Realme: Weitere Smartphone-Marke fällt Nokia zum Opfer (Update 2)
Mit Realme packt nach OnePlus, Oppo und Vivo nun auch die vierte Smartphone-Marke des chinesischen BBK-Konzerns ihre Koffer und verlässt Deutschland - zumindest vorläufig. Wie die Schwesterfirmen beugt man sich damit dem Druck von Nokia.
Originaltext:
Wie die Kollegen von Nextpit auf Anfrage von Realme Deutschland erfuhren, stellt die Marke ihre Aktivitäten in unseren Gefilden vorerst ein. Das Unternehmen stoppt somit den Verkauf aller aktuellen Smartphone-Modelle, will aber weiterhin Support für bereits verkaufte Geräte leisten.
Realme möchte seine Vermarktungsaktivitäten in Deutschland erst nach einem für die Marke positiven Ausgang der Auseinandersetzung mit Nokia wieder aufnehmen. Vorläufig will man seine Ausgaben jetzt in andere europäische Märkte lenken, so das Unternehmen laut dem Bericht weiter. Wir dürften also die erst kürzlich vorgestellten neuen Smartphones der Realme 11-Serie vorerst nicht in Deutschland zu Gesicht bekommen.
Realme war vor einigen Jahren als eine Art Tochtermarke von Oppo für günstigere Smartphones auch in Europa an den Start gegangen. Das Unternehmen ist vor allem in aufstrebenden Märkten wie Indien aktiv und versucht hier wie dort mit der Xiaomi-Tochter Redmi zu konkurrieren. Hierzulande ist Realme aufgrund begrenzter Ausgaben für das Marketing eher unbekannt.
Nokia hatte erst kürzlich auch den Vertrieb von Oppo- und OnePlus-Smartphones im freien Handel für den deutschen Markt mit einer einstweiligen Verfügung unterbinden lassen. Kurze Zeit später kündigte dann Vivo als weitere BBK-Marke eine Aussetzung seiner Aktivitäten in Deutschland an. Hintergrund ist der Patentstreit mit Nokia, bei dem die Finnen Lizenzzahlungen für bestimmte WLAN-Patente durchsetzen wollen, die Oppo & Co aber für überzogen halten.
Update 2 vom 27.06.2023:
Freunde der gepflegten Realme-Smartphones: Nach gefühlt täglichem E-Mail-Austausch mit Realme hat unser Partner Nextpit ein weiteres Update erhalten. Das Realme 11 Pro und Realme Pro+ kommt nun doch nach Deutschland, beziehungsweise ist ab dem 30. Juni 2023 bei Amazon Deutschland verfügbar.
So gibt der Realme-CEO von Europa, Francis Wong, bekannt, dass das Realme 11 Pro mit MediaTek Dimensity 7050, 8/128 GB Speicher und in den Farben Astral Black und Sunrise Beige für 339,99 Euro ab sofort zu beziehen ist. Das Realme 11 Pro+ hingegen gibt es mit gleichem Prozessor, in den gleichen Farben, aber mit 12/512 GB Speicher für 469,99 Euro. Ein weiterer Unterschied ist, dass der 5.000 mAh starke Akku im Pro-Modell mit 67 W und im Pro-Plus-Modell mit einem 100 W starken "SuperVooc"-Netzteil geladen werden kann.
Während beide mit einer 2-MP-Makro-Kamera aufwarten, gibt es im Realme 11 Pro eine 16-MP-Front- und eine 100-MP-Hauptkamera. Das Pro+ hingegen hat nicht nur eine 32-MP-Frontkamera und auf der Rückseite eine 8-MP-Ultra-Weitwinkel-Kamera mehr, sondern wartet auch mit einer 200-MP-Hauptkamera auf. Woher nun diese Kehrtwende kommt - ganz ehrlich, wir haben noch keine Ahnung, werden aber weiterhin berichten, sobald wir etwas erfahren!
Freunde der gepflegten Realme-Smartphones: Nach gefühlt täglichem E-Mail-Austausch mit Realme hat unser Partner Nextpit ein weiteres Update erhalten. Das Realme 11 Pro und Realme Pro+ kommt nun doch nach Deutschland, beziehungsweise ist ab dem 30. Juni 2023 bei Amazon Deutschland verfügbar.
So gibt der Realme-CEO von Europa, Francis Wong, bekannt, dass das Realme 11 Pro mit MediaTek Dimensity 7050, 8/128 GB Speicher und in den Farben Astral Black und Sunrise Beige für 339,99 Euro ab sofort zu beziehen ist. Das Realme 11 Pro+ hingegen gibt es mit gleichem Prozessor, in den gleichen Farben, aber mit 12/512 GB Speicher für 469,99 Euro. Ein weiterer Unterschied ist, dass der 5.000 mAh starke Akku im Pro-Modell mit 67 W und im Pro-Plus-Modell mit einem 100 W starken "SuperVooc"-Netzteil geladen werden kann.
Während beide mit einer 2-MP-Makro-Kamera aufwarten, gibt es im Realme 11 Pro eine 16-MP-Front- und eine 100-MP-Hauptkamera. Das Pro+ hingegen hat nicht nur eine 32-MP-Frontkamera und auf der Rückseite eine 8-MP-Ultra-Weitwinkel-Kamera mehr, sondern wartet auch mit einer 200-MP-Hauptkamera auf. Woher nun diese Kehrtwende kommt - ganz ehrlich, wir haben noch keine Ahnung, werden aber weiterhin berichten, sobald wir etwas erfahren!
Update vom 23.06.2023:
Realme bat die Kollegen von Nextpit in einer weiteren E-Mail um die Veröffentlichung folgenden Statements:
Sinngemäß rudert die chinesische Oppo-Tochter zurück und behauptet nun, "bahnbrechende Technologien und zukunftsweisendes Design weltweiten Nutzern zugänglich zu machen und auch deutsche Verbraucher könnten weiterhin Realme-Produkte kaufen und die damit verbundenen Dienstleistungen in Anspruch nehmen".
Das steht natürlich im krassen Gegensatz zudem, was man vorher kommunizierte: Nämlich, dass man den deutschen Markt heruntergefahren (slow down) hat und sich auf andere europäische Märkte konzentrieren werde. Es gab zuvor eine weitere E-Mail, bei der man darauf hinwies, dass deutsche potenzielle Kunden im europäischen Ausland Realme-Produkte kaufen könnten, man aber weiterhin in Deutschland entsprechenden Kunden-Support bieten würde.
Eine Vermutung: Das Unternehmen hat nicht damit gerechnet, dass diese "unbedarfte" Information derartige Wellen schlägt und versucht jetzt zurückzuschwimmen.
Realme bat die Kollegen von Nextpit in einer weiteren E-Mail um die Veröffentlichung folgenden Statements:
- realme strives to bring the technology products with leap-forward technology and trendsetting design to global users. German consumers could also buy and experience realme's product and enjoy related services as usual.
Sinngemäß rudert die chinesische Oppo-Tochter zurück und behauptet nun, "bahnbrechende Technologien und zukunftsweisendes Design weltweiten Nutzern zugänglich zu machen und auch deutsche Verbraucher könnten weiterhin Realme-Produkte kaufen und die damit verbundenen Dienstleistungen in Anspruch nehmen".
Das steht natürlich im krassen Gegensatz zudem, was man vorher kommunizierte: Nämlich, dass man den deutschen Markt heruntergefahren (slow down) hat und sich auf andere europäische Märkte konzentrieren werde. Es gab zuvor eine weitere E-Mail, bei der man darauf hinwies, dass deutsche potenzielle Kunden im europäischen Ausland Realme-Produkte kaufen könnten, man aber weiterhin in Deutschland entsprechenden Kunden-Support bieten würde.
Eine Vermutung: Das Unternehmen hat nicht damit gerechnet, dass diese "unbedarfte" Information derartige Wellen schlägt und versucht jetzt zurückzuschwimmen.
Originaltext:
Wie die Kollegen von Nextpit auf Anfrage von Realme Deutschland erfuhren, stellt die Marke ihre Aktivitäten in unseren Gefilden vorerst ein. Das Unternehmen stoppt somit den Verkauf aller aktuellen Smartphone-Modelle, will aber weiterhin Support für bereits verkaufte Geräte leisten.
Nokia fordert neues Lizenzabkommen für Patente auf WLAN-Technologien
Die Aktivitäten von Realme in Deutschland seien in den letzten Wochen abgebremst worden, nachdem man interne Beratungen durchgeführt habe und die Bedrohung von Strafen in Folge der von dem finnischen Netzwerk- und Mobilfunkausrüster Nokia angestrengten Gerichtsverfahren wegen der Verletzung einer Reihe von Patenten weiter besteht, heißt es.Realme möchte seine Vermarktungsaktivitäten in Deutschland erst nach einem für die Marke positiven Ausgang der Auseinandersetzung mit Nokia wieder aufnehmen. Vorläufig will man seine Ausgaben jetzt in andere europäische Märkte lenken, so das Unternehmen laut dem Bericht weiter. Wir dürften also die erst kürzlich vorgestellten neuen Smartphones der Realme 11-Serie vorerst nicht in Deutschland zu Gesicht bekommen.
Realme war vor einigen Jahren als eine Art Tochtermarke von Oppo für günstigere Smartphones auch in Europa an den Start gegangen. Das Unternehmen ist vor allem in aufstrebenden Märkten wie Indien aktiv und versucht hier wie dort mit der Xiaomi-Tochter Redmi zu konkurrieren. Hierzulande ist Realme aufgrund begrenzter Ausgaben für das Marketing eher unbekannt.
Nokia hatte erst kürzlich auch den Vertrieb von Oppo- und OnePlus-Smartphones im freien Handel für den deutschen Markt mit einer einstweiligen Verfügung unterbinden lassen. Kurze Zeit später kündigte dann Vivo als weitere BBK-Marke eine Aussetzung seiner Aktivitäten in Deutschland an. Hintergrund ist der Patentstreit mit Nokia, bei dem die Finnen Lizenzzahlungen für bestimmte WLAN-Patente durchsetzen wollen, die Oppo & Co aber für überzogen halten.
Zusammenfassung
Siehe auch:- Realme stellt vorläufig Aktivitäten in Deutschland ein.
- Grund: Druck von Nokia wegen Patentstreit.
- Realme will Support für verkaufte Geräte leisten.
- Nokia will Lizenzzahlungen für WLAN-Patente.
- Vertrieb von Oppo, OnePlus & Vivo bereits unterbunden.
- Realme vor allem in Indien & Europa aktiv.
- Aussetzung der Aktivitäten vorläufig.
Thema:
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