erstaunliche ist dabei u. a., dass es das zweite Mal ist, dass es zu so einem Vorfall gekommen ist, wie er im Teslamotorsclub-Forum schreibt: "Ich besitze meinen Tesla seit weniger als einem Jahr, in den letzten sechs Monaten hat er zweimal versucht, im FSD-Modus direkt in einen vorbeifahrenden Zug zu fahren."
Der Tesla-Besitzer weiter: "Ich versuche, die Telemetriedaten von diesen Vorfällen zu erhalten. Außerdem bin ich auf der Suche nach ähnlichen Fällen oder Vorfällen. Leider konnte ich noch keinen Anwalt finden, der meinen Fall übernehmen wollte, weil ich keine größeren Verletzungen hatte - nur Rückenschmerzen und eine tiefe Prellung am rechten Ellbogen, die nicht ärztlich behandelt werden musste."
Die Bedingungen waren zwar nebelig, doch laut dem Dashcam-Video waren die blinkenden Warnlichter der Bahnschranke bereits fünf Sekunden früher zu sehen, es wäre also mehr als genug Zeit gewesen, zu bremsen. Der Tesla bzw. dessen FSD machte keine Anstalten dazu, Doty konnte im letzten Moment bremsen, das Steuer übernehmen und Schlimmeres verhindern.
Siehe auch:
Nur unter Aufsicht!
Tesla-Features wie der Autopilot und auch Full Self-Driving sind und bleiben Fahrmodi, die ständige Aufsicht erfordern. Doch vor allem Tesla-Chef Elon Musk suggeriert immer wieder, dass FSD weiter und somit selbstständiger ist, als es tatsächlich der Fall ist. Das liegt vor allem auch daran, dass sich Tesla standhaft weigert, auf LiDAR ("Light Detection and Ranging") und somit wesentlich bessere Erkennung der Umgebung zu setzen. Tesla meint, dass Kameras völlig ausreichen würden, eine Behauptung, die wohl in erster Linie im Hinblick auf die Kosten gemacht wird.Nun zeigt sich, wie gefährlich es sein kann, wenn man sich zu sehr auf Tesla und die Versprechen von Musk verlässt: Denn ein Tesla-Besitzer schreibt, dass sein Model 3 fast mit einem fahrenden Zug an einem Bahnübergang zusammengestoßen sei. Craig Doty II schrieb zum ersten Mal Mitte Mai über den Unfall und veröffentlichte auch Videos, die auch schnell viral gegangen sind.
Das Erstaunliche ist dabei u. a., dass es das zweite Mal ist, dass es zu so einem Vorfall gekommen ist, wie er im Teslamotorsclub-Forum schreibt: "Ich besitze meinen Tesla seit weniger als einem Jahr, in den letzten sechs Monaten hat er zweimal versucht, im FSD-Modus direkt in einen vorbeifahrenden Zug zu fahren."
Der Tesla-Besitzer weiter: "Ich versuche, die Telemetriedaten von diesen Vorfällen zu erhalten. Außerdem bin ich auf der Suche nach ähnlichen Fällen oder Vorfällen. Leider konnte ich noch keinen Anwalt finden, der meinen Fall übernehmen wollte, weil ich keine größeren Verletzungen hatte - nur Rückenschmerzen und eine tiefe Prellung am rechten Ellbogen, die nicht ärztlich behandelt werden musste."
"Meine Schuld, aber ..."
Gegenüber NBC News leugnete Craig Doty II gar nicht, dass er besser hätte aufpassen sollen: "Ich war der Einzige im Auto. Ich war das einzige Auto bei dem Unfall. Also ja, es war meine Schuld, das musste so sein", sagte der Tesla-Besitzer. "Aber ich glaube, es lag eher daran, dass das verdammte Auto den Zug nicht erkannt hat." Er verwies auf den Umstand, dass man sich "daran gewöhnt", dass das Fahrzeug "weiß, was es tut".Die Bedingungen waren zwar nebelig, doch laut dem Dashcam-Video waren die blinkenden Warnlichter der Bahnschranke bereits fünf Sekunden früher zu sehen, es wäre also mehr als genug Zeit gewesen, zu bremsen. Der Tesla bzw. dessen FSD machte keine Anstalten dazu, Doty konnte im letzten Moment bremsen, das Steuer übernehmen und Schlimmeres verhindern.
Zusammenfassung
- Elon Musk behauptet, Teslas Selbstfahrfunktion sei kurz vor vollständiger Autonomie
- Unfälle mit Teslas Full Self-Driving (FSD) sind weiterhin keine Seltenheit
- Tesla-Features wie Autopilot und FSD erfordern ständige Aufsicht des Fahrers
- Tesla setzt auf Kameras statt auf LiDAR für die Umgebungserkennung aus Kostengründen
- Ein Tesla-Besitzer berichtet, sein Model 3 sei fast mit einem fahrenden Zug kollidiert
- Es war das zweite Mal in sechs Monaten, dass sein Tesla fast in einen Zug fuhr
- Der Besitzer versucht, Telemetriedaten zu erhalten und ähnliche Fälle zu finden
- Er konnte noch keinen Anwalt finden, da seine Verletzungen als gering gelten
- Der Besitzer gibt zu, dass er hätte genauer aufpassen sollen, macht aber FSD verantwortlich
- Die Dashcam zeigt, dass Warnlichter der Bahnschranke fünf Sekunden vorher sichtbar waren
Siehe auch:
- Hertz verrechnet Tesla-Fahrer fast 300$ fürs Betanken, ja mit Benzin
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