Microsoft veröffentlicht Brief zur einst geplanten Nintendo-Übernahme

Vor 20 Jahren hat Microsoft seine erste Xbox veröffentlicht und diese stellte den Einstieg ins Gaming-Geschäft dar. Doch das Unternehmen hat auch zusätzliche Optionen ausgelotet, allen voran eine Übernahme von Nintendo. Nun hat Microsoft den dazugehörigen Brief veröffentlicht.
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"Sie haben sich kaputtgelacht"

Es ist kein großer Spoiler, wenn man verrät, wie die Sache ausgegangen ist: Nintendo lehnte den Vorschlag bzw. das Übernahmeangebot ab. Oder besser gesagt, wie der ehemalige Microsoft-Manager Kevin Bachus Anfang des Jahres verraten hat: "Sie haben sich kaputtgelacht."

Bachus: "Steve Ballmer zwang uns, uns mit Nintendo zu treffen, um herauszufinden, ob sie eine Übernahme in Betracht ziehen würden. Sie haben sich einfach kaputtgelacht. Stellen Sie sich vor, jemand lacht eine Stunde lang nur über Sie. So in etwa verlief dieses Treffen." Microsoft Xbox MuseumDer Microsoft-Brief an Nintendo von Oktober 1999 Das ist mittlerweile Gaming-Geschichte und bei Microsoft sieht man das alles längst sportlich. Denn der Redmonder Konzern widmet dem Thema gescheiterte Nintendo-Übernahme auch in seinem virtuellen Xbox-Museum einen "Moment". Und wie Kotaku entdeckt hat, ist dort auch ein interessantes Dokument zu finden, nämlich ein Brief des damaligen Vice President Rick Thompson an Nintendo of America von Herbst 1999.


Dabei kann man wegen eines großen Titels in der Mitte nur Teile des Schreibens sehen, Microsoft spricht darin aber eine "mögliche strategische Partnerschaft" auf "künftigen Videospielplattformen" an. Es fallen auch Begriffe wie "Xbox-Projekt" und "Dolphin", letzteres ist der Codename für die Nintendo-Konsole GameCube. Microsoft bot Nintendo offenbar an, "Dolphin zur besten Videospielkonsole" zu machen - und aus Sicht von GameCube wäre das auch keine schlechte Idee gewesen. Denn diese Nintendo-Konsole gilt als einer der Misserfolge des Spieleherstellers.

Abgesehen davon ist zu erkennen, dass der Brief Nintendo President Hiroshi Yamauchi und den legendären Hardware-Designer Genyo Takeda ansprach, ob diese beim seinerzeitigen Meeting mitgelacht haben, ist aber nicht bekannt.


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