Western Digital erhöht Flash-Speicher-Preise nach Reinraum-Schaden
Der Speicherhersteller Western Digital (WD) hat eine sofortige Preiserhöhung für all seine NAND Flash-Produkte bekanntgegeben, mit der man die zuletzt massiv gestiegenen eigenen Kosten an die Kunden weiterreicht. Dies war jetzt aus Asien zu hören.
Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes unter Berufung auf Quellen aus der dortigen PC-Industrie berichtet, hat Western Digital gegenüber seinen Kunden eine Preiserhöhung aller Flash-Speicherprodukte aus seiner Fertigung angekündigt. Diese soll praktisch sofort in Kraft treten. Offen ist, wie stark WD die Preise tatsächlich erhöht.
Dass Western Digital die Preise gerade jetzt erhöht, kommt wenig überraschend, hatte das Unternehmen doch erst in der letzten Woche bekanntgegeben, dass es in einem gemeinsam mit der Toshiba-Ausgründung Kioxia betriebenen Werk für Flash-Module zu einer Kontamination der eigentlich unter Reinraumbedingungen erfolgenden Produktion kam.
Durch den Produktionsausfall bei WD und Kioxia in ihren Werken in Japan sollen die beiden Firmen bis zu 24 Prozent ihrer gesamten im ersten Quartal 2022 geplanten Fertigungsmenge verloren haben. Für den Gesamtmarkt bedeutet dies, dass bis zu neun Prozent der erwarteten Produktionsmenge wegfallen dürften, so Marktbeobachter.
Für die kommenden Monate erwartet man nun einen branchenweiten Preisanstieg, weil andere Hersteller wie Samsung, Micron und SKHynix wahrscheinlich ihrerseits mit Preiserhöhungen auf die Steigerung der Preise bei WD reagieren werden. Zuletzt gab es einen leichten Überschuss in der Flash-Produktion, wodurch die Preise im Sinkflug waren. Da sich Nachfrage und Angebot durch den Produktionsausfall bei WD/Kioxia aber wohl für den Rest des Quartals die Waage halten werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Aufwärtstrend einstellt, heißt es weiter.
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Dass Western Digital die Preise gerade jetzt erhöht, kommt wenig überraschend, hatte das Unternehmen doch erst in der letzten Woche bekanntgegeben, dass es in einem gemeinsam mit der Toshiba-Ausgründung Kioxia betriebenen Werk für Flash-Module zu einer Kontamination der eigentlich unter Reinraumbedingungen erfolgenden Produktion kam.
Flash-Module mit bis zu 14 Exabyte Gesamtkapazität verloren
In Folge dieses Vorfalls sollen allein für Western Digital Flash-Speichermodule mit einer zusammengerechneten Speicherkapazität von 6,5 Exabytes, also umgerechnet 6,5 Milliarden Gigabyte, verloren gegangen sein. Für Kioxia könnte der Produktionsausfall nach Einschätzung von Marktbeobachtern übrigens noch einmal mindestens gleichhoch gewesen sein, so dass man derzeit davon ausgeht, dass durch die Reinraumkontamination in der gemeinsam betriebenen Fertigung Flash-Module mit insgesamt bis zu 14 Exabyte Kapazität unbrauchbar wurden.Durch den Produktionsausfall bei WD und Kioxia in ihren Werken in Japan sollen die beiden Firmen bis zu 24 Prozent ihrer gesamten im ersten Quartal 2022 geplanten Fertigungsmenge verloren haben. Für den Gesamtmarkt bedeutet dies, dass bis zu neun Prozent der erwarteten Produktionsmenge wegfallen dürften, so Marktbeobachter.
Für die kommenden Monate erwartet man nun einen branchenweiten Preisanstieg, weil andere Hersteller wie Samsung, Micron und SKHynix wahrscheinlich ihrerseits mit Preiserhöhungen auf die Steigerung der Preise bei WD reagieren werden. Zuletzt gab es einen leichten Überschuss in der Flash-Produktion, wodurch die Preise im Sinkflug waren. Da sich Nachfrage und Angebot durch den Produktionsausfall bei WD/Kioxia aber wohl für den Rest des Quartals die Waage halten werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Aufwärtstrend einstellt, heißt es weiter.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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