Polizei-Zugriff auf Luca-App und andere Kontakt-Daten kein Einzelfall
Der rechtswidrige Zugriff von Polizisten auf Kontaktverfolgungs-Daten, die über die Luca-App gesammelt wurden, ist kein Einzelfall. Recherchen des ZDF zeigen, dass es inzwischen mehr als hundert vergleichbarer Fälle im Bundesgebiet gibt.
Die Journalisten der Heute-Redaktion haben alle Staatsanwaltschaften der Bundesrepublik befragt und entsprechende Fälle zusammengetragen. Dabei zeigte sich, dass mehr als hundertmal in irgendeiner Form zu Ermittlungszwecken auf Daten zugegriffen wurde, die eigentlich für die Kontaktverfolgung gedacht waren. Meist wurden dafür schriftliche Aufzeichnungen von Restaurants und anderen Locations ausgewertet, mindestens ein weiterer Fall ist allerdings direkt für Luca-App-Daten bestätigt.
Mindestens fünf Fälle stehen inzwischen auch fest, in denen die entsprechende Datenabfrage durch das jeweilige Infektionsschutzgesetz des Bundeslandes sogar ausdrücklich untersagt war. Das kümmerte die vermeintlichen Gesetzeshüter allerdings nicht. Dem Vernehmen nach sollen von den Abfragen auf jeden Fall über 500 Personen betroffen sein, beim ZDF geht man allerdings zusätzlich von einer ordentlichen Dunkelziffer aus.
Die Daten zur Kontaktverfolgung sollen eigentlich einem besonderen Schutz unterliegen. Denn die Eindämmung des Infektionsgeschehens kann darüber nur sinnvoll erfolgen, wenn korrekte und vollständige Angaben enthalten sind. Wenn artfremde Zugriffe durch die Polizei für Ermittlungsverfahren bekannt werden, muss man davon ausgehen, dass ein wachsender Teil von Gastronomie-Kunden lieber Fake-Daten hinterlässt und dann im Falle eines Corona-Aubruchs nicht von den Gesundheitsbehörden erreicht werden kann.
Siehe auch: Rechtswidriger Zugriff: Polizei nutzt Daten der Luca-App für Ermittlung
Mindestens fünf Fälle stehen inzwischen auch fest, in denen die entsprechende Datenabfrage durch das jeweilige Infektionsschutzgesetz des Bundeslandes sogar ausdrücklich untersagt war. Das kümmerte die vermeintlichen Gesetzeshüter allerdings nicht. Dem Vernehmen nach sollen von den Abfragen auf jeden Fall über 500 Personen betroffen sein, beim ZDF geht man allerdings zusätzlich von einer ordentlichen Dunkelziffer aus.
Keine eigene Registrierung
Denn es gibt keine gesonderte Erfassung dieser Zahlen bei der ermittelnden Polizei oder der Staatsanwaltschaft. Die Daten sind daher aus den Erinnerungen der beteiligten Beamten zusammengetragen. Es soll auch vorgekommen sein, dass Polizisten Daten eingesehen haben, ohne zuvor Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft zu halten.Die Daten zur Kontaktverfolgung sollen eigentlich einem besonderen Schutz unterliegen. Denn die Eindämmung des Infektionsgeschehens kann darüber nur sinnvoll erfolgen, wenn korrekte und vollständige Angaben enthalten sind. Wenn artfremde Zugriffe durch die Polizei für Ermittlungsverfahren bekannt werden, muss man davon ausgehen, dass ein wachsender Teil von Gastronomie-Kunden lieber Fake-Daten hinterlässt und dann im Falle eines Corona-Aubruchs nicht von den Gesundheitsbehörden erreicht werden kann.
Siehe auch: Rechtswidriger Zugriff: Polizei nutzt Daten der Luca-App für Ermittlung
Thema:
Videos zum Thema Coronavirus
- Lieferprobleme auch bei Foto-Produkten: Das sind die Hintergründe
- Super Bowl 2021: Ford macht Mut im Kampf gegen Corona
- Gut sicht- und hörbar: Razer präsentiert Hightech-Gesichtsmaske
- Clever gegen Corona: Stadion setzt Drohnen zum Desinfizieren ein
- Corona-Warn-App: Rundgang durch die Tracing-App des Bundes
Neue Downloads zum Thema
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Windows 11 schwächelt global - Windows-Nutzerzahlen im Juli 2026
- Auswärtiges Amt warnt konkret vor Nordkoreas IT-Profis in Deutschland
- Silicon Valley in Höchstform: KI-Firma bietet Jobinterview gegen Tattoo
- iPhone 18 Pro Preis: Hardware-Kosten machen es rund 300 Dollar teurer
- Nutzer drehten völlig frei: Google-Earth-KI-Update schnell entfernt
- Windows 11: Microsoft will RAM-Bedarf bis Ende 2026 massiv reduzieren
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen