"Zombie-Deal": Ist die Activision Blizzard-Übernahme noch zu retten?
Gestern gab die britische Wettbewerbsbehörde CMA bekannt, dass man der Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft nicht zustimmen kann. Seither fragt sich die Branche: Kann der Deal nach einer Berufung dennoch gelingen? Die Antwort ist nicht eindeutig.
Als Microsoft Anfang 2022 bekannt gab, dass man Activision Blizzard übernehmen will, war die Zuversicht noch groß, dieses Geschäft abschließen bzw. die wettbewerbsrechtlichen Hürden nehmen zu können. Zwar wurde die Übernahme bereits von vielen kleineren Ländern bzw. Märkten, darunter Brasilien und Japan, durchgewinkt, entscheidend sind aber die großen Drei: USA, EU und Großbritannien.
Doch die britische Competition and Markets Authority (CMA) gab gestern - durchaus überraschend - bekannt, dass man das Geschäft nicht erlaubt. Als wichtigsten Grund für die Ablehnung wurde das Cloud-Geschäft genannt, hier befürchten die britischen Markthüter, dass die Redmonder durch Spiele wie Call of Duty einen unfairen Vorteil hätten, der den Wettbewerb unterdrückt.
Zwar will und wird Microsoft Berufung einlegen, doch die Chancen, dass das erfolgreich ist, sind gering, die CMA bleibt in der Regel bei ihren Entscheidungen. So meint auch Jennifer Rie, leitende Analystin für Kartellrechtsangelegenheiten bei Bloomberg, dass das Geschäft aller Wahrscheinlichkeit nach tot ist. Grund dafür ist, so Rie, dass ein Berufungsverfahren "Jahre" benötigen würde - und es ist fraglich, ob Microsoft und Activision Blizzard die Geduld dafür aufbringen. Dazu kommt, dass man die bis Juli dieses Jahres laufende Übernahmevereinbarung auch offiziell verlängern müsste.
Ähnlicher Meinung ist Ampere-Analyst Piers Harding-Rolls: Dieser sagte gegenüber der BBC, dass es eine "Chance" gebe, dass Microsoft die Berufung gewinnen kann: "Im Moment ist die Entscheidung der CMA ziemlich enttäuschend für Microsoft und seinen Weg zur Übernahme."
Optimistischer ist der für seine immer wilden Voraussagen bekannte Wedbush Securities-Analyst Michael Pachter im Gespräch mit GameSpot: Dieser meint, dass Microsoft noch in diesem Sommer die CMA überzeugen könnte, etwa mit Zusagen, Spiele von Activision Blizzard nicht zum Teil des Game Pass zu machen.
Siehe auch:
Doch die britische Competition and Markets Authority (CMA) gab gestern - durchaus überraschend - bekannt, dass man das Geschäft nicht erlaubt. Als wichtigsten Grund für die Ablehnung wurde das Cloud-Geschäft genannt, hier befürchten die britischen Markthüter, dass die Redmonder durch Spiele wie Call of Duty einen unfairen Vorteil hätten, der den Wettbewerb unterdrückt.
Zwar will und wird Microsoft Berufung einlegen, doch die Chancen, dass das erfolgreich ist, sind gering, die CMA bleibt in der Regel bei ihren Entscheidungen. So meint auch Jennifer Rie, leitende Analystin für Kartellrechtsangelegenheiten bei Bloomberg, dass das Geschäft aller Wahrscheinlichkeit nach tot ist. Grund dafür ist, so Rie, dass ein Berufungsverfahren "Jahre" benötigen würde - und es ist fraglich, ob Microsoft und Activision Blizzard die Geduld dafür aufbringen. Dazu kommt, dass man die bis Juli dieses Jahres laufende Übernahmevereinbarung auch offiziell verlängern müsste.
Ähnlicher Meinung ist Ampere-Analyst Piers Harding-Rolls: Dieser sagte gegenüber der BBC, dass es eine "Chance" gebe, dass Microsoft die Berufung gewinnen kann: "Im Moment ist die Entscheidung der CMA ziemlich enttäuschend für Microsoft und seinen Weg zur Übernahme."
Optimistischer ist der für seine immer wilden Voraussagen bekannte Wedbush Securities-Analyst Michael Pachter im Gespräch mit GameSpot: Dieser meint, dass Microsoft noch in diesem Sommer die CMA überzeugen könnte, etwa mit Zusagen, Spiele von Activision Blizzard nicht zum Teil des Game Pass zu machen.
"Zombie-Deal"
Allerdings glaubt man auch bei Activision Blizzard kaum noch, dass das Geschäft über die Bühne gehen kann. So sagte ein Anleger des Publishers, der anonym bleiben wollte, gegenüber der Financial Times: "Letzten Endes ist dieses Geschäft bereits tot. Es ist jetzt ein Zombie-Deal."
Zusammenfassung
- Microsoft will Activision Blizzard übernehmen, doch die CMA lehnt ab.
- Berufung wird eingelegt, aber Chancen sind gering.
- Experten meinen, dass der Deal tot ist.
- Cloud-Geschäft wurde als Grund für Ablehnung genannt.
- Berufungsverfahren könnte Jahre dauern.
Siehe auch:
- Knalleffekt: Großbritannien blockiert Activision Blizzard-Übernahme
- Microsoft vor gewaltigem Erfolg: UK dürfte Activision-Deal erlauben
- Activision-Chef zeigt mit dem Finger auf Sony: "Wollen nur verhindern"
- Jetzt auch noch das für Sony: Japan erlaubt Activision-Übernahme
- Microsoft kommt der Activision-Übernahme einen Riesenschritt näher
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