Abschied vom Erdgas: Plan für bundesweites Wasserstoff-Kernnetz steht
Das Bundeswirtschaftsministerium hat sich mit den Netzbetreibern auf die Errichtung eines Wasserstoff-Kernnetzes verständigt, das die grundlegende Versorgung im gesamten Bundesgebiet sicherstellen soll. Dieses umfasst Leitungen mit insgesamt 9700 Kilometern Länge.
Die Grundlage des neuen Wasserstoff-Kernnetzes bilden bereits vorhandene Erdgas-Trassen, die dann eben mit Wasserstoff gefüllt werden. Es ist aber auch der Neubau einer ganzen Reihe von Verbindungen nötig. Vorgesehen ist derzeit, dass die gesamte geplante Infrastruktur 2032 fertig ist.
Neu zu bauende Trassen gehen beispielsweise an mehrere Küstenpunkte an Nord- und Ostsee, wo später die im Schnellverfahren errichteten LNG-Terminals Wasserstoffimporte per Schiff in Empfang nehmen sollen. Aber auch zu den Landesgrenzen laufen Leitungen, wo dann Übergabepunkte zu einer gesamteuropäischen Infrastruktur eingerichtet werden. Neue Leitungen wird es aber auch zu Großabnehmern geben, die bisher nicht direkt angeschlossen sind - das betrifft unter anderem die Standorte der Braunkohlekraftwerke in der Lausitz, die zukünftig als flexible Gaskraftwerke wichtige Backup-Funktionen übernehmen sollen.
Um dies zu verhindern, wird das Netzentgelt gedeckelt. Der Bund tritt dann als Zwischenfinanzierer auf, der die Differenzbeträge erst einmal übernimmt. Die Gelder sollen dann später über die steigenden Einnahmen bei den Netzentgelten zurückgezahlt werden. So vermeidet man mit der zügigen Umsetzung des Infrastruktur-Aufbaus an dieser Stelle das berühmte Henne-Ei-Problem.
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Fertigstellung 2032
Die Infrastruktur soll die wichtigen Einspeisepunkte mit Verbrauchern und auch den großen Speicheranlagen verbinden. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) erklärte heute zur Vorstellung des Planes, dass die aktuell vorgesehene Kapazität des Netzes den erwarteten Bedarf übersteige, womit sie auch einen möglicherweise höheren Bedarf bedienen könnte.Die Grundlage des neuen Wasserstoff-Kernnetzes bilden bereits vorhandene Erdgas-Trassen, die dann eben mit Wasserstoff gefüllt werden. Es ist aber auch der Neubau einer ganzen Reihe von Verbindungen nötig. Vorgesehen ist derzeit, dass die gesamte geplante Infrastruktur 2032 fertig ist.
Neu zu bauende Trassen gehen beispielsweise an mehrere Küstenpunkte an Nord- und Ostsee, wo später die im Schnellverfahren errichteten LNG-Terminals Wasserstoffimporte per Schiff in Empfang nehmen sollen. Aber auch zu den Landesgrenzen laufen Leitungen, wo dann Übergabepunkte zu einer gesamteuropäischen Infrastruktur eingerichtet werden. Neue Leitungen wird es aber auch zu Großabnehmern geben, die bisher nicht direkt angeschlossen sind - das betrifft unter anderem die Standorte der Braunkohlekraftwerke in der Lausitz, die zukünftig als flexible Gaskraftwerke wichtige Backup-Funktionen übernehmen sollen.
Finanzierung geklärt
Neben der Planung der Infrastruktur musste letztlich auch die wichtige Frage der Finanzierung gelöst werden. Denn im Grunde wird der Bau des Kernnetzes, für den rund 20 Milliarden Euro veranschlagt sind, durch die Netzentgelte der Abnehmer finanziert. Das barg das Risiko, dass die ersten Unternehmen, die Wasserstoff über das Netz beziehen wollen, hohe Kosten zu tragen haben und auch den Netzausbau für andere mitbezahlen, die sich mit dem Abschied vom Erdgas länger Zeit lassen.Um dies zu verhindern, wird das Netzentgelt gedeckelt. Der Bund tritt dann als Zwischenfinanzierer auf, der die Differenzbeträge erst einmal übernimmt. Die Gelder sollen dann später über die steigenden Einnahmen bei den Netzentgelten zurückgezahlt werden. So vermeidet man mit der zügigen Umsetzung des Infrastruktur-Aufbaus an dieser Stelle das berühmte Henne-Ei-Problem.
Zusammenfassung
- Wasserstoff-Kernnetz mit 9700 km geplant
- Netz übersteigt erwarteten Bedarf
- Basis: Umgebaute Erdgas-Trassen
- Fertigstellung bis 2032 anvisiert
- Neue Trassen zu Küsten und Grenzen
- Finanzierung: 20 Mrd. Euro über Netzentgelte
- Bund deckelt Netzentgelte vorerst
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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