Intel: HP-Manager soll Server-Sparte mit KI-Chips retten

Der Chipkonzern Intel hat einen ehemaligen Manager des Computerherstellers HP an Bord geholt, um mit dessen Hilfe den Niedergang seiner Server-Sparte zu verhindern. HP-Manager Justin Hotard soll die für Intels Überleben so wichtige Abteilung jetzt leiten.
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Server-Sparte immer stärker unter Druck

Bisher war Hotard bei Hewlett Packard Enterprise (HPE) für die Themen High Performance Computing, AI und Labs zuständig. Bei Intel soll er nun eine ähnliche Rolle übernehmen und damit für die wichtigsten Produkte des US-Chipkonzerns verantwortlich sein. Aus der Intel-Server-Sparte kommen unter anderem die Chips der Xeon-Serie, die bis in jüngster Vergangenheit den Server-Markt dominierten.

Intel will mit Hotard versuchen, auch der wachsenden Übermacht von Nvidia im Bereich der KI-Prozessoren etwas entgegenzusetzen. Hotard wird also auch für Intels Chips aus dem Grafik- und Beschleuniger-Bereich zuständig sein, teilte das Unternehmen anlässlich seiner Ernennung zum Vice President und General Manager der Data Center and AI Group über seinen Newsroom mit.


Vor seiner Zeit bei HPE war Hotard unter anderem für NCR und Motorola tätig. Er werde bei Intel eine "wichtige Rolle bei Intels Mission spielen, KI in alle Bereiche zu bringen", so der Konzern. Der US-Amerikaner ist mit 48 Jahren noch relativ jung für einen derart hochrangigen Posten. Laut Intel-Chef Pat Gelsinger genießt Hotard dennoch höchstes Vertrauen.

Großes Potenzial für hohe Gewinne

Auf seinem neuen Posten wird Hotard direkt Gelsinger unterstellt sein. Für Gelsinger ist der Erfolg der Sparte für Server- und KI-Chips von größter Bedeutung, da man diese zwar im Vergleich zu den Client-PC-Prozessoren und Grafikkarten nur in relativ kleinen Stückzahlen vertreibt, bei Stückpreisen von mehreren tausend oder gar zehntausenden Dollar durchaus enorme Gewinne möglich sind.

Intel baut auch anderweitig um, weshalb die bisherige Data-Center-Chefin des Unternehmens Sandra Rivera ihren Posten verlässt. Sie leitet künftig das sogenannte Programmable Solutions Business von Intel, welches ab sofort eine eigenständige Unternehmenssparte des Konzerns ist. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre soll dieses Geschäft sogar öffentlich Anteile verkaufen.

Überdies hat man mit der Articul8 eine neue Firma ins Leben gerufen, die KI-Technologien vermarkten soll. Dafür hat sich Intel mit externen Investoren zusammengeschlossen. All dies sind Schritte, mit denen Intel versucht, den Turnaround zu schaffen, da der PC-Markt nach wie vor schwächelt und man allerhand Druck von der Konkurrenz bekommt.

Zusammenfassung
  • Intel holt Ex-HP-Manager Hotard für Server-Sparte
  • Hotard verantwortet nun Intels Xeon-Chips
  • Ziel: Intels Position gegen Nvidia in KI stärken
  • Hotard wird Vice President und General Manager
  • Mit 48 Jahren ist Hotard relativ jung für den Posten
  • Sandra Rivera leitet neues Programmable Solutions Business
  • Intel gründet Articul8 für KI-Technologie-Vermarktung

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