Über hundert russische Kinos zeigen mittlerweile Piraterie-Filme
Die Sanktionen gegen Russland sind umfangreich und auch die Kinobetreiber sind seither von westlichen Produktionen abgeschnitten. Doch das Publikum will nicht auf Hollywood-Filme verzichten und Kinos greifen deshalb zu illegalen Quellen - um überleben zu können.
Die Sanktionen des Westens wurden bereits kurz nach dem Angriff auf die Ukraine ausgerufen, sie betreffen nahezu alle Bereiche der Politik, Wirtschaft und des öffentlichen Lebens. Auch die Kultur ist betroffen, und zwar ebenfalls in fast allen Sparten. Natürlich gehört auch das Kino dazu, seit der Invasion der Ukraine sind russische Lichtspielhäuser von Hollywood-Filmen abgeschnitten.
Alleine mit heimischen Produktionen lässt sich diese Lücke nicht stopfen, doch einen legalen Zugang zu westlichen Filmen haben die Kinobetreiber derzeit nicht. Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass deshalb einige Kinos zu illegalen Downloads greifen. Wie TorrentFreak berichtet, waren es anfangs etwa 16 Kinos, die sich damit aushalfen, nun liegt die Zahl bei 127.
Im Mai bezeichnete die russische Branchenvereinigung AVK solche Piraterie-Vorführungen als Bedrohung und rief die "gesamte professionelle Filmgemeinschaft" dazu auf, sich gemeinsam gegen Piraterie zu stellen: "Wir verurteilen die Praxis der illegalen Vorführung von Filmen in russischen Kinos." Doch da die von der russischen Regierung versprochenen Hilfsgelder immer noch nicht da sind, zeigt nun auch AVK immer mehr Verständnis für jene Kinobesitzer, die zu illegal kopierten Filmen greifen.
"Ich kann es den Kinos nicht einmal verübeln, dass sie sich jetzt mit Torrent-Vorführungen beschäftigen", sagte der AVK-Vorsitzender Alexej Woronkow gegenüber dem Branchenmedium Kinometro. "Bislang entwickelt sich die Welle der unerlaubten Vorführung von Filmkopien exponentiell und wird weiter zunehmen: Vor vier Wochen wurden solche Inhalte direkt in 16 Kinos gezeigt, letzte Woche waren es 127 Kinos."
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Alleine mit heimischen Produktionen lässt sich diese Lücke nicht stopfen, doch einen legalen Zugang zu westlichen Filmen haben die Kinobetreiber derzeit nicht. Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass deshalb einige Kinos zu illegalen Downloads greifen. Wie TorrentFreak berichtet, waren es anfangs etwa 16 Kinos, die sich damit aushalfen, nun liegt die Zahl bei 127.
70 Prozent westliche Filme
Offiziell unterstützt die russische Kino- und Filmindustrie dieses Vorgehen nicht, denn schließlich ist dieser Wirtschaftszweig - in Friedens- und Kriegszeiten - grundsätzlich auf Lizenzmodellen aufgebaut. Den Kinobetreibern bleibt aber nichts anderes übrig, denn in Russland stellen Hollywood-Produktionen etwa 70 Prozent der gezeigten Inhalte dar.Im Mai bezeichnete die russische Branchenvereinigung AVK solche Piraterie-Vorführungen als Bedrohung und rief die "gesamte professionelle Filmgemeinschaft" dazu auf, sich gemeinsam gegen Piraterie zu stellen: "Wir verurteilen die Praxis der illegalen Vorführung von Filmen in russischen Kinos." Doch da die von der russischen Regierung versprochenen Hilfsgelder immer noch nicht da sind, zeigt nun auch AVK immer mehr Verständnis für jene Kinobesitzer, die zu illegal kopierten Filmen greifen.
"Ich kann es den Kinos nicht einmal verübeln, dass sie sich jetzt mit Torrent-Vorführungen beschäftigen", sagte der AVK-Vorsitzender Alexej Woronkow gegenüber dem Branchenmedium Kinometro. "Bislang entwickelt sich die Welle der unerlaubten Vorführung von Filmkopien exponentiell und wird weiter zunehmen: Vor vier Wochen wurden solche Inhalte direkt in 16 Kinos gezeigt, letzte Woche waren es 127 Kinos."
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- Verunglimpfung des Militärs: Hohe Strafe für Google in Russland
- Russland: Putin verbietet Zahlungen mit Kryptowährungen und NFTs
- Windows 11 in Russland: Auch Insider-Builds sind nun gesperrt
- Russland: IT-Fachkräfte hauen ab - jetzt will man neue ins Land locken
- Ukraine-Krieg: Microsoft blockiert Windows-Downloads in Russland
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