Preisverfall bei Großbatterien macht Gaskraftwerke schnell unrentabel
Wenn schon klassische Großkraftwerke nicht mehr betrieben werden können, sollten wenigstens die Gaskraftwerke als Backup der kommenden Stromnetze die Existenz der klassischen Energiekonzerne sichern - aber auch die Anlagen werden zunehmend infrage gestellt.
Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervor, der sich auf Gespräche mit diversen Fachleuten wie Kraftwerksentwicklern, Projektfinanzierern, Analysten und Beratern stützt. Demnach seien weltweit bereits zahlreiche Entwicklungsprojekte für Gaskraftwerke gestoppt worden, weil in den Planungen klar wurde, dass diese zukünftig nicht mit großen Speichersystemen werden mithalten können.
In den kommenden Energienetzen werden unflexible Großkraftwerke, die mit Kohle oder Uran betrieben werden, keinen Platz mehr haben. Der Schwerpunkt liegt bei Photovoltaik und Windkraft, die sich in der Regel gut ergänzen. Für die seltenen Zeiten, in denen keine der beiden Quellen zur Verfügung steht, sollen eigentlich die schnell skalierbaren Gaskraftwerke als Backup dienen.
In der ersten Jahreshälfte wurden weltweit nach Daten der Organisation Global Energy Monitor schon 68 Gaskraftwerksprojekte auf Eis gelegt oder gestrichen. Die Verschiebung stellt die Annahmen über die langfristige Gasnachfrage infrage und könnte bedeuten, dass Erdgas bei der Energiewende eine geringere Rolle spielt als von den größten börsennotierten Energiekonzernen behauptet, hieß es.
Siehe auch:
- Gaskraftwerke als Backup bedroht
- Preisverfall bei Erneuerbaren und Batterien
- Viele Gaskraft-Projekte gestoppt
- Energienetze fokussieren auf Erneuerbare
- Batteriespeicher konkurrenzfähig zu Gas
- 68 Gaskraft-Projekte 2023 gestrichen
- Gasnachfrage-Prognosen fraglich
Preise für Erneuerbare sinken schnell
Der Grund hierfür liegt in dem rasanten Preisverfall, der nahezu alle Bereiche erfasst hat, die im Bereich der erneuerbaren Energien eine Rolle spielen. Dies gilt auch für die Batterie-Technologien. Angesichts der laufenden Entwicklung ist bereits absehbar, dass die Verwendung großer Speichersysteme wirtschaftlicher sein wird, als der Bau von Gaskraftwerken.Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervor, der sich auf Gespräche mit diversen Fachleuten wie Kraftwerksentwicklern, Projektfinanzierern, Analysten und Beratern stützt. Demnach seien weltweit bereits zahlreiche Entwicklungsprojekte für Gaskraftwerke gestoppt worden, weil in den Planungen klar wurde, dass diese zukünftig nicht mit großen Speichersystemen werden mithalten können.
In den kommenden Energienetzen werden unflexible Großkraftwerke, die mit Kohle oder Uran betrieben werden, keinen Platz mehr haben. Der Schwerpunkt liegt bei Photovoltaik und Windkraft, die sich in der Regel gut ergänzen. Für die seltenen Zeiten, in denen keine der beiden Quellen zur Verfügung steht, sollen eigentlich die schnell skalierbaren Gaskraftwerke als Backup dienen.
Gas-Bedarf überschätzt
Bereits jetzt machen die Betreiber großer Batteriespeicher aber die Erfahrung, dass sie schon jetzt vielfach kommerziell mit Gaskraftwerken mithalten können. Da Akkuzellen und auch die darauf aufbauenden Großsysteme immer billiger werden, Erdgas hingegen immer teurer, neigt sich die Waage mit der Zeit immer weiter zugunsten der Speicher.In der ersten Jahreshälfte wurden weltweit nach Daten der Organisation Global Energy Monitor schon 68 Gaskraftwerksprojekte auf Eis gelegt oder gestrichen. Die Verschiebung stellt die Annahmen über die langfristige Gasnachfrage infrage und könnte bedeuten, dass Erdgas bei der Energiewende eine geringere Rolle spielt als von den größten börsennotierten Energiekonzernen behauptet, hieß es.
Siehe auch:
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Videos zum Thema
- Jackery SolarVault 3 Pro: Einfach installierbarer Stromspeicher
- Strom für Notebooks per USB-C: Netzteile von Anker im Test
- EcoFlow Delta 2: Powerstation bewährt sich im Langzeit-Test
- EcoFlow Stream AC Pro: Heimspeicher mit fast 2 kWh im Test
- EcoFlow Stream Ultra X: Stromspeicher für den Haushalt im Test
Bluetti AC200Max im Preisvergleich
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Ohne Ladestopp: Elektromotorrad pulverisiert den Guinness-Weltrekord
- 60 GB für 9,99 Euro: SparSIM stockt Vodafone-Tarife dauerhaft auf
- Wut auf Total War: Shogun 2 - Remaster ist eine KI-Katastrophe
- Chatkontrolle: Eure Messenger-Daten landen teilweise bei Palantir
- Zelda: Link's Awakening erhält "dank" KI nativen Fan-Port für PC
- iPhone Duo kaputt? Apple verlangt bis zu 1719 Euro für Reparaturen
- Nvidia-Chef: Wer unsichere KI baut, bekommt keine Chips mehr
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
MP4 Codecs
Lagoonss - vor 1 Stunde -
"MSBuild.exe "Hard error" - Anzeige nach Win11-Start
Kuberg - vor 3 Stunden -
Figma ist ein cloudbasiertes Design-Tool,
d-hubs - Gestern 23:53 Uhr -
die Oktober-Version ´26 von Home-Assistant-ist da:
d-hubs - Gestern 10:33 Uhr -
ONLYOFFICE 10.0 kommt - nach einer ziemlich langen Wartezeit
d-hubs - Gestern 08:40 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen