Quaise: Rekord-Bohrungen sollen unerschöpfliche grüne Energie liefern
Das Startup Quaise Energy will mit neuen Technologien eine schier unerschöpfliche Energiequelle anzapfen. Das Unternehmen plant allerdings keine Verschmelzung von Atomkernen, sondern will so tief in die Erdkruste bohren, wie es noch nie zuvor getan wurde.
Die bisher tiefsten Bohrungen gingen jeweils etwas über 12 Kilometer nach unten. Quaise will mit einer neuen Bohrtechnik Tiefen von bis zu 20 Kilometern erreichen können - wenn auch nicht in jedem Fall. Mit den Tiefenbohrungen will man dann die Wärme aus dem Erdinneren deutlich effektiver nutzbar machen, als es bei den heutigen Geothermie-Anwendungen der Fall ist.
Aktuell konnte das Startup eine neue Finanzierungsrunde abschließen, die 40 Millionen Dollar zusätzlichen Kapitals in die Kasse spülte. "Diese Finanzierungsrunde bringt uns der Bereitstellung sauberer, erneuerbarer Grundlast-Energie näher", sagte Firmenchef Carlos Araque. "Unsere Technologie ermöglicht es uns, überall auf der Welt auf Energie zuzugreifen, und zwar in einer Größenordnung, die weit über die von Wind- und Solarenergie hinausgeht, so dass künftige Generationen in einer Welt gedeihen können, die mit reichlich sauberer Energie versorgt wird."
Das zumindest ist die Zukunftsversion, die Araque mit seinem Unternehmen hat. Bisher spielt die Geothermie in der gesamten Versorgung nur eine relativ kleine Rolle. Selbst in den USA, die nach absoluten Zahlen der größte Betreiber entsprechender Anlagen ist, trägt die Erdwärme bisher nur 0,4 Prozent zum gesamten Energieaufkommen bei. Das liegt daran, dass insbesondere die Tiefen-Geothermie, mit der größere Kraftwerke betrieben werden könnten, meist nur in Regionen genutzt wird, wo heiße Gesteinsschichten vergleichsweise dicht an der Oberfläche zu finden sind. Im deutschen Oberrheingraben arbeitet man so beispielsweise in Tiefen zwischen 3000 und 5000 Metern mit Temperaturen von 160 bis 180 Grad.
Der Vorgang ist relativ langwierig. Es dauert durchaus mehrere Monate, bis der fragliche Bohrkopf auf eine Tiefe kommt, in der die gewünschte Temperatur vorgefunden wird. Ist dies aber einmal erledigt, steht im Grunde unendlich viel Wärmeenergie zur Verfügung, die für die Stromerzeugung, als Prozess- oder Fernwärme genutzt werden kann - und dies unabhängig von günstigen geologischen Strukturen.
Siehe auch: KIT: Deutschland kann seinen Lithium-Bedarf aus Geothermie decken
Aktuell konnte das Startup eine neue Finanzierungsrunde abschließen, die 40 Millionen Dollar zusätzlichen Kapitals in die Kasse spülte. "Diese Finanzierungsrunde bringt uns der Bereitstellung sauberer, erneuerbarer Grundlast-Energie näher", sagte Firmenchef Carlos Araque. "Unsere Technologie ermöglicht es uns, überall auf der Welt auf Energie zuzugreifen, und zwar in einer Größenordnung, die weit über die von Wind- und Solarenergie hinausgeht, so dass künftige Generationen in einer Welt gedeihen können, die mit reichlich sauberer Energie versorgt wird."
Quaise: Geothermie aus bisher nicht erreichten Tiefen
Das zumindest ist die Zukunftsversion, die Araque mit seinem Unternehmen hat. Bisher spielt die Geothermie in der gesamten Versorgung nur eine relativ kleine Rolle. Selbst in den USA, die nach absoluten Zahlen der größte Betreiber entsprechender Anlagen ist, trägt die Erdwärme bisher nur 0,4 Prozent zum gesamten Energieaufkommen bei. Das liegt daran, dass insbesondere die Tiefen-Geothermie, mit der größere Kraftwerke betrieben werden könnten, meist nur in Regionen genutzt wird, wo heiße Gesteinsschichten vergleichsweise dicht an der Oberfläche zu finden sind. Im deutschen Oberrheingraben arbeitet man so beispielsweise in Tiefen zwischen 3000 und 5000 Metern mit Temperaturen von 160 bis 180 Grad.
Tief hinein
Quaise, bei dem es sich um eine Ausgründung aus der renommierten US-Technologie-Universität MIT handelt, will aber in Tiefen vordringen, in denen man Temperaturen von 500 Grad vorfindet. Herkömmliche Bohrkerne können hierfür nur bedingt genutzt werden. Daher setzt das Startup auf ein neues Verfahren, bei dem von einem Gyrotron Mikrowellen-Elektronenstrahlen erzeugt werden, die sich ins Erdreich brennen.Der Vorgang ist relativ langwierig. Es dauert durchaus mehrere Monate, bis der fragliche Bohrkopf auf eine Tiefe kommt, in der die gewünschte Temperatur vorgefunden wird. Ist dies aber einmal erledigt, steht im Grunde unendlich viel Wärmeenergie zur Verfügung, die für die Stromerzeugung, als Prozess- oder Fernwärme genutzt werden kann - und dies unabhängig von günstigen geologischen Strukturen.
Siehe auch: KIT: Deutschland kann seinen Lithium-Bedarf aus Geothermie decken
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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