Embargo: In Russlands Kinos laufen jetzt Torrent-Downloads
Im Zuge der umfassenden Sanktionen gegen Russland haben auch die großen Filmstudios und die westlichen Streaming-Dienste ihre Geschäfte in dem Land eingestellt. Insbesondere die Kino-Betreiber erholen sich von dem Schock aber schnell.
Noch vor einigen Wochen hatte der Verband der Kinobetreiber einen Brandbrief an das Kulturministerium in Moskau geschrieben. In diesem wurde vor einem Zusammenbruch der gesamten Filmindustrie in Russland gewarnt, wenn der Staat nicht unterstützend eingreife. Denn der Wegfall der Filme aus Hollywood könne weder von der Menge noch von der Qualität her durch die einheimischen Studios kompensiert werden. Man rechnete bereits damit, dass der Umsatz der Branche um bis zu 80 Prozent einbrechen könnte.
Inzwischen haben viele Kinobetreiber die Sache allerdings in die eigenen Hände genommen. Etwas überraschend hängt in den Ankündigungs-Vitrinen Werbung für die kommenden Vorstellungen, auf denen Blockbuster wie The Batman (Warner Bros.), Don't Look Up (Netflix) oder auch I'm Blushing (Pixar) gezeigt werden sollen, berichtet das Magazin TorrentFreak.
Auf einer Aufführung in Moskau lief The Batman beispielsweise sogar mit voller russischer Synchronisation. Allerdings wurde der Film nicht über die normalen Lizenz-Vertriebe bereitgestellt, sondern schlicht über eine Torrent-Plattform besorgt. Aufführungen mit der gleichen Kopie sind auch aus anderen Orten vermeldet worden.
Schaut man sich beispielsweise die Ticket-Seite des Greenwich-Kinos in Jekaterinburg an, zeigt sich, dass der Filmfreund hier wohl kaum Abstriche machen muss. Neben russischen Produktionen sind diverse ausländische Inhalte verfügbar. Man kann sich also problemlos online Tickets kaufen, um dann Torrent-Downloads auf der großen Leinwand anzuschauen. Allerdings verweist das Kino darauf, dass es sich bei der Vorstellung The Batmans beispielsweise um ein rein privates Event handelt, mit dem man selbst nichts weiter zu tun hat - denn natürlich will man zumindest den Anschein aufrechterhalten, nicht selbst an illegalen Aktivitäten beteiligt zu sein.
Siehe auch:
Inzwischen haben viele Kinobetreiber die Sache allerdings in die eigenen Hände genommen. Etwas überraschend hängt in den Ankündigungs-Vitrinen Werbung für die kommenden Vorstellungen, auf denen Blockbuster wie The Batman (Warner Bros.), Don't Look Up (Netflix) oder auch I'm Blushing (Pixar) gezeigt werden sollen, berichtet das Magazin TorrentFreak.
Auf einer Aufführung in Moskau lief The Batman beispielsweise sogar mit voller russischer Synchronisation. Allerdings wurde der Film nicht über die normalen Lizenz-Vertriebe bereitgestellt, sondern schlicht über eine Torrent-Plattform besorgt. Aufführungen mit der gleichen Kopie sind auch aus anderen Orten vermeldet worden.
Schaut man sich beispielsweise die Ticket-Seite des Greenwich-Kinos in Jekaterinburg an, zeigt sich, dass der Filmfreund hier wohl kaum Abstriche machen muss. Neben russischen Produktionen sind diverse ausländische Inhalte verfügbar. Man kann sich also problemlos online Tickets kaufen, um dann Torrent-Downloads auf der großen Leinwand anzuschauen. Allerdings verweist das Kino darauf, dass es sich bei der Vorstellung The Batmans beispielsweise um ein rein privates Event handelt, mit dem man selbst nichts weiter zu tun hat - denn natürlich will man zumindest den Anschein aufrechterhalten, nicht selbst an illegalen Aktivitäten beteiligt zu sein.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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