KI-Hype um Bing Chatbot verpufft:
Milliardenkosten, kaum mehr Nutzer?
Microsoft hat Anfang des Jahres mit der Einführung diverser Funktionen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz bei seiner Suchmaschine Bing für Furore gesorgt. Die Redmonder wollen Google damit Marktanteile bei der Websuche abnehmen - doch dies gelingt bisher nicht.
Im Juli kam Bing laut den Marktbeobachtern von StatCounter auf gerade einmal drei Prozent Anteil im internationalen Markt für Websuche. Von der Analysefirma Similarweb war laut dem Bericht des WSJ zu hören, dass Bing im Juli nur rund ein Prozent der Besucherzahlen von Google erreichte, was sich aufgrund der auf der Website des Unternehmens einsehbaren Daten nur im Ansatz nachvollziehen lässt. In beiden Fällen haben sich diese Werte gegenüber dem Januar 2023, wenn überhaupt, nur minimal geändert, so der Bericht.
Von anderen Webanalysten wie der Firma YipitData erfuhr man beim WSJ, dass Bing rund 10 Prozent mehr Nutzer pro Monat verzeichnen kann und im Juni zuletzt auf rund 98 Millionen User kam. Google hat mit 1,12 Milliarden Nutzern pro Monat aber noch immer die Nase weit vorn. Microsoft selbst behauptete auf Anfrage der Kollegen, dass man Google durchaus Marktanteile streitig macht.
Yusuf Mehdi, der das Marketing für Consumer-Produkte bei dem Softwaregiganten leitet, behauptete im Gespräch mit dem WSJ, dass man in den letzten sechs Monaten mehr Boden gut gemacht habe als in den letzten ein oder zwei Jahrzehnten zusammen. Man sei daher mit dem Start sehr zufrieden. Vor allem bei der mobilen Suche und im Edge-Browser würden die Nutzer inzwischen häufiger auf Bing zugreifen, so Mehdi weiter.
Mehdi verwies in dieser Hinsicht auf die bekannten Probleme mit der Skalierung des neuen Angebots. Man habe anfangs schlicht nur eine begrenzte Zahl von Nutzern verkraften können. Der wichtigste Faktor, der den Erfolg des Bing-Chatbots ausbremste, ist aber ausgerechnet Microsofts eigener Partner OpenAI und dessen Dienst ChatGPT. ChatGPT nutzt die gleiche Technologie, schließlich kooperieren Microsoft und OpenAI eng.
Allerdings startete ChatGPT bereits im November 2022 und konnte sich mit seinen aufsehenerregenden Fähigkeiten so einen Vorsprung gegenüber dem seit Januar verfügbaren Bing KI-Chatbot verschaffen. ChatGPT kam im Juni laut YipitData auf ganze 233 Millionen Nutzer, während Bing wie erwähnt unter 100 Millionen blieb.
Siehe auch:
Kein nachvollziehbares Wachstum durch KI-Hype
Im Grunde könnte Microsoft schon mit einem einzigen Prozentpunkt mehr Marktanteil im Bereich der Websuche ein Umsatzplus von zwei Milliarden Dollar erzielen, wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Schätzungen von Marktbeobachtern berichtet. Doch sechs Monate nach dem Beginn der Einführung der KI-Chatbot-Funktionalität und diverser anderer KI-Funktionen bei Bing, scheint selbst ein Prozent mehr Marktanteil fast unerreichbar.Im Juli kam Bing laut den Marktbeobachtern von StatCounter auf gerade einmal drei Prozent Anteil im internationalen Markt für Websuche. Von der Analysefirma Similarweb war laut dem Bericht des WSJ zu hören, dass Bing im Juli nur rund ein Prozent der Besucherzahlen von Google erreichte, was sich aufgrund der auf der Website des Unternehmens einsehbaren Daten nur im Ansatz nachvollziehen lässt. In beiden Fällen haben sich diese Werte gegenüber dem Januar 2023, wenn überhaupt, nur minimal geändert, so der Bericht.
Mehr Wachstum als in den letzten zwei Jahrzehnten
Microsoft behauptet allerdings laut dem WSJ, dass Bing und seine Chat-Funktionalität durchaus ein Erfolg sind. Man verweist darauf, dass die Drittfirmen, die sich auf die Ermittlung von Zugriffszahlen und Marktanteilen verschiedener Webdienste spezialisiert haben, gar nicht in der Lage sind, die Zahl der Personen zu ermitteln, die direkt auf die Chat-Funktionalität von Bing zugreifen. StatCounter und Similarweb beteuern aber, dass ihre Analysen den Direktzugriff durchaus berücksichtigen.Von anderen Webanalysten wie der Firma YipitData erfuhr man beim WSJ, dass Bing rund 10 Prozent mehr Nutzer pro Monat verzeichnen kann und im Juni zuletzt auf rund 98 Millionen User kam. Google hat mit 1,12 Milliarden Nutzern pro Monat aber noch immer die Nase weit vorn. Microsoft selbst behauptete auf Anfrage der Kollegen, dass man Google durchaus Marktanteile streitig macht.
Yusuf Mehdi, der das Marketing für Consumer-Produkte bei dem Softwaregiganten leitet, behauptete im Gespräch mit dem WSJ, dass man in den letzten sechs Monaten mehr Boden gut gemacht habe als in den letzten ein oder zwei Jahrzehnten zusammen. Man sei daher mit dem Start sehr zufrieden. Vor allem bei der mobilen Suche und im Edge-Browser würden die Nutzer inzwischen häufiger auf Bing zugreifen, so Mehdi weiter.
ChatGPT macht Bing das Leben schwer
Zu den Hürden, derentwegen der KI-Chatbot das Wachstum der Marktanteile von Bing bisher nicht beflügelt hat, zählt nach Meinung von in dem Bericht zitierten Beobachtern unter anderem der Umstand, dass die neuen KI-Funktionen anfangs nur sehr begrenzt und zudem nur für Nutzer mit Microsoft-Konto zugänglich waren. Auch wurden die populären Browser von Google und Apple bis zuletzt nicht offiziell unterstützt.Mehdi verwies in dieser Hinsicht auf die bekannten Probleme mit der Skalierung des neuen Angebots. Man habe anfangs schlicht nur eine begrenzte Zahl von Nutzern verkraften können. Der wichtigste Faktor, der den Erfolg des Bing-Chatbots ausbremste, ist aber ausgerechnet Microsofts eigener Partner OpenAI und dessen Dienst ChatGPT. ChatGPT nutzt die gleiche Technologie, schließlich kooperieren Microsoft und OpenAI eng.
Allerdings startete ChatGPT bereits im November 2022 und konnte sich mit seinen aufsehenerregenden Fähigkeiten so einen Vorsprung gegenüber dem seit Januar verfügbaren Bing KI-Chatbot verschaffen. ChatGPT kam im Juni laut YipitData auf ganze 233 Millionen Nutzer, während Bing wie erwähnt unter 100 Millionen blieb.
Zusammenfassung
- Microsoft hat KI bei Bing eingeführt, um Google Marktanteile abzunehmen.
- Trotz KI-Chatbot und anderen Funktionen konnte Bing Marktanteil kaum steigern.
- Bing erreichte im Juli nur rund 3% Anteil im internationalen Markt für Websuche.
- Microsoft behauptet, Bing und seine Chat-Funktionalität seien erfolgreich.
- YipitData berichtet, Bing verzeichnet 10% mehr Nutzer pro Monat.
Siehe auch:
- Schluss mit Bing-Zwang: Microsoft überarbeitet Windows 11-Suche
- Microsoft bringt Bing Chat auch für Chrome und Safari an den Start
- Bing Chat Enterprise: Microsoft bringt die KI auf Unternehmensniveau
- Umgehen von Paywalls: ChatGPT kippt "Browse with Bing"-Integration
- Microsoft hat ChatGPT für Bing trotz Warnungen von OpenAI gestartet
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