Telegram gewinnt durch WhatsApp-Ausfall sehr viele neue Nutzer
Der massive Ausfall der Facebook-Dienste hat kleineren Messenger-Plattformen eine Gelegenheit gegeben, dem Marktführer WhatsApp zumindest einige Nutzer abzutrotzen. Bei Telegram war der Anstieg durchaus merklich.
Laut Pavel Durov, Gründer des Telegram Messengers, stieg die Zahl der Neuanmeldungen binnen eines Tages auf 70 Millionen an. Eine solche Menge ist durchaus ungewöhnlich und es erforderte einiger Eingriffe durch die Mitarbeiter, dass es hier nicht zu Problemen aufgrund von Überlastungen kam. Letztlich ging aber alles glatt, lediglich in Nordamerika soll es am Montag zeitweise dazu gekommen sein, dass die Performance etwas niedriger ausfiel als gewohnt.
Nun muss sich zeigen, wie dauerhaft die Welle nachwirken kann. Denn bei Facebook arbeitet inzwischen wieder alles normal und so werden viele User wohl zu WhatsApp zurückkehren. Die Tür könnte aus Sicht der Konkurrenz aber zumindest einen Spalt weit geöffnet bleiben. Denn viele Nutzer scheinen schon regelrecht vergessen zu haben, dass es auch noch andere Formen der direkten Kommunikation als WhatsApp gibt. Da half der stundenlange Ausfall sicherlich, potenzielle Alternativen zumindest kurzzeitig sichtbar zu machen.
WhatsApp stellte am Montag für mehrere Stunden den Dienst ein, als quasi das gesamte Angebot des Facebook-Konzerns offline ging - dazu gehört neben WhatsApp und Facebook auch Instagram. Die Ursache dessen war ein Fehler in der Konfiguration des Routings, wodurch nicht nur einzelne Datenzentren unerreichbar wurden, sondern der gesamte Traffic des Unternehmens im Nirvana landete.
Siehe auch:
Download Telegram Desktop - Windows-Client für den sicheren Messenger
Nun muss sich zeigen, wie dauerhaft die Welle nachwirken kann. Denn bei Facebook arbeitet inzwischen wieder alles normal und so werden viele User wohl zu WhatsApp zurückkehren. Die Tür könnte aus Sicht der Konkurrenz aber zumindest einen Spalt weit geöffnet bleiben. Denn viele Nutzer scheinen schon regelrecht vergessen zu haben, dass es auch noch andere Formen der direkten Kommunikation als WhatsApp gibt. Da half der stundenlange Ausfall sicherlich, potenzielle Alternativen zumindest kurzzeitig sichtbar zu machen.
Nutzer halten wird nicht leicht
Dass die Sache kein Selbstläufer bleibt, ist auch Durov klar. So forderte er die Nutzer, die schon länger dabei sind, direkt auf, die Neuankömmlinge an die Hand zu nehmen und ihnen die Vorzüge des Telegram-Netzwerkes zu zeigen. Immerhin sei man aus seiner Sicht der Konkurrenz ja um Lichtjahre voraus.WhatsApp stellte am Montag für mehrere Stunden den Dienst ein, als quasi das gesamte Angebot des Facebook-Konzerns offline ging - dazu gehört neben WhatsApp und Facebook auch Instagram. Die Ursache dessen war ein Fehler in der Konfiguration des Routings, wodurch nicht nur einzelne Datenzentren unerreichbar wurden, sondern der gesamte Traffic des Unternehmens im Nirvana landete.
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Christian Kahle
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