Die Dominosteine fallen: Berlin und Brandenburg kündigen der Luca-App
Es hat sich schon länger abgezeichnet, doch nun ist es offenbar offiziell: Nach u. a. Schleswig-Holstein und Brandenburg hat jetzt auch Berlin bekannt gegeben, dass man der Luca-App zur Kontaktverfolgung kündigen wird. Damit wird die Luft für die App-Betreiber immer dünner.
Culture4Life, die Macher der vor allem in Sachen Datenschutz vielkritisierten Luca-App, haben zuletzt eine Art Verzweiflungstat angekündigt: Denn man hat bekannt gegeben, dass nicht nur die Lizenzkosten halbiert werden, sondern dass man auch eine monatliche Kündigungsmöglichkeit einführt.
Doch gebracht hat das nichts: Denn wie der RBB berichtet, fällt ein Dominostein nach dem anderen. Nach den Ländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen hat nun Berlin bekannt gegeben, dass man den Vertrag mit Culture4Life nicht verlängern wird. Dieser muss explizit gekündigt werden, da er sich ansonsten automatisch verlängert. Infografik Nutzung der Corona-Apps: Ist Luca bald wieder allein, allein?
So oder so: Luca braucht und will Berlin nicht mehr. Grund dafür sind auch zahlreiche Pannen und Schwachstellen in Sachen Datenschutz. Zuletzt gab es auch gleich mehrere Aufreger, dass Polizeibehörden auf die Daten zugegriffen haben. Ein weiterer Grund ist banal: Die Gesundheitsämter nutzen Luca nicht, obwohl dafür bezahlt wird. "Wir haben bereits fast ein Jahr lang die Luca-App vorliegen und sie wurde bis jetzt nicht genutzt", sagte der zuständige Stadtrat (Charlottenburg-Wilmersdorf) Detlef Wagner.
Bereits vergangene Woche hat Brandenburg bekannt gegeben, dass man sich ebenfalls von Luca verabschieden wird. In beiden Fällen, also Berlin und Brandenburg, laufen die Verträge damit Ende März aus.
Siehe auch:
Doch gebracht hat das nichts: Denn wie der RBB berichtet, fällt ein Dominostein nach dem anderen. Nach den Ländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen hat nun Berlin bekannt gegeben, dass man den Vertrag mit Culture4Life nicht verlängern wird. Dieser muss explizit gekündigt werden, da er sich ansonsten automatisch verlängert. Infografik Nutzung der Corona-Apps: Ist Luca bald wieder allein, allein?
Luca wird nicht mehr gebraucht
Der Berliner Gesundheitsstaatssekretär Thomas Götz sagte dem RBB: "Wir sind politisch der Meinung, dass wir Luca in Zukunft nicht brauchen werden." Das liegt unter anderem daran, so Götz, dass die 2G-Plus-Regelung eine Kontaktnachverfolgung, wie sie bisher per Luca erfolgt ist, nicht mehr notwendig macht: "Da ist die Meinungsbildung aber noch nicht komplett abgeschlossen."So oder so: Luca braucht und will Berlin nicht mehr. Grund dafür sind auch zahlreiche Pannen und Schwachstellen in Sachen Datenschutz. Zuletzt gab es auch gleich mehrere Aufreger, dass Polizeibehörden auf die Daten zugegriffen haben. Ein weiterer Grund ist banal: Die Gesundheitsämter nutzen Luca nicht, obwohl dafür bezahlt wird. "Wir haben bereits fast ein Jahr lang die Luca-App vorliegen und sie wurde bis jetzt nicht genutzt", sagte der zuständige Stadtrat (Charlottenburg-Wilmersdorf) Detlef Wagner.
Bereits vergangene Woche hat Brandenburg bekannt gegeben, dass man sich ebenfalls von Luca verabschieden wird. In beiden Fällen, also Berlin und Brandenburg, laufen die Verträge damit Ende März aus.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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