Kläger an HP: "Wir haben nie zugestimmt, nur eure Tinte zu kaufen"

Druckerherstellern ist schon seit vielen Jahren kein Argument zu doof, warum Kunden nur die eigenen teuren Patronen kaufen sollen. Ein Unternehmen, das hier immer wieder auffällt, ist HP. Das Unternehmen wurde nun verklagt, doch Anwälte versuchen, diese Klage loszuwerden.
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Kampf um günstigere Tinte

Es ist seit Jahren eines der größten Ärgernisse unter Druckerbesitzern: Sie wollen Ersatzpatronen kaufen und diese gibt es zumeist von Drittanbietern wesentlich günstiger als von den Originalherstellern. Doch letztere wollen das verhindern und setzen einerseits auf technische Maßnahmen, andererseits auf Abschreckung. So behauptete erst kürzlich HP-Chef Enrique Lores, dass Drittanbieterpatronen eine Sicherheitsbedrohung sind und die Sperre deshalb erforderlich ist.

Das Problem dabei: Unabhängige Security-Experten haben noch nie davon gehört, dass Viren auf diese Weise in Netzwerke gelangt sind. Man lehnt sich nicht einen Millimeter zu weit aus dem Fenster, wenn man behauptet, dass es HP und Co. hier ausschließlich um eines geht: das Geld.


Klagen gegen die Maßnahmen von Druckerherstellern gibt es immer wieder und auch jetzt muss sich HP vor Gericht verantworten. Konkret wird dem Unternehmen vorgeworfen, dass man zwischen Ende 2022 und Anfang 2023 ein Firmware-Update herausgegeben habe, das Drucker deaktivierte, wenn man eine Nicht-HP-Ersatzpatrone einsetzte. Wie The Register berichtet, verlangen die Initiatoren dieser Sammelklage nicht nur Schadenersatz für ihre mit dem Update nutzlos gewordenen Patronen, sondern auch die gerichtliche Anordnung der Rücknahme des für diese "Blockade" zuständigen Teils des Firmware-Updates.

Das versuchen die Anwälte von HP zu verhindern, doch die Kläger wehren sich und führten diese Woche als Argument an, dass sie beim Kauf des Druckers "nie eine vertragliche Vereinbarung getroffen haben, vor dem Erhalt der Firmware-Updates nur Tinte der Marke HP zu kaufen".

HP hatte zuvor argumentiert, dass man "große Anstrengungen" unternommen habe, um die Kunden darüber zu informieren, dass die Drucker ausschließlich mit Patronen funktionieren, die einen passenden "Sicherheitschip" haben.

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Zusammenfassung
  • HP-Chef behauptet, Drittanbieterpatronen seien unsicher
  • Experten verneinen Sicherheitsrisiko durch Fremdpatronen
  • HP wegen Firmware-Update, das Fremdpatronen blockiert, verklagt
  • Kläger fordern Schadenersatz und Rücknahme des Updates
  • HP-Anwälte versuchen, die Klage abzuwehren
  • Kläger: Keine Vereinbarung über ausschließlichen Kauf von HP-Tinte

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