Auto-Riese GM kippt Apple CarPlay und Android Auto - "Zu unsicher"
Die beiden Software-Lösungen von Apple und Google für Autos sind populär, weil sie das Nutzer-Smartphone bequem mit dem Fahrzeug koppeln. Der Detroiter Autoriese General Motors (GM) ist hier aber fundamental anderer Meinung - und argumentiert mit Fahrsicherheit.
Doch offenbar lässt sich der Hersteller von Marken wie Chevrolet, GMC und Cadillac nicht davon beirren und bleibt bei seiner Entscheidung. Gegenüber MotorTrend führte der Konzern nun weiter aus, was zu dieser Entscheidung geführt hat und warum man davon nicht abrückt. Denn bei der Ankündigung hatte GM ein "Fact Sheet" im Angebot, das zwar für die eigene Software warb, aber letztlich wenig Informationen bot, warum man auf Apple CarPlay und Android Auto verzichten muss.
Nun erläuterte Tim Babbitt, der bei GM für Infotainment hauptverantwortliche Manager, die Sache genauer und sprach auch über den Grund, warum man sich so entscheiden hat. Das lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Sicherheit. Konkret meinte er, dass die Fahrer durch die Nutzung von Handys am Steuer zu sehr abgelenkt werden.
An sich sollen CarPlay und Android Auto die Ablenkungen minimieren, doch laut Babbitt ist das Gegenteil der Fall. Er verweist auf Stabilitätsprobleme (auch per Kabel), die sich in schlechten Verbindungen, mangelhaftem Rendering, langsamen Antworten und Verbindungsabbrüchen äußern. In diesen Fällen greifen die Nutzer dann explizit zum Smartphone und das führt zu mehr Ablenkung.
Doch Autobauer können diese Probleme nicht von sich aus lösen, da das Sache von Apple und Google ist. Also wirft man beide System raus und hofft, alles und mehr über ein eigenes Infotainment-System namens Ultifi bieten zu können. Dieses bietet nativ integrierte Apps wie Google Maps, Google Assistant sowie Spotify und Co.
Siehe auch:
- Apple und Google Software in Autos sehr beliebt
- GM will CarPlay und Android Auto entfernen
- Nutzer sehen GMs Entscheidung kritisch
- GM beharrt auf Entscheidung und nennt Sicherheit
- Babbitt kritisiert Stabilitätsprobleme der Systeme
- GM plant eigenes Infotainment-System Ultifi
- Motiv neben Sicherheit auch Datenkontrolle
GM gegen Apple und Google
GM hat bereits im Sommer angekündigt, dass man Apple CarPlay und Android Auto aus seinen Fahrzeugen entfernen wird. Zunächst sollen einzelne Modelle ohne eine Unterstützung dieser Software-Lösungen eingeführt werden, im Verlauf der Zeit sollen dann alle neuen Fahrzeuge auf Apple- und Google-Anbindung verzichten. Allerdings sahen und sehen Nutzer diese Entscheidung komplett anders und meinen, dass GM hier einen Fehler begeht.Doch offenbar lässt sich der Hersteller von Marken wie Chevrolet, GMC und Cadillac nicht davon beirren und bleibt bei seiner Entscheidung. Gegenüber MotorTrend führte der Konzern nun weiter aus, was zu dieser Entscheidung geführt hat und warum man davon nicht abrückt. Denn bei der Ankündigung hatte GM ein "Fact Sheet" im Angebot, das zwar für die eigene Software warb, aber letztlich wenig Informationen bot, warum man auf Apple CarPlay und Android Auto verzichten muss.
Nun erläuterte Tim Babbitt, der bei GM für Infotainment hauptverantwortliche Manager, die Sache genauer und sprach auch über den Grund, warum man sich so entscheiden hat. Das lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Sicherheit. Konkret meinte er, dass die Fahrer durch die Nutzung von Handys am Steuer zu sehr abgelenkt werden.
An sich sollen CarPlay und Android Auto die Ablenkungen minimieren, doch laut Babbitt ist das Gegenteil der Fall. Er verweist auf Stabilitätsprobleme (auch per Kabel), die sich in schlechten Verbindungen, mangelhaftem Rendering, langsamen Antworten und Verbindungsabbrüchen äußern. In diesen Fällen greifen die Nutzer dann explizit zum Smartphone und das führt zu mehr Ablenkung.
Doch Autobauer können diese Probleme nicht von sich aus lösen, da das Sache von Apple und Google ist. Also wirft man beide System raus und hofft, alles und mehr über ein eigenes Infotainment-System namens Ultifi bieten zu können. Dieses bietet nativ integrierte Apps wie Google Maps, Google Assistant sowie Spotify und Co.
Es geht um Daten
Babbitts Ausführungen sind durchaus nachvollziehbar und auch nicht per se falsch. Allerdings geht es GM zweifellos nicht nur um Sicherheit. Vielmehr hat das Thema auch bzw. in erster Linie mit Daten und Geld zu tun. Denn die in Autos gesammelten Informationen sind extrem wertvoll und derzeit haben Apple und Google hier alle Karten in der Hand - und die Autobauer hätten gerne ein größeres Stück dieses Kuchens.Siehe auch:
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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