NiPoGi E3B: Mini-PC mit ungewöhnlichem Prozessor für Office & Co.
Beim NiPoGi E3B handelt es sich um einen Mini-PC auf AMD-Ryzen-V2748-Basis. Der Prozessor verfügt über 8 Kerne und 16 Threads. Ihm steht eine AMD Radeon Graphics zur Seite. Die Wahl eines Embedded-Prozessors verwundert auf den ersten Blick. Ob diese Konfiguration eine Folge der Chip-Entwicklung darstellt oder ob NiPoGi einfach eine Handvoll V2748-Prozessoren in die Hand gespielt bekommen hat und diese nun loswerden möchte, bleibt unklar.
Der Mini-PC hat eine vernünftige Anzahl an Ports. Dazu gehören zwei USB-Anschlüsse sowie ein USB-C-Port an der Vorderseite. Es handelt sich um USB-3.2-Gen-2-Ports. Seitlich wirbt der E3B mit "Exzellenter Performance". Hier wird außerdem kühle Luft ins Gerät gezogen. Rückseitig platziert der Hersteller einen Ethernet-Port. Zur Auslieferung ist dieser aber unter einem gelben Aufkleber versteckt. Auch dieser weist noch einmal darauf hin: Bitte ohne Internet starten. Vier Gummifüßchen geben dem E3B einen festen Halt.
Der E3B wird mit einem 64,98-Watt-Netzteil mit Strom versorgt. Über einen VESA-Adapter kann er hinter einem Bildschirm montiert werden. Das passende HDMI-Kabel für besagten Bildschirm liegt auch bei. Das wird aber eigentlich gar nicht benötigt: Über den USB-Port an der Frontseite lassen sich auch Bildschirme anschließen. Man verzichtet natürlich auf einen Port, wenn man sich für diese Art der Verbindung entscheidet. Möglich ist es zwar, praktischer ist aber das HDMI-Kabel oder die Verwendung des DisplayPort-Anschlusses auf der Rückseite. Bei den vier USB-A-Ports auf der Rückseite handelt es sich jeweils um USB-3.2-Gen-1-Anschlüsse.
Die 512-GB-SSD im E3B stammt von der Firma Longwins. Im Internet ist quasi nichts über dieses Produkt zu finden. Die SATA-SSD liest Daten mit 550,77 MB/s. Neue Daten werden mit 488,23 Megabyte pro Sekunde geschrieben. Im Storage Benchmark von 3DMark reicht das für 867 Punkte. Damit befindet man sich weit unter dem Durchschnitt für ähnliche Systeme. Ein Upgrade der SSD ist somit durchaus empfehlenswert. In älteren Videos sieht man, dass früher einmal SSDs vom Hersteller AirDisk verbaut wurden. Vergleicht man die Benchmarks der neuen SSD mit denen der alten, so schneidet die neue SSD im Schnitt 20 bis 30 Megabyte pro Sekunde besser ab.
Der AMD-Ryzen-V2748-Prozessor taktet mit bis zu 4,3 GHz. Der Prozessor ist eigentlich nicht für private Endkunden gedacht. AMD sieht ihn zwar in kompakten Systemen, aber eher in Thin-Clients. Dementsprechend eignet sich der Mini-PC vor allem für Office-Anwendungen wie Word oder PowerPoint-Präsentationen. Wer gern spielt, sollte sich lieber einen deutlich stärkeren Mini-PC zulegen. Denn bereits etwas aufwendigere Bildbearbeitung bringt den Mini-PC an seine Grenzen. Videoschnitt sollte man nur in geringen Dosen oder gar nicht auf dem System versuchen, außer es handelt sich um die pure Aneinanderreihung von Bildern zu einer automatisch ablaufenden Diashow. Eben jene kann der E3B aber problemlos wiedergeben. Er würde sich folglich auch als Medien-PC im Wohnzimmer eignen, wenn es nur um Streaming geht. Spiele-Streaming, also etwa via GeForce Now, ist denkbar.
Bei den 16 GB RAM handelt es sich um DDR4-RAM. Der RAM ist im Single-Channel-Modus verbaut. Schaut man alte Videos zu bereits etwas älteren Versionen des E3B, dann merkt man: Auch er kam bereits mit nur einem RAM-Riegel. Die 16-GB-Version im Single-Channel-Modus ist also keine Begleiterscheinung der RAM-Preis-Krise. Bei den 16 GB muss es aber nicht bleiben: Der Hersteller gibt an, dass das Mainboard bis zu 64 GB RAM unterstützt. Rüstet man den PC auf, wird er schnell teurer: Ein zweiter RAM-Riegel würde noch einmal um die 100 bis 120 Euro kosten. Da der ab Werk verbaute RAM-Riegel nicht regulär verkauft wird, müsste man damit leben, dass unterschiedlicher RAM von verschiedenen Herstellern verbaut wurde.
Das Kühlpad, das ab Werk im Mini-PC steckt, sollte man am besten direkt austauschen. Leider liefert der Hersteller auch kein zweites für den Fall eines Upgrades mit. Somit sollte man, wenn man den RAM aufrüstet, auch direkt ein Kühlpad mit in den Warenkorb legen. Immerhin: Der Hersteller hat seiner Homepage eine vernünftige Support-Seite spendiert, auf der man die notwendigen Treiber herunterladen kann. NiPoGi spricht in Bezug auf seine Mini-PCs von lebenslangem technischen Support. Darüber hinaus gibt der Hersteller eine 12-monatige Zufriedenheitsgarantie auf die Geräte.
Derzeit kostet der NiPoGi E3B 339,99 Euro auf Amazon. Das ist 20 Euro günstiger als der reguläre Preis von 359,99 Euro. Wirklich attraktiv dürfte der PC werden, sobald er zu den Prime Days auf 299 Euro fällt. Gleichzeitig muss jedem bewusst sein: Wenn der RAM ein Drittel des Preises ausmacht und das Windows-System ebenso, dann bleibt nicht mehr viel für die Hardware übrig. Wer den Formfaktor des E3B mag, aber etwas mehr Leistung benötigt, sollte sich den NiPoGi GUST G1 Mini anschauen. Dieser verfügt über einen AMD Ryzen 9 8945HS-Prozessor und DDR5-RAM, kostet aber auch direkt 899,90 Euro in der 32-GB-RAM-Version.
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Der Mini-PC hat eine vernünftige Anzahl an Ports. Dazu gehören zwei USB-Anschlüsse sowie ein USB-C-Port an der Vorderseite. Es handelt sich um USB-3.2-Gen-2-Ports. Seitlich wirbt der E3B mit "Exzellenter Performance". Hier wird außerdem kühle Luft ins Gerät gezogen. Rückseitig platziert der Hersteller einen Ethernet-Port. Zur Auslieferung ist dieser aber unter einem gelben Aufkleber versteckt. Auch dieser weist noch einmal darauf hin: Bitte ohne Internet starten. Vier Gummifüßchen geben dem E3B einen festen Halt.
Der E3B wird mit einem 64,98-Watt-Netzteil mit Strom versorgt. Über einen VESA-Adapter kann er hinter einem Bildschirm montiert werden. Das passende HDMI-Kabel für besagten Bildschirm liegt auch bei. Das wird aber eigentlich gar nicht benötigt: Über den USB-Port an der Frontseite lassen sich auch Bildschirme anschließen. Man verzichtet natürlich auf einen Port, wenn man sich für diese Art der Verbindung entscheidet. Möglich ist es zwar, praktischer ist aber das HDMI-Kabel oder die Verwendung des DisplayPort-Anschlusses auf der Rückseite. Bei den vier USB-A-Ports auf der Rückseite handelt es sich jeweils um USB-3.2-Gen-1-Anschlüsse.
Die 512-GB-SSD im E3B stammt von der Firma Longwins. Im Internet ist quasi nichts über dieses Produkt zu finden. Die SATA-SSD liest Daten mit 550,77 MB/s. Neue Daten werden mit 488,23 Megabyte pro Sekunde geschrieben. Im Storage Benchmark von 3DMark reicht das für 867 Punkte. Damit befindet man sich weit unter dem Durchschnitt für ähnliche Systeme. Ein Upgrade der SSD ist somit durchaus empfehlenswert. In älteren Videos sieht man, dass früher einmal SSDs vom Hersteller AirDisk verbaut wurden. Vergleicht man die Benchmarks der neuen SSD mit denen der alten, so schneidet die neue SSD im Schnitt 20 bis 30 Megabyte pro Sekunde besser ab.
Der AMD-Ryzen-V2748-Prozessor taktet mit bis zu 4,3 GHz. Der Prozessor ist eigentlich nicht für private Endkunden gedacht. AMD sieht ihn zwar in kompakten Systemen, aber eher in Thin-Clients. Dementsprechend eignet sich der Mini-PC vor allem für Office-Anwendungen wie Word oder PowerPoint-Präsentationen. Wer gern spielt, sollte sich lieber einen deutlich stärkeren Mini-PC zulegen. Denn bereits etwas aufwendigere Bildbearbeitung bringt den Mini-PC an seine Grenzen. Videoschnitt sollte man nur in geringen Dosen oder gar nicht auf dem System versuchen, außer es handelt sich um die pure Aneinanderreihung von Bildern zu einer automatisch ablaufenden Diashow. Eben jene kann der E3B aber problemlos wiedergeben. Er würde sich folglich auch als Medien-PC im Wohnzimmer eignen, wenn es nur um Streaming geht. Spiele-Streaming, also etwa via GeForce Now, ist denkbar.
Kein KI-Support per Hardware
Der Prozessor verfügt über keine AI-TOPS. Es ist weiterhin keine NPU mit an Bord. Der Prozessor verfügt über 8 MB Cache. Die GPU- und CPU-Kombination reicht für ältere Spiele aus der Jugend, aber nicht für Forza 6. Ab Werk ist keine AMD-Software installiert. Diese kann aber über die AMD-Homepage nachgerüstet werden. Das ist auch wichtig: Windows Update gab an, dass keine weiteren Updates verfügbar seien. Installiert man aber die AMD-Software, werden sofort neuere Treiber mitinstalliert. Möchte man die vorhandene Hardware also voll ausreizen, sollte man auf jeden Fall die AMD-Treibersoftware installieren.Bei den 16 GB RAM handelt es sich um DDR4-RAM. Der RAM ist im Single-Channel-Modus verbaut. Schaut man alte Videos zu bereits etwas älteren Versionen des E3B, dann merkt man: Auch er kam bereits mit nur einem RAM-Riegel. Die 16-GB-Version im Single-Channel-Modus ist also keine Begleiterscheinung der RAM-Preis-Krise. Bei den 16 GB muss es aber nicht bleiben: Der Hersteller gibt an, dass das Mainboard bis zu 64 GB RAM unterstützt. Rüstet man den PC auf, wird er schnell teurer: Ein zweiter RAM-Riegel würde noch einmal um die 100 bis 120 Euro kosten. Da der ab Werk verbaute RAM-Riegel nicht regulär verkauft wird, müsste man damit leben, dass unterschiedlicher RAM von verschiedenen Herstellern verbaut wurde.
Das Kühlpad, das ab Werk im Mini-PC steckt, sollte man am besten direkt austauschen. Leider liefert der Hersteller auch kein zweites für den Fall eines Upgrades mit. Somit sollte man, wenn man den RAM aufrüstet, auch direkt ein Kühlpad mit in den Warenkorb legen. Immerhin: Der Hersteller hat seiner Homepage eine vernünftige Support-Seite spendiert, auf der man die notwendigen Treiber herunterladen kann. NiPoGi spricht in Bezug auf seine Mini-PCs von lebenslangem technischen Support. Darüber hinaus gibt der Hersteller eine 12-monatige Zufriedenheitsgarantie auf die Geräte.
Derzeit kostet der NiPoGi E3B 339,99 Euro auf Amazon. Das ist 20 Euro günstiger als der reguläre Preis von 359,99 Euro. Wirklich attraktiv dürfte der PC werden, sobald er zu den Prime Days auf 299 Euro fällt. Gleichzeitig muss jedem bewusst sein: Wenn der RAM ein Drittel des Preises ausmacht und das Windows-System ebenso, dann bleibt nicht mehr viel für die Hardware übrig. Wer den Formfaktor des E3B mag, aber etwas mehr Leistung benötigt, sollte sich den NiPoGi GUST G1 Mini anschauen. Dieser verfügt über einen AMD Ryzen 9 8945HS-Prozessor und DDR5-RAM, kostet aber auch direkt 899,90 Euro in der 32-GB-RAM-Version.
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