Umweltbonus: So schnell wird die E-Auto-Förderung beendet (Update)
Das die Tage für die staatliche Förderung bei Elektroautos in Deutschland gezählt sind, ist bereits seit einigen Tagen klar. Doch jetzt überrascht die Politik mit einer Eilentscheidung - demnach können nur noch heute und morgen Anträge gestellt werden.
Dann hieß es, man werde das Förderprogramm "zeitnah beenden". Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte am Mittwoch erklärt, die Förderung werde früher beendet als bisher geplant. Aufgrund dieser Formulierung ging man bisher davon aus, dass zum Jahreswechsel keine neuen Anträge mehr gestellt werden können.
Ein konkreter Termin wurde jedoch erst heute genannt - und zieht schon jetzt viel Kritik auf sich. Das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium bestätigte nun, dass die Förderungen bereits am Sonntag, 17. Dezember 2023, eingestellt werden.
Damit können private Käufer eines E-Autos nur noch heute und morgen eine Förderung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen - und das dürfte nun viele Käufer vor ein Problem stellen. Dieses unplanmäßige Ende sei laut ADAC für viele Käufer ein echtes Ärgernis und sicherlich für viele auch ein finanzielles Problem.
Da das BAFA die Förderzusagen erst bei der Zulassung eines Fahrzeugs abgibt und nicht etwa schon mit dem Schleißen des Kaufvertrags, sei das Ende an einem Sonntag und ohne eine vorherige Ankündigung des Termins laut einer ADAC-Sprecherin "besonders bitter, weil sie den Umweltbonus einkalkuliert hätten".
Man kann nun im Grunde nur noch einen Förderantrag stellen, wenn die Fahrzeuge bereits zugelassen sind, man aber bisher keine Zeit für den Antrag hatte. Zudem habe man zuvor noch vor gar nicht allzu langer Zeit suggeriert, dass der Bonus erst 2025 auslaufen werde.
Ende September hatte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Zahlen zum Förderprogramm veröffentlicht. Der Bund hatte bis dahin rund 9,5 Milliarden ausgegeben - zum großen Teil für die Förderung von E-Autos.
Nachtrag 17.12.: Eine Reihe von Herstellern haben bereits rasch reagiert und zunächst Kunden mit offenen Fahrzeugbestellungen kontaktiert und mitgeteilt, dass man an einer Kompensations-Lösung arbeitet. Das würde bedeuten, dass die Fahrzeughersteller nun die entfallene staatliche Förderung "ausgleichen" wollen. Bisher sind aber nur wenige Details bekannt.
Siehe auch:
- Förderende für E-Autos in Deutschland überraschend nahe
- Anträge nur noch dieses Wochenende möglich
- Regierung beendet Umweltbonus vor Jahreswechsel
- Wirtschaftsminister Habeck kündigt frühzeitiges Aus an
- Kritik am kurzfristigen Förderstopp ohne Vorwarnung
- ADAC sieht finanzielle Probleme für E-Auto-Käufer
- BAFA-Zusagen erfolgen erst bei Fahrzeugzulassung
Förderprogramm wird "zeitnah beendet"
Derzeit geht es Knall auf Fall, was die Nachrichten bezüglich der E-Auto-Förderung angeht. Die Bundesregierung hatte dabei im Rahmen des Haushaltsstreits erklärt, dass der sogenannte Umweltbonus anders als zunächst geplant nicht über den 31. Dezember 2023 hinaus verlängert wird.Dann hieß es, man werde das Förderprogramm "zeitnah beenden". Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte am Mittwoch erklärt, die Förderung werde früher beendet als bisher geplant. Aufgrund dieser Formulierung ging man bisher davon aus, dass zum Jahreswechsel keine neuen Anträge mehr gestellt werden können.
Ein konkreter Termin wurde jedoch erst heute genannt - und zieht schon jetzt viel Kritik auf sich. Das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium bestätigte nun, dass die Förderungen bereits am Sonntag, 17. Dezember 2023, eingestellt werden.
Damit können private Käufer eines E-Autos nur noch heute und morgen eine Förderung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen - und das dürfte nun viele Käufer vor ein Problem stellen. Dieses unplanmäßige Ende sei laut ADAC für viele Käufer ein echtes Ärgernis und sicherlich für viele auch ein finanzielles Problem.
Da das BAFA die Förderzusagen erst bei der Zulassung eines Fahrzeugs abgibt und nicht etwa schon mit dem Schleißen des Kaufvertrags, sei das Ende an einem Sonntag und ohne eine vorherige Ankündigung des Termins laut einer ADAC-Sprecherin "besonders bitter, weil sie den Umweltbonus einkalkuliert hätten".
Man kann nun im Grunde nur noch einen Förderantrag stellen, wenn die Fahrzeuge bereits zugelassen sind, man aber bisher keine Zeit für den Antrag hatte. Zudem habe man zuvor noch vor gar nicht allzu langer Zeit suggeriert, dass der Bonus erst 2025 auslaufen werde.
Ende September hatte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Zahlen zum Förderprogramm veröffentlicht. Der Bund hatte bis dahin rund 9,5 Milliarden ausgegeben - zum großen Teil für die Förderung von E-Autos.
Nachtrag 17.12.: Eine Reihe von Herstellern haben bereits rasch reagiert und zunächst Kunden mit offenen Fahrzeugbestellungen kontaktiert und mitgeteilt, dass man an einer Kompensations-Lösung arbeitet. Das würde bedeuten, dass die Fahrzeughersteller nun die entfallene staatliche Förderung "ausgleichen" wollen. Bisher sind aber nur wenige Details bekannt.
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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