Senf dazu: Apple Vision Pro beeindruckt - doch wer zahlt diesen Preis?
Gestern hat Apple das Gerät vorgestellt, das seit gefühlt Jahrzehnten in der Gerüchteküche herumschwirrt und wohl auch keine einfache Entwicklung hatte. Jetzt ist Vision Pro da und beeindruckt. Fragen stellen sich trotzdem: Ist das genug? Und: Wer zur Hölle soll 3500 Dollar zahlen?
Wasser ist nass, Gras ist grün und Apple-Geräte sind unverschämt teuer - und werden trotzdem gekauft. Das sind die Fakten. So war es auch bei der Vorstellung bzw. wird es bei der Markteinführung von Apples Nenn-es-nicht-VR-Headset Vision Pro sein. Denn im Vorfeld gab es das Gerücht, dass das Headset ganze 2000 Dollar kosten wird. Das war falsch. Es wird für fast das Doppelte zu haben sein, nämlich 3500 Dollar.
Man kann und muss hier regelrecht schockiert sein, denn dafür bekommt man ein erstklassiges Heimkino-Equipment und eine aktuelle Konsole vermutlich auch noch dazu. Überrascht sollte man aber nicht sein, denn Apple ist bekannt dafür, keine preislichen Hemmungen zu kennen, wenn man dafür die bestmögliche Hardware erschaffen kann.
Und dennoch kann und muss man diesen Preis kritisieren. Aber eben nicht, um Apple Abzocke vorzuwerfen (wie gesagt: Einen Kaufzwang gibt es nicht), sondern weil man sich fragen muss, ob eine Ultra-Hochpreis-Politik in Sachen Virtual- oder Augmented Reality zielführend ist.
Denn es wird sich früher oder später die Frage stellen, ob Apple Vision Pro eine genügend große kritische Nutzermasse erreichen kann, damit es für die Entwickler interessant wird. Eine Hardware kann nur dann erfolgreich sein, wenn man es schafft, für einen konstanten Nachschub zu sorgen. Doch dieser wird ausbleiben, wenn es nicht genug Anwender gibt, die diese kaufen oder besser gesagt kaufen können.
Quest Pro sei zwar "ein sehr gelungenes Stück Technik", so Carmack damals, gehe aber komplett am Massenmarkt vorbei. Sein Fazit: "Ich habe immer deutlich gemacht, dass ich der Meinung bin, dass die kostengünstigen Massenmarkt-Headsets nicht nur das Wichtigste für uns, sondern auch für die Verbreitung von VR sind." Sein Wunsch wäre ein 250 Gramm leichtes Headset, das 250 Dollar kostet.
Weitere Neuheiten der Apple WWDC 2023:
Man kann und muss hier regelrecht schockiert sein, denn dafür bekommt man ein erstklassiges Heimkino-Equipment und eine aktuelle Konsole vermutlich auch noch dazu. Überrascht sollte man aber nicht sein, denn Apple ist bekannt dafür, keine preislichen Hemmungen zu kennen, wenn man dafür die bestmögliche Hardware erschaffen kann.
Der Erfolg gibt Apple Recht
Und das dürfte den Kaliforniern wieder gelungen sein, zumindest dann, wenn man der Unternehmens-PR sowie den ersten Hands-on-Berichten Glauben schenken kann. Aber Qualität hat auch nie jemand ernsthaft angezweifelt und Apple kann das machen, weil Millionen Menschen immer wieder bereit sind, regelrecht astronomische Preise zu bezahlen. Apple ist kein karitatives Unternehmen und der Erfolg gibt ihnen recht.Und dennoch kann und muss man diesen Preis kritisieren. Aber eben nicht, um Apple Abzocke vorzuwerfen (wie gesagt: Einen Kaufzwang gibt es nicht), sondern weil man sich fragen muss, ob eine Ultra-Hochpreis-Politik in Sachen Virtual- oder Augmented Reality zielführend ist.
Apple stellt seine neue VR-Brille Vision Pro näher vor
Denn es wird sich früher oder später die Frage stellen, ob Apple Vision Pro eine genügend große kritische Nutzermasse erreichen kann, damit es für die Entwickler interessant wird. Eine Hardware kann nur dann erfolgreich sein, wenn man es schafft, für einen konstanten Nachschub zu sorgen. Doch dieser wird ausbleiben, wenn es nicht genug Anwender gibt, die diese kaufen oder besser gesagt kaufen können.
Carmack-Kritik an Meta
Das ist auch kein neues Problem, bzw. warnen auch andere davor. So hat zuletzt die Hochpreispolitik von Meta zum Zerwürfnis mit id-Software-Co-Gründer und Doom-Vater John Carmack geführt. Dieser ist ein ganz früher VR-Verfechter, der viele Jahre als Berater bei Oculus-Besitzer Meta tätig war. Denn Carmack hat im vergangenen Herbst bei der Vorstellung des Quest Pro-Headsets über die Kosten geschimpft.Quest Pro sei zwar "ein sehr gelungenes Stück Technik", so Carmack damals, gehe aber komplett am Massenmarkt vorbei. Sein Fazit: "Ich habe immer deutlich gemacht, dass ich der Meinung bin, dass die kostengünstigen Massenmarkt-Headsets nicht nur das Wichtigste für uns, sondern auch für die Verbreitung von VR sind." Sein Wunsch wäre ein 250 Gramm leichtes Headset, das 250 Dollar kostet.
Kann es Apple besser?
Der Grund für Carmacks Ärger und Einführungspreis der Quest Pro damals: 1500 Dollar. Ob Apple es besser kann als Meta? Möglich, schon alleine wegen zahlreicher treuer und regelrecht fanatischer Kunden wie auch Entwickler. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass Vision Pro nach einigen Wochen im Regal landet und zum - teuren - Staubfänger wird.Weitere Neuheiten der Apple WWDC 2023:
- 'Neue Art des Computers': Apple stellt Vision Pro VR-Headset vor
- Schneller als Xeon: Apple stattet Mac Pro mit seinem M2 Ultra aus
- iOS 17 im Überblick - das erwartet die Nutzer ab Herbst
- Apple stellt auf dem WWDC 2023 neues MacBook Air mit 15 Zoll vor
- iPadOS 17 mit neuen Sperrbildschirm, Health-App und mehr
- MacOS bekommt neue Widgets, Gaming-Modus, Safari-Profile und mehr
- WatchOS 10 ändert Navigationsweise und bekommt schlauere Widgets
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