Preisnachlässe: Luca-App landet auf dem virtuellen Grabbeltisch
Die Luft wird immer dünner für die Betreiber der vielkritisierten Kontaktverfolgungs-App Luca. Denn die Bereitschaft, für die als unsicher und nutzlos geltende Anwendung Geld auszugeben, sinkt immer mehr. Dem wollen die Macher mit einem kräftigen Rabatt entgegenwirken.
Die Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Luca-App sind schon lange groß und zuletzt hat mit Schleswig-Holstein das erste Bundesland bekannt gegeben, dass man den Vertrag mit der dahinter stehenden Betreibergesellschaft Culture4Life nicht verlängern wird. Es ist zu erwarten, dass weitere Länder folgen werden, zumal die Kritik von Datenschützern nicht verstummt (im Gegenteil) und zudem Gesundheitsämter die Sinnhaftigkeit immer offener in Frage stellen.
Mehr noch: Die Luca-Nutzung soll auch flexibler werden, denn in Zukunft wird es möglich sein, die App auch monatlich zu kündigen, eine Jahresbuchung ist also nicht mehr zwingend erforderlich. Wie der Spiegel berichtet, sagte Culture4Life-Geschäftsführer Patrick Hennig, dass mit dem neuen Modell die Infrastruktur und Software weiterbetrieben werden können.
Die Aussagen der Betreiber klingen indes mittlerweile nach Durchhalteparolen und Zwangsoptimismus: "Luca wird die Basisversorgung mit der Luca-Technologie in jedem Bundesland langfristig aufrechterhalten und jedem Bundesland die Möglichkeit geben, jederzeit nach Bedarf das System für einen quasi beliebigen Zeitraum einzusetzen", sagte Hennig.
Ob die Luca-Betreiber mit diesem Schritt noch eine Trend- und Stimmungsumkehr erreichen können, bleibt fraglich: Denn wie erwähnt hat Schleswig-Holstein bisher schriftlich gekündigt, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Bremen könnten oder dürften diesem Beispiel folgen. Sollten diese Bundesländer tatsächlich Luca kündigen, dann könnte sich auch in anderen Landtagen die Stimmung drehen und es zu einem Dominoeffekt kommen.
Siehe auch:
Halber Preis, monatlich kündbar
Cultur4Life versucht nun, den Bundesländern, die noch keine Entscheidung getroffen haben, entgegenzukommen. Denn man bietet den noch Unentschlossenen einen signifikanten Preisnachlass an: Statt bisher 18.000 Euro pro Jahr werden pro Gesundheitsamt künftig jährlich 9000 Euro fällig. Infografik Nutzung der Corona-Apps: Ist Luca bald wieder allein, allein?
Mehr noch: Die Luca-Nutzung soll auch flexibler werden, denn in Zukunft wird es möglich sein, die App auch monatlich zu kündigen, eine Jahresbuchung ist also nicht mehr zwingend erforderlich. Wie der Spiegel berichtet, sagte Culture4Life-Geschäftsführer Patrick Hennig, dass mit dem neuen Modell die Infrastruktur und Software weiterbetrieben werden können.
Die Aussagen der Betreiber klingen indes mittlerweile nach Durchhalteparolen und Zwangsoptimismus: "Luca wird die Basisversorgung mit der Luca-Technologie in jedem Bundesland langfristig aufrechterhalten und jedem Bundesland die Möglichkeit geben, jederzeit nach Bedarf das System für einen quasi beliebigen Zeitraum einzusetzen", sagte Hennig.
Ob die Luca-Betreiber mit diesem Schritt noch eine Trend- und Stimmungsumkehr erreichen können, bleibt fraglich: Denn wie erwähnt hat Schleswig-Holstein bisher schriftlich gekündigt, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Bremen könnten oder dürften diesem Beispiel folgen. Sollten diese Bundesländer tatsächlich Luca kündigen, dann könnte sich auch in anderen Landtagen die Stimmung drehen und es zu einem Dominoeffekt kommen.
Siehe auch:
- Luca-App will nun sogar einen digitalen Personalausweis integrieren
- Rechtswidriger Zugriff: Polizei nutzt Daten der Luca-App für Ermittlung
- "Technologisch tot": Ämter fassen Luca-App-Daten erst gar nicht an
- Mecklenburg: Gericht erklärt Lizenzkauf der Luca-App für nichtig
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