PlayStation-Chef Jim Ryan teilt in Aussage gegen Microsoft aus

Dieser Tage wird in den USA verhandelt, ob die Übernahme von Activision Blizzard per Verfügung temporär gestoppt wird. Das will die US-Han­dels­be­hör­de FTC erreichen. Gestern gab es die mit Spannung erwartete Aussage von PlayStation-Chef Jim Ryan und dieser teilte natürlich aus.
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Die Verhandlungen im Fall Federal Trade Commission (FTC) gegen Microsoft haben eine Verfügung zum Ziel, die zur Folge hätte, dass die Redmonder nicht zum geplanten Zeitpunkt Activision Blizzard übernehmen dürften. Damit wäre das Geschäft zwar nicht endgültig vom Tisch, aber Microsoft hätte es deutlich schwerer, es doch noch erfolgreich durchzuziehen.

Der wohl größte Verbündete der FTC in diesem Fall ist Sony, der japanische Konzern unternimmt seit vielen Monaten alles, um die Übernahme zu verhindern. Der PlayStation-Hersteller durfte bzw. musste sich dazu nun äußern, und zwar via Jim Ryan, Chef von Sony Interactive Entertainment (SIE).

"Publisher lehnen den Game Pass ab"

In einer voraufgezeichneten Videovernehmung wurde Ryan zu diversen Aspekten der geplanten Übernahme befragt. So hat Ryan kurz nach dem Bekanntwerden der Microsoft-Pläne gegenüber Investoren gesagt, dass der Game Pass der eigentliche Auslöser für die Übernahme sei. Damals soll er gesagt haben: "Ich habe mit allen Publishern gesprochen, und sie lehnen Game Pass einhellig ab, weil er Werte-vernichtend ist."


Wie VGC und The Verge berichten, wurde Ryan nun von Microsoft-Anwälten gefragt, ob und wie er zu "allen" Publishern sprechen konnte. Ryans Antwort: "Ich spreche ständig mit Publishern, und dies ist eine seit vielen Jahren weitverbreitete Ansicht."

Gleichzeitig betonte Ryan, dass Cloud-Gaming noch kein bedeutendes Geschäft ist und dies frühestens in zwei Jahren sein werde: "Die Cloud-Technologie wird zwischen 2025 und 2035 zu einem bedeutenden Bestandteil der Art und Weise werden, wie Spieler auf Spiele zugreifen. Wir investieren in erheblichem Umfang in die Cloud, weil wir davon ausgehen, dass sie für den Zugang der Spieler zu Spielen eine wichtige Rolle spielen wird."

Keine PS6-Infos für Activision Blizzard

Ryan bestätigte auch, dass er bei einer Übernahme von Activision Blizzard zurückhaltend wäre, Informationen zur PS6 mit dem Publisher zu teilen: "Wir könnten einfach nicht riskieren, dass ein Unternehmen, das sich im Besitz eines direkten Konkurrenten befindet, Zugang zu diesen Informationen erhält." Das war bereits im Zuge von Minecraft der Fall, auch hier gab es eine Verzögerung. Man wollte Microsoft keinen Einblick geben, der dem Konkurrenten einen frühen Einblick auf die PS5-Features gegeben hätte.

Zusammenfassung
  • FTC will Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft stoppen.
  • PlayStation-Chef gibt vor Gericht Aussage zu Microsofts Plänen.
  • Ryan: Investoren lehnen Game Pass ab.
  • Sony unternimmt seit Monaten alles, um Übernahme zu verhindern.
  • Microsoft hätte es bei Verfügung schwerer, Übernahme durchzuziehen.
  • Verhandlungen laufen, Ergebnis noch offen.

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