So stark wird der Stromverbrauch durch Elektroautos steigen

Eine aktuelle Untersuchung sorgt aktuell für Aufsehen, da in ihr ein rasant steigender Stromverbrauch durch den Trend zur Elektromobilität vorgerechnet wird. Die damit verbundene Aufregung ist allerdings ziemlich überzogen.
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Starke Steigerung

Das Papier der Unternehmensberatung PwC, das gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung erarbeitet wurde, spricht davon, dass der Strombedarf von PKW und LKW europaweit bis 2040 von heute 16 Terawattstunden auf 355 Terawattstunden steigen wird.

Dass die absolute Menge ordentlich steigen wird, ist allerdings kaum verwunderlich. Immerhin hat der Trend zur Nutzung elektrischer Fahrzeuge in den meisten europäischen Ländern gerade erst begonnen. In den kommenden Jahren wird der Anteil von E-Autos immer weiter steigen, da die Autohersteller nach und nach komplett auf Stromer umstellen und bis Mitte der 2030er-Jahre dann gar keine neuen Verbrenner mehr auf die Straßen kommen werden.


Aufgrund der Zahlen geht man in der Studie davon aus, dass durch die Umstellung auf Elektromobilität der Strombedarf in Europa gegenüber der heutigen Situation um rund 13 Prozent steigen wird. Dabei ist allerdings unklar, inwieweit Einsparungen an anderer Stelle einberechnet wurden. Denn allein die Raffinierung der großen Mengen Benzin und Diesel, die man aktuell benötigt, verschlingen ebenfalls viel Strom - hier wird der Bedarf entsprechend geringer ausfallen.

Hohe Einsparungen

Größere Probleme sind in dieser Hinsicht aber ohnehin nicht zu erwarten, denn es gibt schließlich keine Umstellung über Nacht. Die Versorger sind in der Lage, die Kapazitäten entsprechend des Bedarfs über die Zeit hinweg anzupassen. Schwierigkeiten kann es zwar in den lokalen Netzen geben, wenn beispielsweise zur Feierabendzeit viele E-Autos gleichzeitig geladen werden sollen - die zunehmende Verbreitung intelligenter Ladesteuerungen sorgt hier aber dafür, dass die Netzstabilität immer seltener gefährdet wird.

Den Herausforderungen bei der Anpassung der Stromversorgung stehen allerdings auch diverse Vorteile gegenüber. So rechnen die Autoren der Studie damit, dass aufseiten der Verbraucher Einsparungen von 330 Milliarden Euro zu erreichen sind. Denn E-Autos sind zwar in der Anschaffung noch teurer als der Verbrenner, über ihre Lebenszeit hinweg gleichen sie dies aber mit deutlich geringeren Wartungs- und Energiekosten mehr als aus. Hinzu kommt natürlich die Reduktion der CO₂-Emissionen, die im Autoverkehr bis 2040 voraussichtlich auf die Hälfte der heutigen Menge sinken wird.

Zusammenfassung
  • Studie zeigt starken Stromverbrauchsanstieg durch E-Mobilität
  • PwC und Fraunhofer rechnen mit Anstieg auf 355 Terawattstunden bis 2040
  • Zunahme durch Umstieg auf Elektrofahrzeuge und Auslauf von Verbrennern
  • Strombedarf in Europa könnte um 13 Prozent wachsen
  • Einsparungen durch geringeren Strombedarf in der Raffinerie möglich
  • Versorger können Kapazitäten an steigenden Bedarf anpassen
  • Intelligente Ladesteuerungen verbessern Netzstabilität
  • E-Autos versprechen 330 Milliarden Euro Einsparungen für Verbraucher
  • Reduktion der CO₂-Emissionen im Autoverkehr bis 2040 erwartet

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