Wie die Chat-KI ChatGPT sicher wurde? Mit Hungerlöhnen in Kenia

Derzeit sorgt ChatGPT für Aufsehen, denn der Chatbot liefert besonders beeindruckende Ergebnisse. Dabei muss Betreiber OpenAI auch dafür sorgen, dass die Nutzung eine sichere Erfahrung ist. Das gelingt aber nicht mit fortschrittlicher Technik, sondern ausbeuterischen Praktiken. OpenAI, das unter anderem von Elon Musk und Microsoft finanziert wird, ist derzeit der hellste Stern am KI-Himmel. Denn das Unternehmen hat den Bildgenerator Dall-E sowie den Chatbot ChatGPT in seinem Portfolio und diese lassen Nutzer auch immer wieder staunen. Denn derartige künstliche Intelligenzen liefern Ergebnisse, die von menschlichen teilweise nur schwer zu unterscheiden sind.

Doch ganz ohne menschliche Unterstützung geht es nicht: Denn einerseits müssen ChatGPT und Co. trainiert werden, andererseits kommen die Betreiber ohne Überwachung nicht aus. Denn wenn Menschen eine KI testen, dann gibt es natürlich auch jene, die deren Grenzen ausloten wollen oder sonstigen Schabernack damit treiben.

Alptraumhafte Arbeit, um ChatGPT zu trainieren

Das ist laut einem Bericht von Time eine ganze Menge: So arbeiteten im Hintergrund von ChatGPT menschliche Aufpasser, die "toxische Daten" aus dem Trainingsmaterial für die KI kennzeichnen und filtern. Und sie sind gezwungen, grafische Details von NSFW-Inhalten (Not Safe For Work) wie sexuellen Kindesmissbrauch, Bestialität, Mord, Selbstmord, Folter, Selbstverletzung und Inzest zu lesen. Derartige Inhalte führten beim Vorgänger GPT-3 immer wieder dazu, dass die KI mit "falschen" Daten (die frei aus dem Internet bezogen wurden) trainiert wurde und sich daraufhin selbst sexistisch und rassistisch äußerte.


Das zusätzliche bzw. eigentliche Problem dabei: Diese mehr als belastende Arbeit wurde ausgelagert, und zwar vor allem nach Kenia. OpenAI hat sich hierfür mit einem auf "Data Labeling" spezialisierten Unternehmen namens Sama zusammengetan. Dieses leugnet auch gar nicht, dass man diese Arbeit in Entwicklungsländer auslagert, behauptet aber, dass das "ethische" und "würdevolle digitale Arbeit" sei.

Die Realität war laut Time-Recherchen eine andere: Die kenianischen Data Miner mussten unter schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigen Löhnen arbeiten. Ein kenianischer Arbeiter sagte, dass er "an wiederkehrenden Visionen litt, nachdem er eine grafische Beschreibung eines Mannes gelesen hatte, der in Gegenwart eines kleinen Kindes Sex mit einem Hund hatte".

Maximal zwei Dollar die Stunde

Die Bezahlung für diese "Tortur", so ein anderer Mitarbeiter, und solchen psychischen Stress war im Prinzip ein Witz, denn je nach Leistung und Erfahrung bekamen die Arbeiter einen Stundenlohn von 1,30 bis zwei Dollar.

Sama hat sich vom OpenAI-Vertrag bereits im Februar 2022 zurückgezogen, und zwar vorzeitig. Grund war teilweise die traumatische Art der Inhalte, teils aber auch ein ähnlicher Time-Bericht, der ganz ähnliche Vorwürfe im Zusammenhang von Sama-Moderatoren, die für Meta/Facebook tätig waren, erhoben hat.

Für die Sama-Arbeitnehmer in Kenia war das aber eher ein Fall von "Vom Regen in Traufe". Denn sie mussten zwar nicht länger verstörende Bilder und Texte sehen und lesen, viele standen aber über Nacht ohne Job da.

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