KI-Chips für Tesla wurden von Elon Musk an X und xAI umgeleitet

In den vergangenen Monaten wuchs bei Tesla-Anlegern der Unmut über den CEO des Elektroautobauers, Elon Musk. Das liegt vor allem daran, dass diese glauben, dass sich Musk zu sehr auf seine anderen Firmen konzentriert. Und dieser Eindruck täuscht nicht, im Gegenteil.
Elon Musk, tesla, Tesla Motors, Musk, Bad Elon, Cannabis, Kiffen, Kiffer, Joint, Marijuana

Nvidia H100-Chips sind das neue Gold

Nvidia-Chips, die sich auf KI-Anwendungen spezialisieren, sind so etwas wie das neue Gold: Sie sind wertvoll bzw. teuer und auch derzeit begehrt wie kaum etwas anderes in der IT-Welt. Auch Elon Musks Unternehmen benötigen die H100 genannten Chips, die pro Stück einen fünfstelligen Betrag kosten, und haben entsprechend vorbestellt. Doch Nvidia kann diese trotz ihres hohen Preises nicht in unbegrenzter Zahl herstellen, entsprechend lang sind auch die Wartezeiten.

Genau genommen hat Tesla zahlreiche Chips bei Nvidia bestellt. Musk hat zuvor angekündigt, dass er den Autobauer zu einem führenden Robotik- und KI-Unternehmen ausbauen will. Es ist also kein Wunder, dass Tesla passende Halbleiter braucht, auch für seine Ambitionen in Bezug auf selbstfahrende Autos.

Im vergangenen April hat Elon Musk im Rahmen einer Telefonkonferenz mit Tesla-Anlegern mitgeteilt, dass das Unternehmen bis zum Ende des Jahres nicht wie geplant 35.000 Stück H100, sondern 85.000 Einheiten bestellen wird. Das unterstrich er einige Tage später mit einem Post auf Twitter/X und schrieb, dass Tesla rund zehn Milliarden Dollar in das Thema KI stecken wird.


Chip-Lieferung "umgeleitet"

Doch nun berichtet CNBC unter Berufung auf interne Mails führender Nvidia-Mitarbeiter, dass Musk nicht ganz ehrlich zu den Tesla-Aktionären war. Dazu zählt, dass Musk offenbar ein "große Lieferung" von KI-Prozessoren, die eigentlich für Tesla reserviert war, an X bzw. den KI-Ableger xAI umgeleitet hat. Im vergangenen Dezember war bei Nvidia intern die Rede davon, dass 12.000 H100 zuerst an X geliefert werden sollen, erst danach soll Tesla zum Zug kommen.

In einer Mail von April bespricht Nvidia, dass die Aussagen der Tesla-Anleger-Telefonkonferenz im Widerspruch mit den tatsächlichen Buchungen und Prognosen für das Geschäftsjahr 2025 stünden, auch die Entlassungen bei Tesla seien diesbezüglich kein gutes Zeichen.

CNBC schreibt, dass das den eskalierenden Konflikt zwischen Musk und einigen aufgebrachten Tesla-Aktionären unterstreicht. Denn dort wächst der Unmut, dass der CEO seinen Verpflichtungen gegenüber Tesla nicht nachkommt und den Autobauer zugunsten seiner anderen Unternehmen vernachlässigt.

Zusammenfassung
  • Tesla-Anleger sind unzufrieden mit CEO Elon Musk
  • Anleger glauben, Musk konzentriert sich zu sehr auf andere Firmen
  • Nvidia-Chips sind begehrt und teuer, Tesla benötigt viele davon
  • Tesla will führendes Robotik- und KI-Unternehmen werden
  • Musk kündigte an, bis Jahresende 85.000 H100-Chips zu bestellen
  • CNBC berichtet, Musk habe Chips für Tesla zu xAI umgeleitet
  • Unmut wächst, da Musk Tesla zugunsten anderer Firmen vernachlässigt

Siehe auch:


Teslas Aktienkurs in Euro
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!