Nach Oppo und OnePlus: Auch Vivo und Realme droht Verkaufsverbot
Das von Nokia gegen Oppo und OnePlus gerichtlich erwirkte Verkaufsverbot dürfte noch weitere Marken des chinesischen BBK Electronics-Konzerns treffen. Aufgrund fehlender 4G-Lizenzen könnten zeitnah auch Smartphones von Vivo und Realme aus Deutschland verschwinden.
Nach dem zurückliegenden Urteil des Landgerichts München 1 wird es den beiden Unternehmen Oppo und OnePlus untersagt, ihre Smartphones in Deutschland zu vermarkten. Auf den Webseiten und in den Online-Shops der Unternehmen werden seitdem nur noch Zubehörartikel aufgeführt und nach einem Abverkauf dürften die Geräte zeitnah auch aus den (virtuellen) Regalen von Händlern wie Amazon, Media Markt, Otto und Co. verschwinden.
Nokia geht nicht nur gegen Oppo und OnePlus vor, sondern gegen nahezu alle Marken der BBK-Gruppe. Sollte sich der finnische Telekommunikationskonzern und einstige Handy-Marktführer vor Gericht weiterhin durchsetzen können, dürften sich somit in Zukunft auch die Marken Vivo und Realme zumindest zeitweilig aus Deutschland verabschieden. Hierzulande liegt der Marktanteil der BBK-Marken bei mehr als 20 Prozent.
Von rund 200 Millionen verkauften Smartphones allein bei Oppo fallen allerdings lediglich zwei Millionen (1 Prozent) auf den deutschen Markt. Lizenzkosten in Höhe von hunderten Millionen Euro würden bei einem Deal somit auch die für BBK Electronics wichtigen Märkte in Niedriglohnländern wie Asien, Afrika und Lateinamerika beeinflussen - entweder durch eine Reduzierung der Gewinnspanne oder eine für Kunden nachteilige Preiserhöhung.
Aufgrund von weiteren Klagen seitens Nokia gegen den BBK-Konzern in Frankreich, Spanien, Finnland, Schweden, den Niederlanden und Großbritannien, laufen die Marken Oppo, OnePlus, Vivo und Realme Gefahr, komplett vom westeuropäischen Markt zu verschwinden. Für bereits verkaufte Geräte gibt der Hersteller an, dass die "Produkte weiterhin uneingeschränkt" genutzt werden können.
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Nokia geht nicht nur gegen Oppo und OnePlus vor, sondern gegen nahezu alle Marken der BBK-Gruppe. Sollte sich der finnische Telekommunikationskonzern und einstige Handy-Marktführer vor Gericht weiterhin durchsetzen können, dürften sich somit in Zukunft auch die Marken Vivo und Realme zumindest zeitweilig aus Deutschland verabschieden. Hierzulande liegt der Marktanteil der BBK-Marken bei mehr als 20 Prozent.
BBK Electronics: Rückzug aus Deutschland statt hoher Lizenzgebühren
Vorerst ist nicht davon auszugehen, dass Nokia und BBK Electronics ihren Streit außergerichtlich beilegen werden. Für einen Weiterverkauf in Deutschland wäre eine gültige Lizenz für Nokias 4G/5G-Technik nötig, die mit bis zu 2,50 Euro pro verkauftem Smartphone zu Buche schlagen könnte. Das Problem: Nach deutschem Recht müssten Oppo, OnePlus, Vivo und Co. einen weltweit gültigen Lizenz-Deal mit Nokia eingehen.Von rund 200 Millionen verkauften Smartphones allein bei Oppo fallen allerdings lediglich zwei Millionen (1 Prozent) auf den deutschen Markt. Lizenzkosten in Höhe von hunderten Millionen Euro würden bei einem Deal somit auch die für BBK Electronics wichtigen Märkte in Niedriglohnländern wie Asien, Afrika und Lateinamerika beeinflussen - entweder durch eine Reduzierung der Gewinnspanne oder eine für Kunden nachteilige Preiserhöhung.
Aufgrund von weiteren Klagen seitens Nokia gegen den BBK-Konzern in Frankreich, Spanien, Finnland, Schweden, den Niederlanden und Großbritannien, laufen die Marken Oppo, OnePlus, Vivo und Realme Gefahr, komplett vom westeuropäischen Markt zu verschwinden. Für bereits verkaufte Geräte gibt der Hersteller an, dass die "Produkte weiterhin uneingeschränkt" genutzt werden können.
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