Luca-App: Schleswig-Holstein lässt Lizenz fallen, weitere folgen wohl
Die Luca-App, an der u. a. der Rapper Smudo beteiligt ist, gilt von Anfang an als Datenschutzkatastrophe, ihr Nutzen war schon immer umstritten. Dennoch kauften viele Länder eine Lizenz, diese lässt Schleswig-Holstein nun aber auslaufen und weitere Bundesländer dürften folgen.
Die Luca-App, die eine digitale Alternative zu Stift und Papier in Restaurants und anderen öffentlichen Orten sein sollte, kann man in der Theorie durchaus als gute Idee bezeichnen. Doch die Umsetzung war für viele eine regelrechte Katastrophe, allen voran Datenschützer und Security-Experten stellten der App ein vernichtendes Zeugnis aus. Die Politik schien das aber lange nicht zu kümmern, man gab zum Teil viel Geld aus, weil man sich versprach, mit Luca-Hilfe in der Pandemie das öffentliche Leben und die Wirtschaft am Laufen halten zu können.
Doch nun beginnt wohl der Anfang vom Ende der Luca-App, zumindest im Fall der für das Unternehmen sicherlich lukrativen öffentlichen Lizenzen. Denn Schleswig-Holstein hat als erstes Bundesland bekanntgegeben, dass man den Vertrag mit Luca bzw. dem dahinterstehenden Unternehmen culture4life nicht verlängern wird. Infografik Corona-Pandemie: 42 Prozent finden die Maßnahmen angemessen
Die Politik des nördlichen Bundeslandes verteidigte die grundsätzliche Wahl der Luca-App. Sönke Schulz, Geschäftsführer des schleswig-holsteinischen Landkreistags, sagte gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung, dass man zunächst von den Gesundheitsämtern "positive Rückmeldungen zur Nutzung von Luca" bekommen habe. Später habe sich die Nutzung der App aber stark reduziert.
Die Luca-Betreiber erwarten zwar keine weiteren Kündigungen (die Verträge verlängern sich ansonsten automatisch um ein Jahr), das ist aber ziemlich optimistisch. Denn derzeit prüfen mehrere Länder, darunter Berlin, den Einsatz der App. Gleichzeitig ist die Stimmung nicht gerade Luca-freundlich: So steht die App derzeit in der Kritik, weil die Polizei auf deren Tracking-Daten zugreifen will - und das bei einem Vorfall in Mainz auch bereits getan hat.
Siehe auch:
Doch nun beginnt wohl der Anfang vom Ende der Luca-App, zumindest im Fall der für das Unternehmen sicherlich lukrativen öffentlichen Lizenzen. Denn Schleswig-Holstein hat als erstes Bundesland bekanntgegeben, dass man den Vertrag mit Luca bzw. dem dahinterstehenden Unternehmen culture4life nicht verlängern wird. Infografik Corona-Pandemie: 42 Prozent finden die Maßnahmen angemessen
Nicht mehr nötig, nicht mehr sinnvoll
Als Grund wird angegeben, dass die Corona-Landesverordnung seit vergangenem Herbst keine Pflicht zum Erfassen der Kontaktdaten mehr beinhaltet. Eine Sprecherin des Landes sagte dazu (via RND): "Da sich dies - entgegen anderslautender Anregungen von unserer Seite, zum Beispiel mit Blick auf Veranstaltungen und Gastronomie - nicht geändert hat, besteht kein Grund, an Luca festzuhalten."Die Politik des nördlichen Bundeslandes verteidigte die grundsätzliche Wahl der Luca-App. Sönke Schulz, Geschäftsführer des schleswig-holsteinischen Landkreistags, sagte gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung, dass man zunächst von den Gesundheitsämtern "positive Rückmeldungen zur Nutzung von Luca" bekommen habe. Später habe sich die Nutzung der App aber stark reduziert.
Die Luca-Betreiber erwarten zwar keine weiteren Kündigungen (die Verträge verlängern sich ansonsten automatisch um ein Jahr), das ist aber ziemlich optimistisch. Denn derzeit prüfen mehrere Länder, darunter Berlin, den Einsatz der App. Gleichzeitig ist die Stimmung nicht gerade Luca-freundlich: So steht die App derzeit in der Kritik, weil die Polizei auf deren Tracking-Daten zugreifen will - und das bei einem Vorfall in Mainz auch bereits getan hat.
Siehe auch:
- Luca-App will nun sogar einen digitalen Personalausweis integrieren
- Rechtswidriger Zugriff: Polizei nutzt Daten der Luca-App für Ermittlung
- "Technologisch tot": Ämter fassen Luca-App-Daten erst gar nicht an
- Mecklenburg: Gericht erklärt Lizenzkauf der Luca-App für nichtig
- Corona-Warn-App bringt euch jetzt datensparsam durch Luca-Check-ins
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