Western Digital: Reinraum-Schaden zerstört 6,5 Mrd. GB Flash-Chips
Als ob die Chipkrise noch nicht ausreichen würde: Jetzt sind bei einem Zulieferer Western Digitals auch noch riesige Produktionsausfälle zu beklagen, durch die es voraussichtlich ab dem zweiten Quartal einen Engpass bei Flash-Chip geben wird.
Wie das Unternehmen mitteilte, habe es in einem gemeinsam mit dem Partner Kioxia (ehemals Toshiba) betriebenen Werk eine Kontamination bei der Wafer-Produktion gegeben. Dadurch seien die Grundlagen für die Produktion von NAND-Chips mit einer gesamten Speicherkapazität von 6,5 Exabyte, also 6,5 Milliarden Gigabyte, vernichtet worden.
Welcher Art diese Kontamination war, teilten die Hersteller nicht mit. Gerüchten zufolge soll es sich aber wohl um einen Wasserschaden handeln. Das Problem besteht hier darin, dass selbst kleinste Störungen in den hochsensiblen Reinraum-Anlagen zu heftigen Folgen führen können. Ausfälle sind daher nicht gerade extrem selten, der Umfang, den Western Digital hier nun vermeldete, ist aber trotzdem alles andere als alltäglich.
Nicht betroffen von dem Schaden ist die Fertigung der klassischen 2D-Flash-Komponenten, die hauptsächlich in günstigeren Speicherprodukten zum Einsatz kommen. Die Ausfälle konzentrieren sich vor allem auf die Produktion von 3D-NAND, der in den High End-Bereichen wie eben SSDs zum Einsatz kommt. Kioxia spricht davon, dass man hoffe, bald wieder zu einem normalen Betrieb zurückkehren zu können. Einen ungefähren Zeitrahmen konnten die Beteiligten hier allerdings bisher nicht nennen.
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Welcher Art diese Kontamination war, teilten die Hersteller nicht mit. Gerüchten zufolge soll es sich aber wohl um einen Wasserschaden handeln. Das Problem besteht hier darin, dass selbst kleinste Störungen in den hochsensiblen Reinraum-Anlagen zu heftigen Folgen führen können. Ausfälle sind daher nicht gerade extrem selten, der Umfang, den Western Digital hier nun vermeldete, ist aber trotzdem alles andere als alltäglich.
Preissteigerungen zu erwarten
Die Marktexperten bei TrendForce haben bereits Schätzungen abgegeben, nach denen die Sache die Versorgung des Weltmarktes mit NAND-Chips so stark beeinträchtigen kann, dass hier im zweiten Quartal dieses Jahres mit Preissteigerungen von 5 bis 10 Prozent zu rechnen ist. Mit der entsprechenden Verzögerung würde sich dies dann auch auch die Preise am Endkundenmarkt auswirken.Nicht betroffen von dem Schaden ist die Fertigung der klassischen 2D-Flash-Komponenten, die hauptsächlich in günstigeren Speicherprodukten zum Einsatz kommen. Die Ausfälle konzentrieren sich vor allem auf die Produktion von 3D-NAND, der in den High End-Bereichen wie eben SSDs zum Einsatz kommt. Kioxia spricht davon, dass man hoffe, bald wieder zu einem normalen Betrieb zurückkehren zu können. Einen ungefähren Zeitrahmen konnten die Beteiligten hier allerdings bisher nicht nennen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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